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Veröffentlichung im März 2016 geplant: Descent: Underground
Veröffentlichung im März 2016 geplant: Descent: Underground (Bild: Descendent Studios)

Descent Underground: Mit Teamgeist und Tunnelblick

Veröffentlichung im März 2016 geplant: Descent: Underground
Veröffentlichung im März 2016 geplant: Descent: Underground (Bild: Descendent Studios)

Völlig losgelöst flogen und ballerten wir auf unserem 8-MByte-486er durch die schwerkraftlosen Tunnel von Descent. 20 Jahre später steht dem Action-Kultspiel eine Neuerfindung als Team-Shooter bevor.

Die Spielidee war ja eigentlich ganz einfach, aber wirksam - eine Variation des Ego Shooter-Prinzips, das die PC-Szene in Atem hielt: Statt eines waffenstarrenden Fußgängers steuerten wir ein nicht minder waffenstarrendes Raumschiff durch 3D-Levels, denen es an Schwerkraft mangelte. Die daraus resultierende Steuerungsfreiheit erlaubte verwegene Flugmanöver, kombiniert mit Struktur und Perspektive eines Shooters. "Descent ist schicker, schneller und schlauer als alle Doom-Varianten, die den Markt zurzeit überschwappen", freute sich Rezensent Boris Schneider in der Ausgabe 3/1995 von PC Player, "Wo sonst bekommen Sie echte 3D-Grafik, intelligente Gegner und wirklich schwindelerregende Achterbahnfahrten?"

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20 Jahre später könnte der Action-Alltag mal wieder eine Auffrischung vertragen. Auf PCs wird immer noch viel geschossen; die grafischen Fortschritte sind dabei beträchtlich, die spielerischen Innovationen dagegen überschaubar. Eine gute Zeit für ein Comeback des 6dof-Shooters - so lautet die Abkürzung für die Six degrees of freedom, welche die freie Steuerung im dreidimensionalen Raum gewährt.

Das hofft zumindest Eric Peterson, Spielemacher und ein alter Descent-Fanboy. Er erinnert sich daran, wie sehr Descent-Netzwerkpartien die Produktivität bei seinem damaligen Arbeitgeber Origin gefährdeten: "Wir riefen zu Hause an und sagten 'Schatz, wir müssen im Büro noch Überstunden schieben'. Dann waren wir ab 18 Uhr stundenlang am Descent-Zocken. Ich glaube, dass sich die Veröffentlichung von Wing Commander IV alleine deswegen um einige Monate verspätet hat."

  • Die acht Schiffstypen haben besondere Stärken wie Aufklärung, Transport oder Verteidigung. Die eigenen Vehikel lassen sich auch individuell upgraden und tunen. (Bild: Descendent Studios)
  • Die acht Schiffstypen haben besondere Stärken wie Aufklärung, Transport oder Verteidigung. Die eigenen Vehikel lassen sich auch individuell upgraden und tunen. (Bild: Descendent Studios)
  • Die acht Schiffstypen haben besondere Stärken wie Aufklärung, Transport oder Verteidigung. Die eigenen Vehikel lassen sich auch individuell upgraden und tunen. (Bild: Descendent Studios)
  • Die acht Schiffstypen haben besondere Stärken wie Aufklärung, Transport oder Verteidigung. Die eigenen Vehikel lassen sich auch individuell upgraden und tunen. (Bild: Descendent Studios)
  • Die acht Schiffstypen haben besondere Stärken wie Aufklärung, Transport oder Verteidigung. Die eigenen Vehikel lassen sich auch individuell upgraden und tunen. (Bild: Descendent Studios)
  • Wer erinnert sich noch an das erste Spiel der Serie? Mit solcher Grafik erregte Descent vor 20 Jahren Aufsehen. (Bild: Screenshot)
  • Eric "Wingman" Peterson ist CEO des Underground-Teams Descendent Studios. In seiner rund 30-jährigen Entwicklerkarriere arbeitete er an Titeln wie Wing Commander IV, Starlancer und Star Citizen. (Bild: Descendent Studios)
  • Aufklärer und Ingenieure sind für den Teamerfolg ähnlich wichtig wie forsche Kämpfer. Einige Bereich der Tunnel-Levels lassen sich zerstören, um neue Durchgänge zu schaffen. (Bild: Descendent Studios)
  • Im Spielmodus Capture the Ore gewinnt das Team, das als Erstes die geforderte Menge an Rohstoffen abbaut und zum Ernteschiff transportiert. (Bild: Descendent Studios)
  • Die ersten Bilder von Descent: Underground zeigen Außenansichten, doch das Kampfgeschehen werden Spieler in traditioneller Ego-Perspektive erleben. (Bild: Descendent Studios)
  • Descent: Underground setzt auf Multiplayer-Schlachten mit bis zu 64 Teilnehmern, die auf verschiedene Teams aufgeteilt sind. (Bild: Descendent Studios)
  • Eine Story-Kampagne für Solo-Spieler ist erst nachträglich geplant. Descent: Underground soll auch VR-Headsets wie Oculus Rift unterstützen. (Bild: Descendent Studios)
Die acht Schiffstypen haben besondere Stärken wie Aufklärung, Transport oder Verteidigung. Die eigenen Vehikel lassen sich auch individuell upgraden und tunen. (Bild: Descendent Studios)

