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Streamer bei Dark Souls 3 sind auf sich allein gestellt - aber nur Ingame
Streamer bei Dark Souls 3 sind auf sich allein gestellt - aber nur Ingame (Bild: From Software)

Dark Souls & Co.: Tausende Tode vor Tausenden von Zuschauern

Streamer bei Dark Souls 3 sind auf sich allein gestellt - aber nur Ingame
Streamer bei Dark Souls 3 sind auf sich allein gestellt - aber nur Ingame (Bild: From Software)

Streamer werden von den Zuschauern gefeiert wie Popstars? Das stimmt nur bedingt: Auf der Twitchcon 2016 haben fünf eigentlich hartgesottene Let's Player von ihren Alltagsproblemen und den Problemen mit Fans berichtet - bei Live-Übertragungen von Dark Souls und Bloodborne.

Wer das Spielen von Minecraft oder von einem Telltale-Adventure live ins Netz überträgt, hat es vergleichsweise einfach. Man muss sich schon ziemlich doof anstellen, um sich bei derartigen Games vor seinen Zuschauern zu blamieren. Bei Dark Souls und Bloodborne ist das ganz anders. Jeder Fehler kann für das vorzeitige "Game Over" sorgen, es gibt viele mögliche Lösungswege und Taktiken - und dann sind da noch die Fans, die nicht unbedingt immer nur ihre Bewunderung ausdrücken.

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  • Dark-Souls-Streamer DreadedCone, JanDenise, Peeve, Lobosjr, Elajjaz und ManVsGame (v.l.n.r.) (Foto: Peter Steinlechner / Golem.de)
Dark-Souls-Streamer DreadedCone, JanDenise, Peeve, Lobosjr, Elajjaz und ManVsGame (v.l.n.r.) (Foto: Peter Steinlechner / Golem.de)

Das erzählt beispielsweise eine Streamerin mit dem Pseudonym JenDenise auf der Twitchcon 2016 in San Diego. "Es kommt immer wieder vor, dass meine Partie mitten bei einer Liveübertragung gehackt wird und ich gegen andere Spieler kämpfen muss, die fliegen, ständig die Farbe wechseln oder mich an Orte teleportieren, von denen ich nicht mehr wegkomme." JenDenise führt das zum Teil darauf zurück, dass sie eine der wenigen weiblichen Streamerinnen ist, die sich mit Dark Souls 3 und anderen Titeln des Entwicklerstudios From Software beschäftigen.

Aber auch die anderen Teilnehmer auf dem Panel haben durchaus negative Erfahrungen mit dem Spiel und dem Hobby gemacht, das sie nach eigenen Angaben alle lieben. Einer der Streamer mit dem Pseudonym Peeve berichtet etwa davon, wie sehr es manchmal stört, wenn einzelne Zuschauer per Chat sagen, dass er einfach alles falsch mache - "dabei ist es doch gerade eine der großen Stärken von Dark Souls, dass viele Vorgehensweise zum Ziel führen können".

Ein weiteres Problem für die meisten Diskussionsteilnehmer sind auch die Spoiler. ManVsGame etwa - einer der bekanntesten From-Software-Streamer ist regelrecht froh, wenn er mal keine Hinweise bekommt, sondern das Spiel auf eigene Faust erkunden und die Gegner selbst bezwingen kann, trotz der eingeschalteten Kamera.

Allerdings sind nicht alle Let's Player vor Ort von dieser Problematik betroffen. Elajjaz etwa legt es primär gar nicht darauf an, die Kampagne zu schaffen oder es im Player-versus-Player-Modus zur Meisterschaft zu bringen. "Ich mag verrückte Sachen, etwa Speed-runs - da stört es mich nicht, wenn ich vor der Community immer wieder ins Gras beiße".

Ein anderer Spieler namens Lobosjr ist sogar noch weitergegangen: Lachend erzählt er auf dem Panel der Twitchcon, dass er eine Zeit lang probiert hat, Dark Souls 3 blind zu spielen, indem er sich von einem Freund vor laufender Kamera hat sagen lassen, was gerade auf dem Bildschirm passiert. "Ein großer Erfolg war das nicht gerade, aber dafür ein wirklich ganz schön großer Quatsch".

Freie Welt hat Vorteile für Streamer

Bei der Paneldiskussion sind sich die Teilnehmer einig, dass Dark Souls und Bloodborne - das alle besonders schätzen - ein paar echte Vorteile für das Streaming vor Publikum hat. Zum einen sei es schlicht spannend zu verfolgen, ob beispielsweise ein Kampf verloren geht oder irgendwann mal glücklich ausgeht. Zum anderen könne man sich mit der Community - trotz der Gefahr von Spoilern - prima über das weitere Vorkommen beratschlagen. In anderen, lineareren Titeln sei das längst nicht so gut möglich.

Und wenn dann doch mal ein Bosskampf geschafft ist, mache das gerade zusammen mit der Community besonders viel Spaß, findet ManVsGame. "Auch wenn da zehn Leute ständig gemotzt und gemäkelt haben: Wenn mir ein Sieg glückt, gratulieren mir je nach Zuschauerschaft plötzlich dann doch ganz viele Leute, die sich vorher nicht zu Wort gemeldet haben."


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Lanski 06. Okt 2016

Es geht nicht nur einfach darum, dass "man alles falsch macht" es geht (auch) um...

Lanski 06. Okt 2016

Golem ist eine der wenigen Seiten, auf denen ich sämtliche Adblocker tatsächlich...

humpfor 04. Okt 2016

Sport ansehen ist sehr verbreitet... Nicht nur auf Fußball reduzieren. Im Winter das...

lottikarotti 04. Okt 2016

Für mich schließt sich das nicht unbedingt aus. Außerdem gibt es genügend "Let's Player...

Eisboer 04. Okt 2016

Ich hab Vaako geantwortet. Zu deiner Frage: ja, man kann auch offline spielen und sieht...



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