Deep Space Industries US-Unternehmen will Bergbau auf Asteroiden betreiben

Deep Space Industries will Metalle und Wasser auf Asteroiden abbauen und diese für die Raumfahrt nutzen. Schon 2015 will das US-Unternehmen erste Erkundungsflüge zu erdnahen Asteroiden durchführen.

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Die Idee klingt eher nach einem Roman von Ray Bradbury oder Frank Schätzing: zu Asteroiden zu fliegen und dort Rohstoffe abzubauen. Und doch ist Deep Space Industries (DSI) bereits das zweite Unternehmen mit diesem Ziel.

DSI will auf erdnahen Asteroiden nach Metallen, aber auch nach Wasser schürfen, das aufgespaltet und so in Treibstoff für Raumfahrzeuge umgewandelt werden soll. Das soll interplanetare Raummissionen, etwa zum Mars, günstiger machen. Mit den Treibstoffen könnten aber auch Kommunikationssatelliten im Orbit betankt werden, was deren Lebensspanne verlängern würde. "Rohstoffe zu nutzen, die im Weltraum abgebaut wurden, ist die einzige Möglichkeit, eine dauerhaft Erschließung des Weltalls bezahlbar zu machen", erklärte DSI-Chef David Gump.

Erkundung ab 2015

Schon in zwei Jahren soll es losgehen: Dann will DSI erste Raumschiffe starten, die die Asteroiden in Erdnähe daraufhin erkunden, ob es sich lohnt, dort Rohstoffe abzubauen. Die Kleinraumschiffe, die die Bezeichnung Firefly tragen, wiegen nur 25 Kilogramm und sollen als Zuladung mit Satelliten ins All geschossen werden.

2016 soll dann ein größeres Raumschiff, Dragonfly, starten. Es wird vielversprechende Asteroiden ansteuern und dort Proben nehmen. Zwischen 27 und 68 Kilogramm Asteroidenmaterial soll Dragonfly auf einem zwei- bis vierjährigen Flug sammeln und dann zur Erde zurückbringen.

Abbau in einem Jahrzehnt

Anfang der 20er Jahre will DSI anfangen, auf Asteroiden "Metalle und andere Baumaterialien zu gewinnen, um große Kommunikationsplattformen zu konstruieren, die die Kommunikationssatelliten ersetzen sollen, und später große Solarkraftwerke, die saubere Energie zur Erde übertragen sollen", erklärt das Unternehmen. Wie die Rohstoffe abgebaut werden sollen, bleibt einstweilen das Geheimnis von DSI.

Einen Teil der Rohstoffe, darunter Platinmetalle, will DSI zur Erde bringen. Aber ein anderer Teil soll gleich im Weltall verarbeitet werden - und zwar per 3D-Druck. DSI hat eine eigene Technik entwickelt, die in Beinahe-Schwerelosigkeit funktionieren soll.

3D-Druck bei Schwerelosigkeit

Das Verfahren mit der Bezeichnung Microgravity Foundry solle es ermöglichen, mit Hilfe eines Lasers stabile Gegenstände aus Metallen aufzubauen, und das bei praktisch vollständig fehlender Schwerkraft, erklärt Stephen Covey. Er hat das Verfahren, für das ein Patent beantragt ist, entwickelt und ist einer der Gründer von DSI.

Das alles klingt sehr nach Science-Fiction. Doch DSI meint das durchaus ernst - Einzelheiten zu seinen Plänen will das Unternehmen am heutigen Dienstagvormittag (Ortszeit) in Santa Monica im US-Bundesstaat Kalifornien bekanntgeben.

Konkurrent Planetary Resources

DSI sind nicht die einzigen Asteroiden-Schürfer: Im April 2012 startete das Unternehmen Planetary Resources, das die gleichen Ziele verfolgt.

An Planetary Resources sind eine Reihe von Prominenten beteiligt: Einer der Gründer ist Peter Diamandis, der Vorsitzende der X-Prize-Foundation. Zu den Investoren zählen etwa Google-Gründer Larry Page sowie Ex-Google-Chef Eric Schmidt, Charles Simonyi, Gründer von Microsoft Research und des Softwareunternehmens Intentional Software, oder Ross Perot Jr., der Sohn des US-Industriellen Ross Perot.


PMedia 24. Jan 2013

Offenbar. Das worauf du dich beziehst wäre das 3. Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts

cicero 23. Jan 2013

Vorsicht! Die Macher von "Total Recall" (starring Arnold Schwarzenegger) haben da schon...

kitingChris 23. Jan 2013

Irgendwie ahne ich was er studiert :P

dabbes 23. Jan 2013

Galactic Mining Corp: www.gmcgame.com ;-)

Endwickler 23. Jan 2013

Und bestimmt steht bei jedem Tintenstrahldrucker die Bemerkung im Handbuch, dass man ihn...

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