Cyberwar Nordkorea greift mit infiziertem Computerspiel den Süden an

Über ein mit Schadsoftware infiziertes Computerspiel soll ein nordkoreanischer Geheimdienst eine DDoS-Attacke auf den größten Flughafen in Südkorea durchgeführt haben. Die Computerspiele hatte ein Südkoreaner im Norden programmieren lassen und im Süden verkauft.

Anzeige

Die südkoreanischen Behörden beschuldigen den Nachbarn im Norden, eine Distributed-Denial-of-Service-Attacke (DDoS) gegen den Flughafen Incheon durchgeführt zu haben. Die Polizei hat einen Südkoreaner verhaftet, der an der Aktion beteiligt gewesen sein soll.

Zwei oder drei Mal seien die Systeme des größten Flughafen des Landes im März vergangenen Jahres angegriffen worden, berichtet die südkoreanische Tageszeitung Korea Joongang Daily. Allerdings erklärten die Sicherheitskräfte, sie hätten die Angriffe abwehren können.

Schadsoftware im Computerspiel

Die DDoS-Angriffe wurden über Computer in Südkorea durchgeführt, die mit einer Schadsoftware infiziert worden waren. Diese war in einem Onlinecomputerspiel versteckt. Insgesamt sollen rund 100.000 Computer befallen gewesen sein. Die meisten konnten so für die DDoS-Attacken genutzt werden.

Die Spielesoftware stammt nach Erkenntnissen der südkoreanischen Polizei vom nordkoreanischen Geheimdienst. Der jetzt verhaftete Südkoreaner soll die Software ins Land gebracht und an Betreiber von Onlinespielen verkauft haben.

Auftrag an Nordkoreaner

Seit 2009 habe er sich in Shenyang in der chinesischen Provinz Liaoning, die an Nordkorea grenzt, mit Nordkoreanern getroffen. Der Beschuldigte habe ihnen den Auftrag erteilt, Computerspiele zu entwickeln.

Seine Geschäftspartner hätten sich als Vertreter eines nordkoreanischen Unternehmens ausgegeben. Tatsächlich habe es sich aber um Geheimdienstmitarbeiter gehandelt, teilte die Polizei mit. Dem Beschuldigten soll aber die wahre Identität der Nordkoreaner bekannt gewesen sein. Ebenso soll er darüber Bescheid gewusst haben, dass die Spiele mit Schadsoftware infiziert waren.

Cyberwar gegen Südkorea

Südkorea wirft dem Norden immer wieder Cyberspionage und Cyberangriffe vor. Auch der große Angriff im Juli 2009 auf Banken und öffentliche Einrichtungen soll auf das Konto des Nachbarn gehen.

Nordkorea hat Anfang 2009 eine eigene Cyberwartruppe aufgestellt. Der gehörten inzwischen rund 3.000 gut trainierte Hacker an, die direkt Staats- und Parteichef Kim Jong-un unterstünden, sagte dieser Tage ein südkoreanischer Informatiker der Tageszeitung Korea Herald. Die Fähigkeiten der Truppe seien mittlerweile so ausgereift, dass nur noch die Cyberkrieger aus Russland und den USA besser seien.


fratze123 12. Jun 2012

halte ich die meldung für frei erfunden.

Garius 11. Jun 2012

Nicht Politik und Religion. Wenn dann war Krieg bisher immer vor allem eins: lukrativ...

Bouncy 11. Jun 2012

Muß man nicht, Gulli tut es trotzdem, was sich ziemlich peinlich liest - und sie...

Bouncy 11. Jun 2012

Sie sind Auftragsfertiger für Kriegswaffen, ihre Kurzstreckenraketen etwa erfreuen sich...

Donnergurgler 11. Jun 2012

Ich musste lachen XD

Kommentieren




Anzeige
  1. Consultant / Wissenschaftlicher Mitarbeiter (m/w) im Bereich IT Privacy
    VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, Berlin
  2. Teamleiter Social Media (m/w)
    Unitymedia KabelBW GmbH, Köln
  3. Leiter Softwareentwicklung (m/w)
    über VeriTreff GmbH, Großraum Reutlingen
  4. Spezialist Software Acceptance Test (m/w)
    HARTING KGaA, Espelkamp

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Hands On

    Huawei Ascend P6 ist schick und schlank

  2. Letzte Meile

    Bundesnetzagentur senkt Preise für TAL am Schaltverteiler

  3. Prism

    Wie der BND das Netz überwacht

  4. Socl

    Microsofts soziales Netzwerk wird zum Meme-Generator

  5. XMP-Profile

    Kompatibilitätslisten zu DDR3-Modulen für Haswell

  6. Datenbrille

    Datenschützer halten Google Glass für nicht EU-tauglich

  7. We are Watching You

    Widerstand gegen Kinect-Überwachung in den USA

  8. Netflix und Dreamworks

    Shrek & Co. bald in neuen Streaming-Serien

  9. LC-90LE757

    Sharp bringt 90-Zoll-TV für 13.000 Euro

  10. HTC Desire 200

    Einsteiger-Smartphone mit langer Akkulaufzeit und Adblocker



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Echolokation: Raumvermessung mit intelligentem Algorithmus
Echolokation
Raumvermessung mit intelligentem Algorithmus

Schweizer Wissenschaftler haben eine neue Methode entwickelt, mit wenigen Mikrofonen komplexe Räume zu vermessen, ohne wie bisher dabei streng auf die Anordnung der Mikros achten zu müssen. Die Technik könnte in Zukunft in vielen Bereichen angewandt werden, auch auf Smartphones.

  1. Wearables MIT-Forscher experimentieren mit vibrotaktilem Display
  2. Teilchenphysik Beschleuniger ILC ist bereit für den Bau
  3. Implantat Aluminiumoxid schützt Siliziumchips

Test The Last of Us: Meisterwerk der Playstation-3-Endzeit
Test The Last of Us
Meisterwerk der Playstation-3-Endzeit

Auf der gerade zu Ende gegangenen E3 2013 hat sich Sony mit überwiegend positivem Presseecho für die nächste Konsolengeneration in Stellung gebracht. The Last of Us lässt uns trotzdem für einen Augenblick vergessen, dass die Zeit der Playstation 3 schon bald vorbei sein soll.

  1. The Last of Us angespielt Überleben für Fortgeschrittene

Videocodec: Googles VP9 in Chrome aktiviert
Videocodec
Googles VP9 in Chrome aktiviert

Der Videocodec VP9 ist jetzt standardmäßig in der aktuellen Entwicklerversion des Browsers Chromium aktiviert. Die finale Veröffentlichung im August ist damit sehr wahrscheinlich.

  1. VP9 Googles neuer Videocodec
  2. Freier Videocodec Nokia meldet Patentansprüche auf Googles VP8 an

Zum Artikel