Abo
  • Services:
Anzeige
Datensicherheit: Smartphones sollen sicherer werden - zumindest ein bisschen
(Bild: Silent Circle)

Datensicherheit: Smartphones sollen sicherer werden - zumindest ein bisschen

Wie lassen sich mobile Geräte wenn schon nicht sicher, dann zumindest weniger unsicher machen? In Barcelona stellen Silent Circle, Jolla und Qualcomm ihre Ideen vor.

Wer in diesem Jahr über den Mobile World Congress in Barcelona läuft, kommt um das Thema Datensicherheit nicht herum. Zahlreiche Unternehmen versprechen Sicherheit für mobile Endgeräte und den Schutz von persönlichen Daten durch Verschlüsselung. Nach den Enthüllungen von Edward Snowden ist eine ganze Industrie entstanden, die sich um sichere Kommunikation bemüht.

Anzeige

Allein die Nachrichten aus den vergangenen Wochen würden den Schwerpunkt auf Datensicherheit rechtfertigen: Der große Notebookhersteller Lenovo hat seine Geräte mit Adware ausgeliefert, die HTTPS-Verbindungen gefährdet. Der weltweit führende Hersteller von SIM-Karten wurde vielleicht oder vielleicht auch nicht von GCHQ und NSA bestohlen. Und laut einer aktuellen Analyse des amerikanischen IT-Unternehmens FireEye ist jede dritte Android-App im Appstore angreifbar. Mobile Geräte sind also nicht nur verräterische Ortungswanzen, sondern auch auf vielen Ebenen angreifbar. Mittlerweile mehren sich aber Ideen und Ansätze, die Geräte zumindest etwas weniger unsicher zu machen.

"Malware ist eines von zwei großen Problemen, wenn es um die Sicherheit von mobilen Geräten geht. Das zweite sind Apps mit unnötigen Datenlecks", sagt Phil Zimmermann in Barcelona. Der Erfinder des Verschlüsselungsprogramms PGP hat mit seinem Unternehmen Silent Circle vor einigen Wochen das Joint Venture hinter dem Blackphone komplett übernommen. Auf der Messe präsentiert Silent Circle die zweite Generation des Geräts. Mit dem Blackphone Plus soll demnächst noch ein Tablet folgen.

Blackphone hofft auf Geschäftskunden

Das Blackphone 2 hat einen 64-Bit-Achtkern-Prozessor, ein 5,5-Zoll-Display und 3 Gigabyte Arbeitsspeicher. Wie beim Vorgänger steht allerdings die Software im Mittelpunkt: Das auf Android basierende Betriebssystem PrivatOS von Silent Circle soll Verschlüsselung und geschützte Kommunikation ermöglichen, ohne dass die Nutzer sich darum kümmern müssen. Standardmäßig ermöglicht das Betriebssystem verschlüsselte VoIP-Gespräche, den Krypto-Messenger Silent Text und ein verschlüsseltes Adressbuch.

Neu ist, dass sich Silent Circle künftig vor allem um Geschäftskunden bemüht. 75 Prozent der Blackphone-Kunden seien im vergangenen Jahr Geschäftsleute gewesen, heißt es. Firmen, die große Stückzahlen abnehmen, seien deshalb eine wichtige Zielgruppe für Silent Circle. Als neues Merkmal bietet PrivatOS deshalb die Trennung mehrerer Profile, die sogenannten Spaces. Damit ist es beispielsweise möglich, ein komplett privates Profil auf dem Blackphone zu betreiben und zusätzlich eines, das von einem IT-Administrator der Firma verwaltet wird. Neu ist die Idee nicht, Blackberry-Nutzer zum Beispiel kennen das Prinzip schon länger.

Haben die Macher des Blackphones es also aufgegeben, ein sicheres Handy für die Massen entwickeln zu wollen? Phil Zimmermann verneint: "Ereignisse wie der Sony-Hack haben sicherlich vor allem die Sinne von Unternehmen geschärft. Aber die Tools, um sich zu schützen, sind die gleichen für Privat- und Geschäftsleute." Er gibt allerdings zu, dass man als Privatperson kein Blackphone haben müsse, bloß um sicher chatten zu können. Dazu reiche ein entsprechender Messenger. Wer sich allerdings näher mit IT-Sicherheit und Abhörmethoden beschäftige, erkenne schnell, dass einzelne vermeintlich sichere Apps nicht ausreichten.