Peterson ist nun CEO von Descendent Studios, einem neuen Studio in Austin, Texas. Das Gründerpersonal arbeitete vorher an Star Citizen mit, dem ambitionierten Weltraum-MMO von Petersons früherem Descent-Spielpartner Chris Roberts. Die abtrünnigen Entwickler hatten Lust, einen kleineren Actiontitel zu basteln. "Wir begannen damit, ein Spiel zu machen, dem wir den Arbeitstitel Ships that fight underground gaben", sagt Peterson.

Eine überaus vernünftige Bezeichnung, die obendrein das amüsante Akronym STFU zulässt, das im Englischen auch für die umgangssprachliche Aufforderung Shut the fuck up verwendet wird. Ausreden ließ Peterson zum Glück den Anrufer von Interplay: Die alten Rechteinhaber der Descent-Serie hatten von seinem Projekt erfahren und fragten an, ob die Entwickler vielleicht daran interessiert seien, daraus ein offizielles Descent-Spiel zu machen. Wenige Verhandlungsminuten später hatte man sich auf einen Deal verständigt.

"Wir nehmen die Originalidee und bohren sie fürs 21. Jahrhundert auf"

Jetzt also Descent: Underground, ein neues Spiel mit eben jenen Flugfreiheiten, die vor 20 Jahren für lange Netzwerknächte sorgten. Der Titel betont, dass eine gewisse Einengung beim Leveldesign dazugehört, damit die Shooter-Komponente zündet. "Du fliegst im Inneren von Asteroiden. Eine der Stärken des Originaldesigns waren die eingeschlossenen Umgebungen. Wenn du die nicht hast, ist es bei einem 6dof-Spiel echt schwierig, etwas zu treffen", sagt Peterson.

Auf dieser Basis wird das Spielgeschehen angereichert und modernisiert: "Wir fügen neue Dinge hinzu wie zerstörbare Wände, versteckte Geheimnisse und acht verschiedene Schiffstypen. Wir nehmen die Originalidee von Schiffskämpfen bei Ego-Ansicht und bohren sie fürs 21. Jahrhundert auf."

Multiplayer für LAN-Partys 

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Laoban 15. Mär 2015

das spiel mag ja gut werden , aber mit descent hat das echt wenig zu tun. bin mir sicher...

Darth Badger 13. Mär 2015

Schöner Link - Danke!

AntonAusTirol 12. Mär 2015

Descent ist auch heute noch eine Ballerreferenz, der später produzierte 3D-Titel schon...

gisu 11. Mär 2015

Würde ich pauschal nicht unterstreichen, damals vor 20 Jahren (scheiße wie die Zeit...

Psy2063 11. Mär 2015

bei veranschlagten 600.000$ momentan 8 Mitarbeitern und einer geschätzten...



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