Abo
  • Services:
Anzeige
Echte Anonymität im Netz ist nur schwer zu erreichen.
Echte Anonymität im Netz ist nur schwer zu erreichen. (Bild: Carl Court/Getty Images)

Risiken im Tor-Netzwerk

Ein weiteres Risiko, das in dem Text überhaupt nicht erwähnt wird, ist die Nutzung des Tor-Netzwerks selbst. Marktplätze wie Alphabay sind nur über Tor erreichbar. In der Vergangenheit gelang es Behörden und Forschungsinstituten mehrfach, genügend Knotenpunkte im Tor-Netzwerk zu errichten, um Traffic quer durch das Netzwerk mitzuverfolgen. Diese Art der sogenannten Sibyl-Angriffe soll nach Auskunft der Tor-Betreiber nicht mehr möglich sein, weil ein neues Verfahren eingesetzt werde, um neue Tor-Nodes zu erkennen, wenn diese gehäuft auftauchen.

Anzeige

Eine größere Gefahr aber dürfte die Sicherheit von Hidden-Services selbst sein, meist illegale Dienste, die nur direkt aus dem Tor-Netzwerk zu erreichen sind. Die Hidden-Services sind nach Auskunft einer Tor-Sprecherin für einen relativ geringen Prozentsatz des Traffics verantwortlich, etwa drei Prozent. Doch die Aufmerksamkeit für diese Dienste ist relativ hoch. Innerhalb des Tor-Teams arbeiten aber nur wenige Entwickler aktiv an dem Code für die Dienste. Daher sind in der Vergangenheit immer wieder zum Teil kritische Probleme aufgetaucht, die teilweise auf Softwarefehlern und teilweise auf einer nachlässigen Konfiguration beruhen.

In der Vergangenheit konnten bei falsch konfigurierten Apache-Servern die Log-Dateien von unberechtigten Dritten eingesehen werden, weil Tor-Nodes als Localhost laufen und so die Ausgabe nicht blockierten. So war es möglich, Suchbegriffe bei Darknet-Suchmaschinen mitzulesen oder andere eigentlich private Anfragen der Nutzer mitzulesen.

Tor-Nutzer haben kein Recht auf Privatsphäre, sagen US-Richter

In den USA ist es außerdem stehende Rechtsprechung, dass Tor-Nutzer "keine vernünftige Erwartung von Privatsphäre" haben, wenn sie Tor benutzen. Denn, so ein Richter, die Nutzer würden ihre öffentliche IP-Adresse freiwillig mit dem ersten Knotenpunkt im Netzwerk teilen. Weil die Betreiber der Knotenpunkte aber selbst meist anonym sind und keine Garantien abgeben, sei keine Privatsphäre garantiert.

Mitarbeiter des Tor-Netzwerks bezeichnen diese Argumentation natürlich als absurd. Der "Richter hat nicht verstanden, wie das Tor-Netzwerk funktioniert", sagte Tor-Mitbegründer Roger Dingledine. Die Rechtsprechung hat nicht nur für US-Nutzer Relevanz. Die US-Bundespolizei FBI hat bei den früheren Ermittlungen beim Untergrundmarktplatz Silkroad auch Informationen über Nutzer in anderen Ländern gefunden und mit den jeweiligen Strafverfolgungsbehörden geteilt.

 Keine Überwachung unter Linux?Wohin mit dem Zeug? 

eye home zur Startseite
darren 31. Mai 2016

ganz genau warum immer so kompliziert: 1) Alter Laptop von einem Flohmarkt 2) offenes...

json 18. Mai 2016

Solange ich mir nur Eigenbedarfsmengen bestelle ist alles kein Problem...

azeu 16. Mai 2016

Freeent hat gegenüber Tor den Vorteil, dass es in sich geschlossen ist. Mit Tor kannst Du...

Unix_Linux 16. Mai 2016

Er hat einfach mal Unsinn geschrieben. Und das schwierigste, so im Nebensatz erwähnt...

Flow7 12. Mai 2016

Dafür gibts ja auch die Narando-App. Da kann man die neuesten Artikel zb schon zuhause...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. BfS Bundesamt für Strahlenschutz, Berlin-Karlshorst
  2. über Hanseatisches Personalkontor Kassel, Kassel
  3. Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, Duisburg
  4. BRUNATA Wärmemesser GmbH & Co. KG, München


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-75%) 4,99€
  2. 69,99€
  3. 6,99€

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Sicherheitsrisiken bei der Dateifreigabe & -Synchronisation
  2. Praxiseinsatz, Nutzen und Grenzen von Hadoop und Data Lakes
  3. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing


  1. Tinker-Board

    Asus bringt Raspberry-Pi-Klon

  2. Privatsphäre

    Verschlüsselter E-Mail-Dienst Lavabit kommt wieder

  3. Potus

    Donald Trump übernimmt präsidiales Twitter-Konto

  4. Funkchips

    Apple klagt gegen Qualcomm

  5. Die Woche im Video

    B/ow the Wh:st/e!

  6. Verbraucherzentrale

    O2-Datenautomatik dürfte vor Bundesgerichtshof gehen

  7. TLS-Zertifikate

    Symantec verpeilt es schon wieder

  8. Werbung

    Vodafone will mit DVB-T-Abschaltung einschüchtern

  9. Zaber Sentry

    Mini-ITX-Gehäuse mit 7 Litern Volumen und für 30-cm-Karten

  10. Weltraumteleskop

    Erosita soll Hinweise auf Dunkle Energie finden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Begnadigung: Danke, Chelsea Manning!
Begnadigung
Danke, Chelsea Manning!
  1. Verwirrung Assange will nicht in die USA - oder doch?
  2. Nach Begnadigung Mannings Assange weiter zu Auslieferung in die USA bereit
  3. Whistleblowerin Obama begnadigt Chelsea Manning

Shield TV (2017) im Test: Nvidias sonderbare Neuauflage
Shield TV (2017) im Test
Nvidias sonderbare Neuauflage
  1. Wayland Google erstellt Gamepad-Support für Android in Chrome OS
  2. Android Nougat Nvidia bringt Experience Upgrade 5.0 für Shield TV
  3. Nvidia Das Shield TV wird kleiner und kommt mit mehr Zubehör

Nintendo Switch im Hands on: Die Rückkehr der Fuchtel-Ritter
Nintendo Switch im Hands on
Die Rückkehr der Fuchtel-Ritter
  1. Nintendo Vorerst keine Videostreaming-Apps auf Switch
  2. Arms angespielt Besser boxen ohne echte Arme
  3. Nintendo Switch Eltern bekommen totale Kontrolle per App

  1. Re: Es wird immer was vergessen

    monosurround | 22:58

  2. Asus Tinkerboard Connectors and GPIO pins

    peba | 22:51

  3. Re: Apple verklagt Qualcomm weil sie ihnen...

    ChristianKG | 22:44

  4. Re: Ich denke ich weiss, was hier das Problem ist

    christoph89 | 22:38

  5. Re: Komplett integer

    violator | 22:26


  1. 16:49

  2. 14:09

  3. 12:44

  4. 11:21

  5. 09:02

  6. 19:03

  7. 18:45

  8. 18:27


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel