Keine Cloud am Himmel
Keine Cloud am Himmel (Bild: Doug Pensinger/Getty Images)

Datensicherheit Ohne Wolken kein Cloud Computing

Bei Sonnenschein und steigenden Temperaturen sind die Daten in der Cloud akut gefährdet. Moderne Cloud-Zentren werden deswegen in Regionen verlegt, die übermäßig schlechtes Wetter und wenig Tageslicht haben.

Anzeige

Egal ob iCloud, Office 366 oder die Bundescloud, es gilt: ohne Wolken kein Cloud-Computing. Dort wo der Himmel sich azurblau präsentiert und die Temperaturen steigen, sind Cloud-Daten akut gefährdet. Cloud-Anbieter reagieren bereits und verlegen ihre Aktivitäten in kühle und bewölkte Regionen. Länder wie Island könnten wegen ihres Klimas in Zukunft zu IT-Zentren aufsteigen. Städte und Gemeinden mit notorisch schlechtem Wetter, etwa Paderborn oder das oft wolkenverhangene London könnten, ebenfalls davon profitieren.

  • Besonders bei Vulkanausbrüchen sind Cloud-Daten in Island sicher. (Bild: STR/AFP/Getty Images)
  • London eignet sich wegen des überwiegend schlechten Wetters gut für Cloud-Zentren. (Bild: Adrian Dennis/AFP/Getty Images)
  • Facebook stellt sein geplantes Cloud-Zentrum in Luleå in Schweden vor. (Bild: Susanne Lindholm/AFP/Getty Images)
  • Zu wenig Wolken gefährden Daten in Cloud-Zentren. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Das regnerische Paderborn könnte ein Zentrum für Cloud-Computing werden. (Bild: seelensturm/CC BY 2.0)
  • Die subantarktischen Inseln eignen sich besonders gut für Cloud-Zentren. (Bild: Martin Bureau/AFP/Getty Images)
Zu wenig Wolken gefährden Daten in Cloud-Zentren. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Für jeweils ein halbes Jahr pro Halbkugel tun sich Anbieter also ziemlich schwer, Cloud-Daten sicher zu speichern. In Ländern mit vorhersehbarer Regenzeit sind die Probleme bei weitem nicht so akut, denn dann lassen sich in den sonnigen Monaten die Daten ohne weiteres rechtzeitig in wolkenreiche Gebiete auslagern.

Schlechte Wettervorhersagen gefährden Datensicherheit

In Ländern nördlich des Wendekreises müssen Cloud-Anbieter bei wolkenlosem Himmel gegenwärtig spontan reagieren und Daten kurzfristig an einen sicheren Ort verschieben. Vorhersagen über mehr als eine Woche hinaus können nicht zuverlässig gemacht werden.

Auf der Südhalbkugel sind die Wetterkapriolen aufgrund des globalen Klimawandels aus Sicht der Cloud-Betreiber ein Segen. Deshalb verlagern zahlreiche Betreiber ihre Clouds gerade in diese Regionen. Optimale Bedingungen für Cloud-Computing herrschen auf den subantarktischen Inseln. Praktischerweise können dabei auch Antarktis-Stützpunkte mit Fernwärme beliefert werden, die übrigens gleich neben den Glasfaserkabeln dorthin verlegt wurde. Denn Polarforscher brauchen nicht nur übermäßig Wärme, sondern vor allem einen schnellen Zugang zu sozialen Netzen.

Cloud-Zentren in subarktischen Ländern

Facebook und Google haben bereits auf das Wetterproblem beim Cloud Computing reagiert und setzen um, was andere nur als mögliche Pläne in der Schublade haben. Ihre Cloud-Zentren liegen in fast arktischen Regionen. Facebook hat sich beispielsweise in Luleå in Schweden festgesetzt und Google im finnischen Hamina. Datensichernde Wolken sind dort ebenso reichlich vorhanden wie Schnee zum Kühlen. Grönland und Island haben bereits Pläne vorgelegt, mit denen sie Cloud-Anbieter anlocken wollen.

Auch die Bundesregierung hat bereits auf das Cloud-Problem reagiert. An einer Infrastruktur, die für Daten sichere, also wolkenreiche Rechenzentren ermittelt und sie dorthin zeitnah verschiebt, wird unter dem Vorwand des Umweltschutzes bereits gearbeitet.

