Cyberspionage: Wall Street Journal ebenfalls gehackt
Sitz des Wall Street Journal in New York: Cyberattacken in China verboten (Bild: Mario Tama/Getty Images)

Cyberspionage Wall Street Journal ebenfalls gehackt

Die Affäre um Cyberspionage bei US-Medien weitet sich aus: Das Wall Street Journal erklärte, in Computer der Zeitung sei ebenfalls eingebrochen worden. Die chinesischen Behörden bestreiten eine chinesische Beteiligung.

Anzeige

Das Wall Street Journal ist ebenfalls Ziel von chinesischen Cybereinbrechern geworden. Das hat die renommierte New Yorker Tageszeitung bekanntgegeben, nachdem tags zuvor die New York Times erklärt hatte, sie sei über Monate ausspioniert worden.

Wie bei der New York Times sollen sich die Angreifer auch beim Wall Street Journal darauf konzentriert haben, die China-Berichterstattung auszukundschaften. Anlass für die Spionage bei der New York Times war mutmaßlich ein Bericht über die Familie des scheidenden chinesischen Premierministers Wen Jiabao. Die New York Times berichtete in ihrem Artikel über eine Schadsoftwareattacke auf die Nachrichtenagentur Bloomberg nach einem Artikel über den designierten Staatschef Xi Jinping.

Quellensuche

Große US-Medienunternehmen seien seit Jahren Ziel von Hackerangriffen aus China, schreibt das Wall Street Journal unter Berufung auf Experten. Die Hacker versuchten sich Zugang zu den Computern der Journalisten zu verschaffen, um herauszufinden, woran diese arbeiten und mit welchen Quellen sie gesprochen haben. Chinesen, die ausländischen Journalisten Informationen geben, riskieren eine Strafe.

Die chinesische Regierung bestreitet wie üblich den Bericht über Cyberspionage: "Es ist unverantwortlich, solche Beschuldigungen ohne stichhaltige Beweise zu äußern", sagte Geng Shuang, Sprecher der chinesischen Botschaft dem Wall Street Journal. "Die chinesische Regierung verbietet Cyberattacken und tut alles was sie kann, um solche Aktivitäten in Übereinstimmung mit dem chinesischen Gesetz zu bekämpfen."

Hong Lei, Sprecher des Außenministeriums in Peking, erklärte bei einem Pressetermin, Cyberattacken seien "transnational und anonym". Ihren Ursprung auszumachen, sei sehr schwer. Die New York Times hatte Experten engagiert, die die ausgefeilten Angriffe nach China zurückverfolgten, zu Computern, die als Ausgangspunkt von Angriffen des chinesischen Militärs auf Lieferanten des US-Militärs gelten.


KeysUnlockTheWorld 03. Feb 2013

Ich weiß zwar nicht was darin steht, lässt mich aber vermuten/behaupten, dass dort in...

!amused 01. Feb 2013

Das läuft doch auf allen Seiten gleich ab: Wanted: Geeks to help fight Pentagons...

Kommentieren



Anzeige

  1. Softwareentwickler (m/w) .NET/C#
    Seven2one Informationssysteme GmbH, Karlsruhe
  2. Entwicklungsingenieur (m/w) Software
    EBE Elektro-Bau-Elemente GmbH, Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart
  3. Technischer Redakteur (m/w) für Softwaredokumentation
    Teradata GmbH, München
  4. Softwareentwickler (m/w)
    TRUMPF GmbH + Co. KG, Ditzingen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Stiftung Warentest

    Neue DSL-Kunden müssen rund fünf Wochen warten

  2. Ryse

    Erster Patch erhöht die Bildrate von Maxwell-Grafikkarten

  3. Test Civilization Beyond Earth

    Die Zukunftsrunde mit der Schuldenfalle

  4. Android

    Großes Update für Google Earth mit neuer 3D-Engine

  5. ORWLCD

    3D-LCD kommt fast ohne Strom aus

  6. Respawn Entertainment

    Erweiterung für Titanfall mit Schwerpunkt Koop

  7. FTDI

    Windows-Treiber kann Bastelrechner beschädigen

  8. iFixit

    iPad Air 2 - wehe, wenn es kaputtgeht

  9. Nvidia-Treiber

    Auto-Downsampling jetzt auch ab Geforce-Serie 400

  10. Microsoft

    Kinect für Xbox One auch am Windows-PC nutzbar



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



IT-Gipfel 2014: De Maizière nennt De-Mail "nicht ganz zufriedenstellend"
IT-Gipfel 2014
De Maizière nennt De-Mail "nicht ganz zufriedenstellend"
  1. Digitale Agenda 38 Seiten Angst vor festen Zusagen
  2. E-Mail Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Yahoo Mail

Retro-Netzwerk: Der Tilde.Club erstellt Webseiten wie in den Neunzigern
Retro-Netzwerk
Der Tilde.Club erstellt Webseiten wie in den Neunzigern

Data Management: Wie Hauptspeicherdatenbanken arbeiten
Data Management
Wie Hauptspeicherdatenbanken arbeiten

    •  / 
    Zum Artikel