Dell XPS 10 im Test: Der Prozessor macht den Unterschied
Auch Dell hat ein Windows-RT-Tablet mit Tastaturdock. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)

Akkulaufzeiten und Benchmarks gegen Nvidias Tegra 3

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Das Tablet lädt beide Akkus sehr schnell auf. Rund 3 Stunden brauchte es bei uns, um den Akku im Gerät und den im Dock aufzuladen. In Anbetracht der hohen Laufzeit ist das ein erfreuliches Ergebnis. Das Netzteil liefert 30 Watt, was für ein Tablet-Ladegerät ein sehr hoher Wert ist. Erfreulicherweise ist der Anwender nicht auf das Netzteil angewiesen. Wer will, kann über den Micro-USB-Anschluss immerhin das Tablet, nicht aber das Dock aufladen. Mit nur 2,5 Watt im USB-Standard dauert das natürlich deutlich länger. Wir haben aber keine volle Ladung damit gemessen.

Die Akkulaufzeiten in der Praxis waren wegen der erwähnten Schalterprobleme enttäuschend. Nur allzu häufig waren wir froh, das Netzteil mitgenommen zu haben. In einem Fall war das eigentlich volle Tablet samt Tastaturakku nach 24 Stunden leer, obwohl es kaum benutzt wurde.

Wer das Tablet nur zu Hause verwendet, hat das Problem nicht. Hier sind nur mit dem Tablet Laufzeiten von etwa 10 Stunden möglich. In einem Test erreichten wir bei gar keiner Last sogar fast 13 Stunden bei niedrigen Helligkeitswerten. Mit dem Dock sind es noch einmal etwa 10 Stunden. Eine Designentscheidung von Dell störte uns aber. Wer das Tablet im Tastaturdock betreibt, macht zuerst das Tablet alle. Erst anschließend wird der Sekundärakku entladen, während das Tablet bei 6 Prozent Ladung bleibt. Wir sind davon überzeugt, dass das der falsche Weg ist, da wir gerne das Tablet aus dem Dock nehmen, um dann auf der Couch gemütlich zu surfen. Beim XPS 10 schaltet sich das Tablet aber nach der Entnahme schnell ab. Sollte das Tablet dann unter 2 Prozent fallen, kann es trotz eines 20-Prozent-Akkus im Tastaturdock nicht mehr gestartet werden. Asus geht hier einen besseren Mittelweg und belastet im normalen Betrieb beide Akkus.

Qualcomms SoC lässt Windows nicht ruckeln

Auf der technischen Seite hat uns Qualcomms Snapdragon besser gefallen als Nvidias Tegra 3. Bei der Datenübertagung per USB haben wir mit rund 20 bis 22 MByte/s leicht bessere Werte als beim Tegra 3 (17-19 MByte/s) ermittelt. Das gilt auch für den Micro-SD-Karten-Schacht. Das bleibt dennoch weit hinter dem, was eigentlich per USB 2.0 möglich ist.

In der Praxis stellte sich heraus, dass der Snapdragon S4 im Desktop und auf der Kacheloberfläche wesentlich besser ist als der Tegra-Chip mit doppelt so vielen Kernen. Besonders deutlich sahen wir das beim Wechsel von einer Metro-App auf den Startbildschirm. Windows RT hat hier erhebliche Probleme, eine App schnell genug schlafen zu legen, was sich beim Tegra 3 durch starkes Ruckeln durch den Startbildschirm äußert. Der Snapdragon S4 hingegen scrollt in dieser Situation sauber durch den Bildschirm. Hier zeigt sich deutlich, dass es manchmal besser ist, zwei schnelle Kerne anstatt vier langsamere Kerne zu haben.

In Spielen gewinnt hingegen Nvidias Chip. Wenngleich das bei Spielen wie Jetpack Joyride und Riptide GT kaum bemerkbar ist. Vendetta Online ist hingegen für beide Chips eine Herausforderung. Und obwohl Vendetta Online Snapdragon-Werbung hat, ist das Spiel mit dem Tegra deutlich ruckelfreier. Allerdings kann auch gesagt werden, dass es derzeit kein Windows-RT-Gerät gibt, das Vendetta Online flüssig darstellen kann.

In Browserbenchmarks wie etwa dem Sunspider ist wiederum Qualcomms Chip minimal schneller. Wir kommen hier auf Werte um die 950 ms. Nvidias Chip braucht etwa 50 ms mehr für einen Durchgang. Beim Durchlaufen des Benchmarks lässt sich der Internet Explorer übrigens beim Tegra-3-basierten Tablet kaum noch bewegen. Qualcomms Prozessor hat da noch Reserven, aber auch hier ruckelt es deutlich.

Im Octane-Benchmark sind die Verhältnisse ähnlich mit 707 (S4) zu 705 Punkten (Tegra 3). Große Unterschiede bei den Einzeltests gibt es nur beim Crypto-Test. Da ist der Snapdragon S4 40 Prozent schneller. Sonst ist der Tegra 3 meist ein bisschen schneller als Qualcomms SoC. Übrigens nutzen die schönen vielen Kerne bei beiden Benchmarks nichts. Hier ist einzig die Geschwindigkeit eines Kerns wichtig. Die anderen Kerne sind nur fürs Multitasking praktisch.

Einschränkungen hat der Snapdragon-Prozessor anscheinend beim Abspielen von Videos. Der freie Film Sintel im 2K-Format (Surround, x264 im MP4-Container) ließ sich auf dem XPS 10 nicht starten. Als Fehlermeldung kam der Error Code 0xc00d11cd (0x80004004) und verwies auf die Xbox-Hilfe-Seiten, die dem Anwender aber keine Hilfestellung zu dem Problem geben. Das Tegra-3-Gerät spielte den Film ohne Probleme ab. Kleinere Videoformate funktionierten ohne Probleme.

 Wehe, es landet im RucksackVerfügbarkeit und Fazit von Dells XPS 10 

neocron 09. Feb 2013

... und du behauptest, dass es niemanden gestoert haette! was der Markt anbietet hat...

redmord 06. Feb 2013

Grundästzlich ist es Wortklauberei. Du hattest ja bereits in Klammern darauf...

mwrsa 06. Feb 2013

Von 64 GB sind 40 für den Nutzer verfügbar? Selbst wenn ich die üblichen Rechenspielchen...

Madricks 06. Feb 2013

Was willst du mit nem Atom? Bevor da so eine Krücke drin werkelt, will ich lieber...

Lord Gamma 05. Feb 2013

Windows-RT-typische Ruckler nach App-Wechseln mit Tegra. Deutliche Nachteile beim Spielen...

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