Wie schwer sich Cloud-Anbieter bei strahlendem Sonnenschein tun, zeigte sich bereits auf der Cebit in Hannover: Cloud Computing kam erst auf der Cebit 2012 in die Gänge, denn 2010 gab es nur an einem Tag ausreichend Wolken über Hannover. 2011 gab es immerhin doppelt so viele wolkige Tage, teils sogar mit Schneefall. Aber erst an den überwiegend bewölkten Messetagen 2012 konnten die Cloud-Anbieter ihr volles Potenzial zeigen.


win.ini 02. Apr 2012

Hab diesen Artikel voll übersehen, hat mich einfach nicht angesprochen, dabei habe ich...

s.maier75 02. Apr 2012

Über diese Temperatur-Problematik hatte ich noch gar nicht nachgedacht. Ich denke die...

Maxiklin 02. Apr 2012

Genial und gar nicht mal so weit hergeholt :D Aber ich bezweifel, daß sowas der FDP...

Maxiklin 02. Apr 2012

Ganz nette Idee, aber doch arg zu offensichtlich, da hättet ihr euch schon bissl mehr...

Anonymer Nutzer 02. Apr 2012

oder möchte wirklich irgendwer einen solchen Krieg überleben? Andere alte Bunker und...

Kommentieren



Anzeige

  1. System- / Netzwerkadministrator (m/w)
    m-result Market Research & Management Consulting GmbH, Mainz
  2. IT-Anforderungs- und Projektmanager (m/w)
    Stadtwerke München GmbH, München
  3. Fachinformatiker Systemintegration (m/w)
    Joh. Stiegelmeyer GmbH & Co. KG, Herford
  4. Softwareentwickler / Software Developer (m/w) .NET
    Omniga GmbH & Co. KG, Regensburg

 

Detailsuche


Hardware-Angebote
  1. Xbox One Wired Controller für Windows
    43,99€
  2. Seagate 8-TB-Festplatte vorbestellbar
    264,00€
  3. Samsung Galaxy S6 und S6 Edge im Preisvergleich
    ab 699,00€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Deutsche Telekom

    All-IP-Anschlüsse sind auch ohne DSL möglich

  2. Internetversorgung in Zügen

    Empfangsqualität des Bahn-WLAN ist geheim

  3. Zweites Hearthstone-Adventure

    Der Preis ist heiß - nicht!

  4. Freifunker

    "WLAN-Gesetzentwurf bewirkt Gegenteil von öffentlichem WLAN"

  5. Wiko

    Neue LTE-Smartphones sollen um die 300 Euro kosten

  6. Near Field Magnetic Induction Hands on

    Drahtlos-Ohrhörer noch drahtloser

  7. LG

    Neue Android-Smartphones kosten ab 100 Euro

  8. Browserhersteller

    Firefox und Chrome erzwingen HTTP/2-Verschlüsselung

  9. Powerspy

    Stalking über den Akkuverbrauch

  10. LTE + Super Vectoring

    Hybridrouter der Telekom soll künftig 550 MBit/s bringen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



OxygenOS von Oneplus: "Wir wollen keine Funktionen entwickeln, die nerven"
OxygenOS von Oneplus
"Wir wollen keine Funktionen entwickeln, die nerven"
  1. Oneplus One-Smartphone bekommt Lollipop erst im März
  2. Alternatives ROM Paranoid Android schließt sich Oneplus an
  3. OxygenOS Oneplus greift auf Paranoid-Android-Entwickler zurück

MIPS Creator CI20 angetestet: Die Platine zum Pausemachen
MIPS Creator CI20 angetestet
Die Platine zum Pausemachen
  1. Raspberry Pi 2 Fotografieren nur ohne Blitz
  2. Raspberry Pi 2 ausprobiert Schnell rechnen, langsam speichern
  3. Internet der Dinge Windows 10 läuft kostenlos auf dem Raspberry Pi 2

Raspberry Pi 2: Die Feierabend-Maschine
Raspberry Pi 2
Die Feierabend-Maschine
  1. Bastelrechner Das Raspberry Pi 2 hat viermal mehr Wumms
  2. Dual-Monitor-Betrieb VGA-Anschluss für Plus-Modelle des Raspberry Pi
  3. Bitscope Micro im Test Oszilloskop und Logic Analyzer für den Bastelrechner

  1. Re: Nur ob man der Telekom glauben kann, das das...

    sneaker | 01:03

  2. Re: Und wenn man kein ausreichend schnelles DSL...

    sneaker | 00:59

  3. Re: Warum überhaupt WLAN

    swaddeldie | 00:57

  4. DIASPORA* nur für Nerds? So ein Quatsch!

    herzmeister | 00:51

  5. Re: Frage an Spieler

    nixidee | 00:49


  1. 19:50

  2. 18:41

  3. 18:34

  4. 17:16

  5. 16:45

  6. 16:19

  7. 15:11

  8. 15:09


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel