Johannes Caspar
Johannes Caspar (Bild: Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit)

Datenschutzbestimmungen EU-Datenschützer knöpfen sich Google vor

Die europäischen Datenschutzbeauftragten wollen sich genauer ansehen, wie Google mit Nutzerdaten umgeht. Sie haben dazu eine Task Force gegründet, der auch Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar angehört.

Anzeige

Da Google auf die Bedenken der europäischen Datenschützer nicht ausreichend eingegangen ist, wollen diese Googles Umgang mit Nutzerdaten nun genauer prüfen. Die Datenschutzbehörden in Frankreich, Italien, den Niederlanden, Spanien, Großbritannien und Deutschland bilden dazu eine Task-Force. Deutschland ist mit dem Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar vertreten.

Caspar kündigte seinerseits eine Kontrolle von Googles Verarbeitungspraxis der Nutzerdaten an. Den Hintergrund bilden die neuen Datenschutzbestimmungen Googles, die Google trotz erheblicher Bedenken der europäische Datenschützer im März 2012 durch Google in Kraft gesetzt hat. Google lässt sich darin das Recht einräumen, die Daten, die von jedem einzelnen Nutzer in den zahlreichen Diensten Googles anfallen, umfassend und dienstübergreifend auszuwerten, ohne die Verarbeitungszwecke klar und für den Nutzer transparent zu benennen. Google werde so eine umfassende Auswertung von Nutzerdaten ermöglicht, die in erheblicher Weise zu einer Profilbildung Betroffener beitragen könne, so Caspar. Für Nutzer sei nicht erkennbar, welchen Umfang und Inhalt seine Einwilligung für die Verarbeitung seiner Daten hat.

"Detaillierte Analysen, die die französische Datenschutzbehörde CNIL im Auftrag der Artikel-29-Datenschutzgruppe in den letzten Monaten erstellt hat, lassen durchaus Zweifel erkennen, ob nach der Änderung der Privatsphäre-Bestimmungen die Verarbeitung von Nutzerdaten durch Google auf einer zulässigen Grundlage erfolgt. Die Mitglieder der EU-Task-Force werden dies nun nach Maßgabe der verschiedenen nationalen Rechtsvorschriften untersuchen. Sollten sich die datenschutzrechtlichen Bedenken bestätigen, können entsprechende aufsichtsbehördliche Maßnahmen in den einzelnen Mitgliedstaaten ergriffen werden", so Caspar.


nmSteven 03. Apr 2013

Google sammelt die Daten was sucht der Nutzer, ist er männlich oder weiblich (evtl. &#367...

Elgareth 03. Apr 2013

Habs mal gegoogelt, so schlimm sind die da garnicht... ;-)

Kommentieren



Anzeige

  1. Software Entwickler Energie PHP / MySQL (m/w)
    CHECK24 Services GmbH, München
  2. Business Analyst (m/w) für Online Communication Systems
    HAMBURG SÜD Schifffahrtsgruppe, Hamburg
  3. Experte/-in IT Security / Network / Infrastructure
    ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen
  4. Softwareentwickler/-in
    Robert Bosch GmbH, Abstatt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Streaming-Dienst

    Netflix-App für Amazons Fire TV ist da

  2. Pilot tot

    Spaceship Two stürzt in der Mojave-Wüste ab

  3. Bewegungsprofile

    Dobrindt wegen "Verkehrs-Vorratsdatenspeicherung" kritisiert

  4. Anonymisierung

    Facebook ist im Tor-Netzwerk erreichbar

  5. Spielekonsole

    Neuer 20-nm-Chip für sparsamere Xbox One ist fertig

  6. Günther Oettinger

    EU-Digitalkommissar will Urheberrechtssteuer für alle

  7. Ruhemodus

    Noch ein Bug in Firmware 2.0 der Playstation 4

  8. VDSL2-Nachfolgestandard

    Telekom-Konkurrenten starten G.fast-Praxistest

  9. Ego-Shooter

    Bethesda hat Prey 2 eingestellt

  10. Keine Bußgelder

    Sicherheitslücken bleiben ohne Strafen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Moore's Law: Totgesagte schrumpfen länger
Moore's Law
Totgesagte schrumpfen länger

OS X Yosemite im Test: Continuity macht den Mac zum iPhone-Helfer
OS X Yosemite im Test
Continuity macht den Mac zum iPhone-Helfer
  1. OS X 10.10 Yosemite ist da
  2. Betriebssystem Apple bringt dritte öffentliche Beta von OS X 10.10
  3. Apple OS X Yosemite - die zweite öffentliche Beta ist da

Samsung Galaxy Note 4 im Test: Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
Samsung Galaxy Note 4 im Test
Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
  1. Galaxy Note 4 4,5 Millionen verkaufte Geräte in einem Monat
  2. Samsung Galaxy Note 4 wird teurer und kommt früher
  3. Gapgate Spalt im Samsung Galaxy Note 4 ist gewollt

    •  / 
    Zum Artikel