Samsung forciert Knox

Das haben auch andere Anbieter erkannt. Auf dem MWC präsentieren zahlreiche große und kleine Hersteller vermeintlich sichere Softwarelösungen. Zum Beispiel Samsung: Dessen Sicherheitslösung Knox wurde bereits vor zwei Jahren mit dem Galaxy S4 vorgestellt. Damals wurde Knox noch als eine quasigemeinsame Entwicklung mit dem US-Geheimdienst NSA angepriesen, der das System inzwischen für seine Mitarbeiter zertifiziert hat. Heute taugt das eher nicht mehr als Werbeslogan.

Knox ermöglicht ebenfalls, auf einem Gerät mehrere Profile einzurichten, die unabhängig voneinander im Dateisystem abgespeichert sind. Samsung nennt sie Container. Ein - insbesondere unbemerkter - Datenaustausch zwischen zwei Containern ist nicht möglich. Im November gab Samsung bekannt, für Knox künftig auf die Verschlüsselungstechnik von Blackberry zurückzugreifen. Mit dem Galaxy S6, in dem Knox integriert ist, soll die Technik noch einmal forciert werden.

Jolla entwickelt sicheres Sailfish 

eye home zur Startseite
Anonymer Nutzer 05. Mär 2015

Und deshalb ist das Problem jetzt nicht mehr da? Mobiltelefone sind heutzutage zu...

ChevalAlazan 04. Mär 2015

Also lesen ist nicht dein Fall, oder? Zwischen "tun was Politiker fordern" und...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. TenneT TSO GmbH, Lehrte
  2. über BOYDEN global executive search, Norddeutschland
  3. Daimler AG, Esslingen-Mettingen
  4. Daimler AG, Sindelfingen


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-60%) 19,99€
  2. 5,99€
  3. 14,99€

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Mit digitalen Workflows Geschäftsprozesse agiler machen
  2. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing
  3. Potenzialanalyse für eine effiziente DMS- und ECM-Strategie


  1. taz

    Strafbefehl in der Keylogger-Affäre

  2. Respawn Entertainment

    Live Fire soll in Titanfall 2 zünden

  3. Bootcode

    Freie Firmware für Raspberry Pi startet Linux-Kernel

  4. Brandgefahr

    Akku mit eingebautem Feuerlöscher

  5. Javascript und Node.js

    NPM ist weltweit größtes Paketarchiv

  6. Verdacht der Bestechung

    Staatsanwalt beantragt Haftbefehl gegen Samsung-Chef

  7. Nintendo Switch im Hands on

    Die Rückkehr der Fuchtel-Ritter

  8. Raspberry Pi

    Compute Module 3 ist verfügbar

  9. Microsoft

    Hyper-V bekommt Schnellassistenten und Speicherfragmente

  10. Airbus-Chef

    Fliegen ohne Piloten rückt näher



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Intel Core i7-7700K im Test: Kaby Lake = Skylake + HEVC + Overclocking
Intel Core i7-7700K im Test
Kaby Lake = Skylake + HEVC + Overclocking
  1. Kaby Lake Intel macht den Pentium dank HT fast zum Core i3
  2. Kaby Lake Refresh Intel plant weitere 14-nm-CPU-Generation
  3. Intel Kaby Lake Vor der Vorstellung schon im Handel

GPD Win im Test: Crysis in der Hosentasche
GPD Win im Test
Crysis in der Hosentasche
  1. Essential Android-Erfinder Rubin will neues Smartphone entwickeln
  2. Google Maps Google integriert Uber in Karten-App
  3. Tastaturhülle Canopy hält Magic Keyboard und iPad zum Arbeiten zusammen

Wonder Workshop Dash im Test: Ein Roboter riskiert eine kesse Lippe
Wonder Workshop Dash im Test
Ein Roboter riskiert eine kesse Lippe
  1. Supermarkt-Automatisierung Einkaufskorb rechnet ab und packt ein
  2. Robot Operating System Was Bratwurst-Bot und autonome Autos gemeinsam haben
  3. Roboterarm Dobot M1 - der Industrieroboter für daheim

  1. Re: Ich glaube das grundliegende Problem von...

    blaub4r | 18:16

  2. Re: Selbst Landungen

    Amalie Ohrenhart | 18:13

  3. Witziges Bild :-)

    /mecki78 | 18:13

  4. Re: NPM zeigt auf, wie schlecht die StdLib von JS...

    lestard | 18:11

  5. Re: ob das klappt?

    BLi8819 | 18:10


  1. 18:02

  2. 17:38

  3. 17:13

  4. 14:17

  5. 13:21

  6. 12:30

  7. 12:08

  8. 12:01


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel