Abo
  • Services:
Anzeige
Szene aus dem Promovideo der Verschlüsselungssoftware Qabel
Szene aus dem Promovideo der Verschlüsselungssoftware Qabel (Bild: Screenshot/Zeit Online)

Datenschutz: Ein Qabel-Anschluss für Verschlüsselung

Eine Verschlüsselungsplattform, quelloffen und gratis, soll Qabel werden. Sicheres Verschicken von E-Mails, Teilen von Fotos und Chatten geht aber nur, wenn viele mitmachen.

Anzeige

"Bitte vertrauen Sie uns nicht." Diese Worte sind auf der Website von Qabel nicht zu übersehen. Sie sind ungewöhnlich, denn bei Qabel handelt es sich um eine Softwareplattform, die vor allem eines sein möchte: sicher.

Die Firma Praemandatum aus Hannover, die am Mittwoch eine Alphaversion für Entwickler vorstellte, nennt die Software ein "schlüsselfertiges Ökosystem mit echtem Datenschutz". Qabel soll die Verschlüsselung von Daten salonfähig machen und somit Schutz vor den Einblicken von Geheimdiensten und Internetprovidern bieten. Vertrauen sollen die Nutzer nicht dem Unternehmen, sondern der Community: Qabel ist quelloffen, nutzt bekannte Sicherheitsstandards und soll mithilfe seiner Nutzer wachsen.

Ist Qabel auf einem Gerät installiert und mit dem persönlichen Account des jeweiligen Nutzers eingerichtet, verschlüsselt die Software sämtliche Daten, die aus der Software heraus ins Netz verschickt werden. Die erste Entwicklerversion enthält bis dato eine Adressbuch-, Chat- und Filesharing-Funktion. Als nächstes geplant sind ein E-Mail-Programm und ein Kalender. Für die nicht kommerzielle Nutzung wird Qabel kostenlos sein, für zusätzliche Funktionen, wie das Hosting auf dem eigenen Server, fallen allerdings Kosten an.

Das Mitlesen von Daten auf dem Transportweg wird unterbunden

Im Gegensatz zu Angeboten wie der De-Mail, dem nur mutmaßlich sicheren E-Mail-Dienst der Bundesregierung, wird es weder für die Qabel-Anbieter noch die Internetprovider eine Möglichkeit geben, die Daten auf dem Transportweg mitzulesen. Denn Qabel nutzt eine vollständige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Alle Daten werden auf dem Rechner des Senders verschlüsselt und können erst vom Empfänger wieder entschlüsselt werden.

Deshalb bringe auch die Abhörschnittstelle nichts, die alle deutschen Telekommunikationsanbieter qua Gesetz in ihre Dienste integrieren müssten, sagt Qabel-Geschäftsführer Peter Leppelt. Der Dienst bietet sie deshalb gleich öffentlich auf der Website an. Behörden können die durchlaufenden Daten dort - wie vom Gesetzgeber verlangt - jederzeit abfangen. Da sie aber ohnehin verschlüsselt sind, können sie nicht mitgelesen werden.

Quelloffen, aber kein Open Source

Wie auch das ebenfalls aus Deutschland stammende Projekt Trustner möchte Qabel den Einstieg in den sicheren Datenverkehr erleichtern. Bis jetzt scheitern viele etablierte Verschlüsselungstechniken wie etwa PGP an der Umsetzung: Programme und zusätzliche Passwörter müssen zunächst eingerichtet werden, und die jeweilige Software gibt es oft nicht für jedes Gerät.

Als Komplettpaket soll Qabel eines Tages die beliebtesten Online-Aktivitäten bündeln. Einmal eingerichtet, übernimmt das Programm im Hintergrund die Verschlüsselung, sodass die Nutzer im besten Fall nichts mehr davon mitbekommen. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt Google mit seinen jüngsten Plänen in Sachen E-Mail-Verschlüsselung.

In der Praxis liegt es an den Drittentwicklern, diese Dienste für die Qabel-Plattform zu entwickeln. Das ist ausdrücklich erwünscht, auch wenn die Lizenz, unter der die Software steht, für Irritation sorgt. Auf der Website geben die Entwickler an, dass Qabel der Tradition von Open Source folge.

Tatsächlich aber steht die Software unter der modifizierten Qabel-Lizenz (QaPL): Der Code ist zwar einsehbar und kann überprüft und modifiziert werden, allerdings nur für nicht kommerzielle Anwendungen und nur, wenn es sich dabei nicht um Geheim- und Militärdienste handelt. Durch diese Einschränkungen ist Qabel streng genommen weder freie Software noch Open Source. Nach vielen Diskussionen habe man sich für diese Lizenz entschieden, schreibt eine Sprecherin in den Kommentaren von netzpolitik.org.

Je mehr Leute es nutzen, desto besser funktioniert's 

eye home zur Startseite
wumpazz 24. Jun 2014

...soll lt. Qabel unterstützt werden.

Sander Cohen 18. Jun 2014

Mehr als diese stumpfe Aussage vom Qabel Deutschland Team gibt es dazu ja auch nicht :P

Schnarchnase 13. Jun 2014

3 Beiträge von dir mit Null Aussagekraft. Willst du eigentlich mit anderen kommunizieren...

Katsuragi 13. Jun 2014

Auf iOS kann man z.B. nicht direkt in den Netzwerkverkehr eingreifen - was ja eigentlich...

minastaros 13. Jun 2014

ich vermute, es ist nur die letzte Tätigkeit gemeint, nämlich das Modifizieren. Es sind...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Schneidereit GmbH, Solingen
  2. Hemmersbach GmbH & Co. KG, Nürnberg
  3. Unitool GmbH & Co. EDV-KG, Oyten
  4. Daimler AG, Affalterbach


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. und Civilization VI gratis erhalten

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Wichtige Anwendungen von automatisierter Inventarisierung
  2. Mit digitalen Workflows Geschäftsprozesse agiler machen
  3. Mehr dazu im aktuellen Whitepaper von IBM


  1. Hololens

    Microsoft holoportiert Leute aus dem Auto ins Büro

  2. Star Wars

    Todesstern kostet 6,25 Quadrilliarden britische Pfund am Tag

  3. NSA-Ausschuss

    Wikileaks könnte Bundestagsquelle enttarnt haben

  4. Transparenzverordnung

    Angaben-Wirrwarr statt einer ehrlichen Datenratenangabe

  5. Urteil zu Sofortüberweisung

    OLG empfiehlt Verbrauchern Einkauf im Ladengeschäft

  6. Hearthstone

    Blizzard schickt Spieler in die Straßen von Gadgetzan

  7. Jolla

    Sailfish OS in Russland als Referenzmodell für andere Länder

  8. Router-Schwachstellen

    100.000 Kunden in Großbritannien von Störungen betroffen

  9. Rule 41

    Das FBI darf jetzt weltweit hacken

  10. Breath of the Wild

    Spekulationen über spielbare Zelda



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Udacity: Selbstfahrendes Auto selbst programmieren
Udacity
Selbstfahrendes Auto selbst programmieren
  1. Strategiepapier EU fordert europaweite Standards für vernetzte Autos
  2. Autonomes Fahren Comma One veröffentlicht Baupläne für Geohot-Nachrüstsatz
  3. Autonomes Fahren Intel baut Prozessoren für Delphi und Mobileye

Quake (1996): Urknall für Mouselook, Mods und moderne 3D-Grafik
Quake (1996)
Urknall für Mouselook, Mods und moderne 3D-Grafik
  1. Künstliche Intelligenz Doom geht in Deckung

Oneplus 3T im Test: Schneller, ausdauernder und immer noch günstig
Oneplus 3T im Test
Schneller, ausdauernder und immer noch günstig
  1. Smartphone Oneplus 3T mit 128 GByte wird nicht zu Weihnachten geliefert
  2. Android-Smartphone Oneplus Three wird nach fünf Monaten eingestellt
  3. Oneplus 3T Oneplus bringt Three mit besserem Akku und SoC

  1. Re: hä? gericht wieder einmal weltfremd?

    Moe479 | 07:46

  2. Fehlerfortpflanzung

    nobs | 07:39

  3. Re: 1-2¤ pro Jahr / pro Monat / einmalig?

    Technik Schaf | 07:14

  4. Re: Was wurde warum geändert?

    Technik Schaf | 07:10

  5. Re: Wikileaks ist nicht mehr im Kreis der Freunde

    Technik Schaf | 07:04


  1. 18:27

  2. 18:01

  3. 17:46

  4. 17:19

  5. 16:37

  6. 16:03

  7. 15:34

  8. 15:08


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel