Der Hobbit - Eine unerwartete Reise
Der Hobbit - Eine unerwartete Reise (Bild: Warner Bros.)

Der Herr der Ringe: Tolkiens Erben klagen gegen Warner Bros.

Onlineglücksspiele mit Gandalf & Co. klingen wie eine blöde Idee von Sauron. Die Erben von Tolkien scheinen empört - und haben eine millionenschwere Klage gegen Warner Bros. eingereicht. Schlimmstenfalls droht auch dem MMOG Der Herr der Ringe Online das Aus.

Anzeige

Seit 1969 gibt es Verträge zwischen den Erben des Schriftstellers J.R.R. Tolkien und dem Film- und Medienunternehmen Warner Bros. über die Lizenzierung von Der Herr der Ringe. Jetzt ist es zwischen den Parteien zum Streit gekommen: Die Erben - gemeinhin als Tolkien Estate bekannt - haben vor einem Gericht in Los Angeles eine Klage gegen Warner Bros. über 80 Millionen US-Dollar eingereicht.

Auslöser war laut einem Bericht von The Hollywood Reporter eine Spammail, die einer der Anwälte von Tolkiens Erben bekommen hat. Er soll dadurch auf "Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring: Online Slot Game" aufmerksam gemacht worden sein - ein Onlineglücksspiel, das damals auch Fans der Bücher und Filme empört hatte, die es als nicht passend zu der Fantasywelt von Tolkien empfunden haben.

Seitdem gibt es zwischen den Parteien Gespräche und eben auch Streit, der nun in die Klage gemündet ist. Tolkien Estate verweist darauf, dass man nur die Rechte an "materiellen Gütern" vergeben habe - also Actionfiguren, Bekleidung und Ähnliches mit Figuren wie Gandalf oder Frodo. Aber eben nicht für Spiele, die nur im Internet oder auf Plattformen wie Facebook verfügbar sind.

Von der Klage dürfte unter anderem auch Der Herr der Ringe Online (LOTRO) betroffen sein. Ursprünglich ist das MMORPG zwar auf Disc erschienen, inzwischen vermarktet es Warner Bros. Entertainment aber vor allem als Download - und damit eben nicht mehr materiell. Eine Abschaltung scheint durchaus möglich, wenn auch nicht sehr wahrscheinlich - unter anderem deshalb, weil das Onlinerollenspiel dem Image von Tolkiens Mittelerde nicht schadet.

Dass die Erben von Tolkien ausgerechnet jetzt Klage eingereicht haben, dürfte kein Zufall sein: Schließlich startet demnächst der erste Teil von Peter Jacksons Trilogie Der Hobbit in den Kinos - angesichts des breiten öffentlichen Interesses dürfte sich Lizenznehmer Warner Bros. besonders einfach unter Druck setzen lassen.


.ldap 22. Nov 2012

Zweitens wurde die Klage in Amerika eingereicht, weil Warner da sitzt.

Brainfreeze 22. Nov 2012

Dann warten wir doch mal ab, was passiert, wenn die Urheberrechte an HdR endgültig...

Emulex 22. Nov 2012

Patente blockieren andere Anbieter, Geschichten wie HdR tun das nicht. Ich finde die 70...

ImBackAlive 22. Nov 2012

Ich finde auch, dass Golem sich hier etwas weit aus dem Fenster lehnt - denn es ist...

Endwickler 21. Nov 2012

weiter als 1 kann ich leider nicht.

Kommentieren



Anzeige

  1. Microsoft SQL Server Datenbank & Infrastruktur Consultant (m/w)
    über 3C - Career Consulting Company GmbH, Dienstsitz München, Einsatzgebiet Raum München/Ingolstadt
  2. Senior Business Analyst - Simulation & Systems Engineering, IT Services (m/w)
    Bombardier Transportation, Berlin
  3. Senior Software Developer .Net (m/w)
    Traxon Technologies Europe GmbH, Paderborn
  4. Softwareentwickler/-in
    Robert Bosch GmbH, Abstatt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Bewegungsprofile

    Dobrindt wegen "Verkehrs-Vorratsdatenspeicherung" kritisiert

  2. Anonymisierung

    Facebook ist im Tor-Netzwerk erreichbar

  3. Spielekonsole

    Neuer 20-nm-Chip für sparsamere Xbox One ist fertig

  4. Günther Oettinger

    EU-Digitalkommissar will Urheberrechtssteuer für alle

  5. Ruhemodus

    Noch ein Bug in Firmware 2.0 der Playstation 4

  6. VDSL2-Nachfolgestandard

    Telekom-Konkurrenten starten G.fast-Praxistest

  7. Ego-Shooter

    Bethesda hat Prey 2 eingestellt

  8. Keine Bußgelder

    Sicherheitslücken bleiben ohne Strafen

  9. Kinox.to

    GVU will Bitshare und Freakshare offline nehmen lassen

  10. Bungie

    Destiny und der Gesundheitsbalken



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



3D-Druck ausprobiert: Internetausdrucker 4.0
3D-Druck ausprobiert
Internetausdrucker 4.0
  1. Sicherheit Der Arduino-Safeknacker aus dem 3D-Drucker
  2. Arduino Neue Details zum 3D-Drucker Materia 101
  3. Niedriger Schmelzpunkt 3D-Drucken mit metallischer Tinte

Qubes OS angeschaut: Abschottung bringt mehr Sicherheit
Qubes OS angeschaut
Abschottung bringt mehr Sicherheit

Schenker XMG P505 im Test: Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
Schenker XMG P505 im Test
Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
  1. Getac S400-S3 Das Ruggedized-Notebook mit SSD-Heizung
  2. Geforce GTX 980M und 970M Maxwell verdoppelt Spielgeschwindigkeit von Notebooks
  3. Toughbook CF-LX3 Panasonics leichtes Notebook mit der Lizenz zum Runterfallen

    •  / 
    Zum Artikel