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Der Berliner Fernsehturm mit Kränen im Vordergrund
Der Berliner Fernsehturm mit Kränen im Vordergrund (Bild: John MacDougall/AFP/Getty Images)

Zerbricht das aufwendig aufgebaute Image Berlins als mögliches Silicon Valley Europas?

Allgemein existiert eine gewisse Spannung im Hinblick darauf, was passiert, wenn bekannte Startups der Spreemetropole schließen sollten. Zerbricht das aufwendig aufgebaute Image Berlins als mögliches Silicon Valley Europas? Oder beginnt dann erst die wahre Sternstunde der Stadt, wenn sich nämlich die Spreu vom Weizen trennt und die Dienste Aufmerksamkeit bekommen, die ihr nachhaltiges Potenzial unter Beweis stellen und das erforderliche Kapital für eine weitere Expansion einsammeln konnten?

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Aber es kann auch ganz anders kommen: nämlich dann, wenn die prominentesten Vertreter des Berliner Startup-Hypes - Rocket Internets Zappos-Nachbau Zalando, Soundcloud und Wooga - einen ansprechenden Exit hinlegen sollten. Bei Soundcloud herrscht zwar nach wie vor Unklarheit über die Tragfähigkeit des Geschäftsmodells und von einer eventuellen Profitabilität hört man auch fünf Jahre nach dem Debüt nichts (was üblicherweise bedeutet, dass ein Startup nicht profitabel ist), aber was Youtube 2006 mit der Übernahme durch Google gelang, könnten die Soundcloud-Macher zu wiederholen versuchen. Vor einem Jahr nahm das Unternehmen satte 50 Millionen Dollar von US-Investoren ein.

Eine Übernahme würde das Selbstbewusstsein der städtischen Internetwirtschaft stärken

Wooga hat es geschafft, sich dem einbrechenden, von Facebooks Plattform abhängigen, Social-Games-Markt durch die partielle Transformation in einen Anbieter für mobile Spiele zu entziehen - während das kalifornische Vorbild Zynga ein schlechtes Jahr erlebte. Die Berliner sind eine der drei europäischen Firmen, die sich in der Rangliste der zehn populärsten iPhone-Apps des Jahres in Deutschland platzieren konnten. Die Übernahme von Soundcloud oder Wooga würde das Selbstbewusstsein der städtischen Internetwirtschaft stärken und wahrscheinlich auch die Bereitschaft zu weiteren Investments in aufstrebende Webfirmen Berlins erhöhen.

Bei einer Analyse der Situation in Berlin macht man leicht den Fehler, zu ungeduldig zu sein. Nimmt man 2010 als Schlüsselmoment, zu dem die Gründerwelle im Internetsegment in Berlin zu einem Mainstreamthema wurde, dann sind seitdem nicht einmal drei Jahre vergangen. Dass in dieser kurzen Zeit nicht das Ökosystem entstehen kann, von dem das Silicon Valley profitiert, ist logisch. Dennoch scheint die Zeit für eine erste Zäsur gekommen. Vor einigen Jahren dem Berlin-Fieber erlegene Gründer werden sich entscheiden müssen, ob sie nach ihrem ersten Ausflug in das Unternehmertum ihr gesammeltes Wissen für ein neues, vielversprechenderes Unterfangen nutzen möchten, einem bestehenden Berliner Startup beitreten oder aber die Nase voll haben und weiterziehen. Wie auch immer sie sich entscheiden mögen: Der Szene wird es nicht schaden.

 Deutsche Startups: Berlin steht vor einer Zäsur

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Casandro 09. Feb 2013

Man gründet doch kein Social-Media Startup um daraus eine tragfähige Firma zu machen. Man...

skyynet 04. Jan 2013

Trollbeitrag? Hmmm... Lass uns mal prüfen, wer der bessere Troll ist. "Der Begriff Troll...

ccaa 04. Jan 2013

die Zeit eines Silicon Valley ist vorbei, ein Aufbruch wie in den 80er wird es nicht mehr...

Casandro 04. Jan 2013

Wobei man sagen muss, dass "Silicon Valley" auch schon längst tot ist. Zum einen weil die...

Eheran 03. Jan 2013

Das werden wir ja noch sehen! Ich glaub es erst, wenn Golem dazu einen Artikel schreibt...



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