Abo
  • Services:
Anzeige
Der Hurrikan Sandy am 29. Oktober vor Maryland und Virginia
Der Hurrikan Sandy am 29. Oktober vor Maryland und Virginia (Bild: Reuters/Handout)

Data Center Alley: Hurrikan Sandy bedroht die Serverparks

Der Hurrikan Sandy am 29. Oktober vor Maryland und Virginia
Der Hurrikan Sandy am 29. Oktober vor Maryland und Virginia (Bild: Reuters/Handout)

Der Sturm zieht durch eine Region der USA, die Data Center Alley genannt wird, weil dort so viele Serverparks stehen. Betroffen sind Firmen wie Amazon und Rackspace.

Meteorologen fürchten eine Sturmflut mit Hagel und Hochwasser an der Ostküste der USA. So eine Naturkatastrophe hätte nicht nur Auswirkungen auf die Kohlenstoff-Welt. Auch die internationalen Datenströme können vom Hurrikan Sandy betroffen sein. Vor allem, wenn der Sturm durch eine Region zieht, in der diverse Serverparks stehen.

Anzeige

Zum Beispiel die von Amazon. Der Händler verkauft nicht nur Waren, sondern auch den Speicherplatz seiner Server. Schätzungsweise ein Prozent des gesamten Internets werde inzwischen in den Cloud-Diensten Amazons gehostet, schreibt das IT-Blog Mashable. Die Datenzentren des Konzerns befinden sich in Kalifornien, Oregon und in Northern Virginia. Letztere Region nahe Washington D.C. liegt in der angenommenen Route des Sturms.

"Wir beobachten Hurrikan Sandy und treffen alle möglichen Vorbereitungen (Diesel für Stromgeneratoren, Essen/Wasser, Taschenlampen, Radios, zusätzliche Mitarbeiter) in unserer Ost-Region", heißt es auf dem Status-Blog von Amazon, wo angegeben ist, welche Datendienste laufen und welche gerade Probleme haben. Im Übrigen habe man viel Erfahrung mit großen Stürmen und halte sich an lange erprobte Notfallpläne.

Rackspace geht nicht von Problemen aus

Im Juni erst waren Server von Amazon im Staat Virginia von einem Sturm betroffen. Der war wesentlich kleiner als Sandy, ließ aber Bäume auf Stromleitungen stürzen, woraufhin ein Zentrum des Konzerns Probleme bekam. In der Folge waren Dienste wie Netflix, Pinterest und Instagram zeitweise nicht erreichbar.

In Northern Virginia hat auch ein weiterer großer Anbieter von Datendiensten seinen Sitz, Rackspace. Zwei der acht Datenzentren des Unternehmens liegen im Hurrikangebiet westlich von Washington. Rackspace hat eine Mitteilung veröffentlicht, die über die Vorbereitungen auf Sandy informiert. Demnach befinden sich die beiden Hallen in einer Region, die nicht von Überschwemmungen bedroht ist. Außerdem seien die Dieseltanks der Generatoren voll, und diese könnten damit 60 Stunden lang Strom liefern. Man gehe davon aus, dass keine Dienste unterbrochen werden müssen.

Data Center Alley

Die Region um Ashburn in Virginia wird auch Data Center Alley genannt, weil so viele Unternehmen dort Serverparks betreiben. Denn die Energiekosten in dem County sind erheblich niedriger als in anderen Regionen der USA. Die Hälfte des gesamten Netzverkehrs Nordamerikas soll über die Region abgewickelt werden.

Aufgrund der verteilten Struktur des Netzes wird es bestimmt nicht völlig ausfallen. Mit Ausfällen einiger Dienste ist in den kommenden Tagen aber zu rechnen. Und das sogar, wenn die Datenzentren nicht direkt getroffen werden. Stromausfälle genügen dazu schon, wenn sie nur lange genug dauern. Wobei die Unternehmen auch dagegen Vorsorge treffen.

Üblicherweise bunkern große Datenzentren so viel Diesel, dass sie ihre Notstromaggregate drei Tage lang betreiben können. Anschließend muss neuer Treibstoff geliefert werden. Somit ist auch ein theoretisch unbegrenzter Betrieb aus eigener Kraft möglich - zumindest solange die Straßen frei sind.

