Data Center Alley Hurrikan Sandy bedroht die Serverparks

Der Sturm zieht durch eine Region der USA, die Data Center Alley genannt wird, weil dort so viele Serverparks stehen. Betroffen sind Firmen wie Amazon und Rackspace.

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Meteorologen fürchten eine Sturmflut mit Hagel und Hochwasser an der Ostküste der USA. So eine Naturkatastrophe hätte nicht nur Auswirkungen auf die Kohlenstoff-Welt. Auch die internationalen Datenströme können vom Hurrikan Sandy betroffen sein. Vor allem, wenn der Sturm durch eine Region zieht, in der diverse Serverparks stehen.

Zum Beispiel die von Amazon. Der Händler verkauft nicht nur Waren, sondern auch den Speicherplatz seiner Server. Schätzungsweise ein Prozent des gesamten Internets werde inzwischen in den Cloud-Diensten Amazons gehostet, schreibt das IT-Blog Mashable. Die Datenzentren des Konzerns befinden sich in Kalifornien, Oregon und in Northern Virginia. Letztere Region nahe Washington D.C. liegt in der angenommenen Route des Sturms.

"Wir beobachten Hurrikan Sandy und treffen alle möglichen Vorbereitungen (Diesel für Stromgeneratoren, Essen/Wasser, Taschenlampen, Radios, zusätzliche Mitarbeiter) in unserer Ost-Region", heißt es auf dem Status-Blog von Amazon, wo angegeben ist, welche Datendienste laufen und welche gerade Probleme haben. Im Übrigen habe man viel Erfahrung mit großen Stürmen und halte sich an lange erprobte Notfallpläne.

Rackspace geht nicht von Problemen aus

Im Juni erst waren Server von Amazon im Staat Virginia von einem Sturm betroffen. Der war wesentlich kleiner als Sandy, ließ aber Bäume auf Stromleitungen stürzen, woraufhin ein Zentrum des Konzerns Probleme bekam. In der Folge waren Dienste wie Netflix, Pinterest und Instagram zeitweise nicht erreichbar.

In Northern Virginia hat auch ein weiterer großer Anbieter von Datendiensten seinen Sitz, Rackspace. Zwei der acht Datenzentren des Unternehmens liegen im Hurrikangebiet westlich von Washington. Rackspace hat eine Mitteilung veröffentlicht, die über die Vorbereitungen auf Sandy informiert. Demnach befinden sich die beiden Hallen in einer Region, die nicht von Überschwemmungen bedroht ist. Außerdem seien die Dieseltanks der Generatoren voll, und diese könnten damit 60 Stunden lang Strom liefern. Man gehe davon aus, dass keine Dienste unterbrochen werden müssen.

Data Center Alley

Die Region um Ashburn in Virginia wird auch Data Center Alley genannt, weil so viele Unternehmen dort Serverparks betreiben. Denn die Energiekosten in dem County sind erheblich niedriger als in anderen Regionen der USA. Die Hälfte des gesamten Netzverkehrs Nordamerikas soll über die Region abgewickelt werden.

Aufgrund der verteilten Struktur des Netzes wird es bestimmt nicht völlig ausfallen. Mit Ausfällen einiger Dienste ist in den kommenden Tagen aber zu rechnen. Und das sogar, wenn die Datenzentren nicht direkt getroffen werden. Stromausfälle genügen dazu schon, wenn sie nur lange genug dauern. Wobei die Unternehmen auch dagegen Vorsorge treffen.

Üblicherweise bunkern große Datenzentren so viel Diesel, dass sie ihre Notstromaggregate drei Tage lang betreiben können. Anschließend muss neuer Treibstoff geliefert werden. Somit ist auch ein theoretisch unbegrenzter Betrieb aus eigener Kraft möglich - zumindest solange die Straßen frei sind.

Eine direkte Auswirkung hatte der Sturm aber bereits. Google wollte am Montag in New York neue Geräte vorstellen, darunter ein Zehn-Zoll-Tablet und das nächste Smartphone der Nexus-Reihe. Der Termin musste abgesagt werden, der Veranstaltungsort liegt direkt am Hafen, einem Bereich, der evakuiert wurde.


niw8 07. Nov 2012

Kwt

Hu5eL 06. Nov 2012

auf das Verhältnis kommt es an... Die Erde ist auch nicht klein ... im Vergleich zur...

Hotohori 30. Okt 2012

Aua, was für Mengen. ^^

hirnzilla 30. Okt 2012

Zuerst werden Festplatten teurer, weil die Thais nicht unter Wasser arbeiten können...

macray 30. Okt 2012

Was nutzt es denn, wenn das Datencenter nicht im überflutungsgefährdeten Gegenden steht...

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