Defense Distributed: Waffendrucker stellen 30-Schuss-Magazin her
Cuomo Mag: Diskussion um US-Waffengesetze nach Schulmassaker (Bild: Defense Distributed/ Screenshot: Golem.de)

Defense Distributed Waffendrucker stellen 30-Schuss-Magazin her

Während sich einige US-Politiker um eine Verschärfung der Waffengesetze bemühen, hat die Gruppe Defense Distributed ein Magazin für ein Schnellfeuergewehr mit dem 3D-Drucker hergestellt. Sie hat es nach dem Politiker benannt, der gerade ein Verbot solcher großen Magazine im Bundesstaat New York ratifiziert hat.

Anzeige

Cuomo Magazine oder kurz Cuomo Mag heißt das neue 3D-Objekt, das die Gruppe Defense Distributed gedruckt hat. Es ist ein Magazin für eine Schnellfeuerwaffe. Der Name ist ein Seitenhieb auf einen US-Politiker, der für eine Verschärfung des Waffenrechts eintritt.

 
Video: Test des Cuomo Mag

Das Magazin passt in ein Sturmgewehr vom Typ AR-15 und fasst 30 Schuss. Ein Test des Werkstückes sei erfolgreich verlaufen, sagte Cody Wilson dem US-Technologiemagazin Wired. Wilson, ein Jurastudent aus Texas, ist Gründer der Gruppe, deren Ziel eine Gemeinschaft für das Drucken von Schusswaffen ist.

Es handele sich um eine neue Version des Magazins, erklärte Wilson. Sie hätten es neu konstruieren müssen, da es bei der ersten Version wiederholt Ladehemmungen gegeben habe. Auf einem Schießstand nahe Austin hätten sie aus dem überarbeiteten Magazin 342 Schuss abgegeben, sagte Wilson. Die Gruppe plant als Nächstes ein 40-Schuss-Magazin für eine AK-47, besser bekannt als Kalaschnikow.

Verbote großer Magazine

Defense Distributed hat es Cuomo Magazine genannt. Das ist eine Anspielung auf Andrew Cuomo: Der Gouverneur von New York hatte im Januar ein Gesetz unterzeichnet, das in dem US-Bundesstaat Magazine mit mehr als sieben Schuss verbietet. Wenn es künftig nicht mehr möglich sei, größere Magazine zu kaufen, dann würden sie eben welche drucken, erklärte Defense Distributed.

Defense Distributed hatte am Freitagnachmittag (Ortszeit USA) ein Video vom Test des Cuomo Mag auf der Plattform Youtube veröffentlicht. Youtube entfernte das Video nach kurzer Zeit. Defense Distributed bestätigte das im eigenen Blog: Youtube habe das Video entfernt, "weil einige tolerante Liberale es als unangebracht markiert haben." Allerdings sei das Video nach kurzer Zeit wieder auf Youtube abrufbar gewesen, berichtet das US-Nachrichtenangebot Cnet.

Geleasten 3D-Drucker eingezogen

Defense Distributed hatte im Sommer 2012 Aufsehen mit einer Crowdfunding-Aktion erregt: Die Gruppe wollte über die Plattform Indiegogo 20.000 US-Dollar sammeln, um einen 3D-Drucker zu leasen. Damit wollte die Gruppe eine AR-15 aufbauen. Das Projekt wurde schnell entfernt. Doch gelang es Defense Distributed, das nötige Geld auf anderem Weg zusammenzubekommen und den Drucker beim Marktführer Stratasys zu bestellen. Als Stratasys erkannte, was die Gruppe mit dem Gerät anfangen wollte, zog das Unternehmen dieses kurzerhand wieder ein.

Nach dem Massaker an der Grundschule in Sandy Hook im US-Bundesstaat Connecticut am 14. Dezember 2012, bei dem 27 Menschen getötet wurden, wird in den USA über eine Verschärfung der Waffengesetze diskutiert. Die Waffenlobby will das unbedingt verhindern. Ein Abgeordneter hat bereits dazu aufgerufen, mit 3D-Druckern hergestellte Magazine zu verbieten. Das 3D-Druck-Portal Thingiverse entfernte wenige Tage nach der Tat 3D-Druckvorlagen für Feuerwaffen aus seiner Datenbank.


MarioWario 13. Feb 2013

eher durch OEM-Dronen (Humanisten wie Warren Buffet freut es nicht aufgrund ihrer...

F4yt 13. Feb 2013

Wahrscheinlich hat er das gerade schon vor, oder wohnt schon da. Zumindest scheint er...

Yash 13. Feb 2013

In der fiktiven Situation mit frei verfügbaren Schusswaffen werden sie dich nicht...

der kleine boss 13. Feb 2013

und du hoffst auch, dass waffenhersteller vor gericht kommen? oder Stihl, wegen ihren...

cry88 12. Feb 2013

1. beide haben überlebt (ein wunder wenn ich mir die rückseite des wagens ansehe) 2. das...

Kommentieren



Anzeige

  1. Fachbereichsleiter Informationstechnologie (m/w)
    Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe mbH (DBE), Peine
  2. (Senior-)Business Partner IS (m/w)
    AstraZeneca GmbH, Wedel bei Hamburg
  3. IT-Systemadministrator (m/w)
    AKDB, Würzburg
  4. Sachgebietsleiter (m/w) Controlling und kaufmännische EDV
    STWB Stadtwerke Bamberg GmbH, Bamberg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Verbraucherzentrale

    Auf Schreiben wegen Rundfunkbeitrag reagieren

  2. Filmstreaming

    Erste Preise für Netflix Deutschland sichtbar

  3. Alone in the Dark

    Atari setzt auf doppelten Horror

  4. LMDE

    Linux Mint wechselt zu Debian Stable neben Ubuntu

  5. Preisvergleich

    Ergebnisse in Preissuchmaschinen nicht zuverlässig

  6. Akoya P2213T

    Medion stellt Windows-Convertible für 400 Euro vor

  7. Hacker

    Lizard Squad offenbar verhaftet

  8. Lennart Poettering

    Systemd und Btrfs statt Linux-Distributionen mit Paketen

  9. Dircrypt

    Ransomware liefert Schlüssel mit

  10. Wegen Computerabstürzen

    Nasa will Speicher eines Marsroboters neu formatieren



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Benq FHD Wireless Kit im Test: Full-HD bequem drahtlos durchs halbe Haus funken
Benq FHD Wireless Kit im Test
Full-HD bequem drahtlos durchs halbe Haus funken
  1. Project Ara Rockchip und Toshiba in Googles modularem Smartphone
  2. Google und Linaro Android-Fork für Modulsmartphone Ara

Alma und E-ELT: Auf den Spuren der Superteleskope
Alma und E-ELT
Auf den Spuren der Superteleskope
  1. Saturn Mit dem Enterprise-Warpcore Planeten erforschen
  2. Urknall Waren die Spuren des Urknalls nur Staubmuster?
  3. Astronomie Auf der Suche nach außerirdischer Luftverschmutzung

Test Infamous First Light: Neonbunter Actionspaß
Test Infamous First Light
Neonbunter Actionspaß
  1. Infamous Erweiterung First Light leuchtet Ende August 2014

    •  / 
    Zum Artikel