Eine direkte Auswirkung hatte der Sturm aber bereits. Google wollte am Montag in New York neue Geräte vorstellen, darunter ein Zehn-Zoll-Tablet und das nächste Smartphone der Nexus-Reihe. Der Termin musste abgesagt werden, der Veranstaltungsort liegt direkt am Hafen, einem Bereich, der evakuiert wurde.


eye home zur Startseite
niw8 07. Nov 2012

Kwt

Hu5eL 06. Nov 2012

auf das Verhältnis kommt es an... Die Erde ist auch nicht klein ... im Vergleich zur...

Hotohori 30. Okt 2012

Aua, was für Mengen. ^^

hirnzilla 30. Okt 2012

Zuerst werden Festplatten teurer, weil die Thais nicht unter Wasser arbeiten können...

macray 30. Okt 2012

Was nutzt es denn, wenn das Datencenter nicht im überflutungsgefährdeten Gegenden steht...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. FRITZ & MACZIOL group, deutschlandweit
  2. T-Systems International GmbH, Münster
  3. GIGATRONIK München GmbH, München
  4. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt, Berlin


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. (u. a. Asus GTX 1070 Strix, MSI GTX 1070 Gaming X 8G, Inno3D GTX 1070 iChill)
  3. ab 229,00€

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Kriterien, Vorteile und Kosten/Nutzen von Cloud Services
  2. Tipps für IT-Engagement in Fernost
  3. Hosting-Modell für flexible On Demand-Services


  1. Maru

    Quellcode von Desktop-Android als Open Source verfügbar

  2. Linux

    Kernel-Sicherheitsinitiative wächst "langsam aber stetig"

  3. VR-Handschuh

    Dexta Robotics' Exoskelett für Motion Capturing

  4. Dragonfly 44

    Eine Galaxie fast ganz aus dunkler Materie

  5. Gigabit-Breitband

    Google Fiber soll Alphabet zu teuer sein

  6. Google-Steuer

    EU-Kommission plädiert für europäisches Leistungsschutzrecht

  7. Code-Gründer Thomas Bachem

    "Wir wollen weg vom Frontalunterricht"

  8. Pegasus

    Ausgeklügelte Spyware attackiert gezielt iPhones

  9. Fenix Chronos

    Garmins neue Sport-Smartwatch kostet ab 1.000 Euro

  10. C-94

    Cratoni baut vernetzten Fahrradhelm mit Crash-Sensor



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Xfel: Riesenkamera nimmt Filme von Atomen auf
Xfel
Riesenkamera nimmt Filme von Atomen auf
  1. US Air Force Modifikation der Ionosphäre soll Funk verbessern
  2. Teilchenbeschleuniger Mögliches neues Boson weist auf fünfte Fundamentalkraft hin
  3. Materialforschung Glas wechselt zwischen durchsichtig und schwarz

Deus Ex Mankind Divided im Test: Der Agent aus dem Hardwarelabor
Deus Ex Mankind Divided im Test
Der Agent aus dem Hardwarelabor
  1. Summit Ridge AMDs Zen-Chip ist so schnell wie Intels 1.000-Euro-Core-i7
  2. Doom Denuvo schützt offenbar nicht mehr
  3. Deus Ex angespielt Eine Steuerung für fast jeden Agenten

Avegant Glyph aufgesetzt: Echtes Kopfkino
Avegant Glyph aufgesetzt
Echtes Kopfkino

  1. Re: IMHO: FTTH ist auch ziemlicher overkill

    Mett | 13:18

  2. Re: Nur um das nochmal klar zu stellen

    Komischer_Phreak | 13:14

  3. Mund aufmachen reicht leider nicht

    Friedhelm | 13:14

  4. Gute Idee, doch in Zeiten von KI nicht...

    Friedhelm | 13:02

  5. Re: "Darin fanden sie 47 Galaxien, die bisher...

    JanZmus | 12:57


  1. 12:59

  2. 15:33

  3. 15:17

  4. 14:29

  5. 12:57

  6. 12:30

  7. 12:01

  8. 11:57


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel