Cyber Security Summit: Kongress der Telekom ruft nach Cyber-Wehr
Botschafter Wolfgang Ischinger und Telekom-Chef René Obermann (Bild: Deutsche Telekom)

Cyber Security Summit Kongress der Telekom ruft nach Cyber-Wehr

Der Cyber Security Summit 2012 der Deutschen Telekom und der Münchner Sicherheitskonferenz fordert ein Verbot von Backdoor-Technologien und greift die Hardwarehersteller an. In den Unternehmen sollen Cyber-Wehren aufgebaut werden.

Anzeige

Die Deutsche Telekom hat Informationen über den ersten Cyber Security Summit in Bonn veröffentlicht. In der Zusammenfassung der Ergebnisse heißt es: "Ein sicheres Gesamtsystem setzt die Sicherheit ausgereifter Hardwarekomponenten und deren Lieferketten voraus. Der missbräuchliche Zugang zu Informations- und Kommunikationsanlagen beispielsweise durch eingebaute 'Backdoor-Technologien' muss ausgeschlossen sein. Auch die Einführung von nicht marktreifen Produkten unter fahrlässiger Duldung nachträglicher Mängelbeseitigung (Updates, Patches) darf nicht an der Tagesordnung sein."

Veranstalter waren die Münchner Sicherheitskonferenz und die Telekom. Die Münchner Sicherheitskonferenz ist seit 1962 ein internationales Spitzentreffen von Diplomaten, Verteidigungspolitikern, Militärangehörigen und Rüstungsindustriellen, das früher Wehrkundetagung hieß und im Kalten Krieg entstand. Es ist das weltweit größte Zusammentreffen seiner Art und findet jährlich, meist von breiten Protesten begleitet, im Februar im Hotel Bayerischer Hof in München statt.

"Stuxnet, Duqu und Flame"

Militärische Hacker führten mit Waffen wie Stuxnet, Duqu und Flame im Verborgenen einen Krieg gegen Kommunikationssysteme und Cyberattacken und Cyberspionage, hieß es im Aufruf des Cyber Security Summit im Juli 2012. Die Cyberwaffe Flame wurde von den USA und Israel entwickelt, berichtete die Washington Post unter Berufung auf westliche Regierungsvertreter. Beteiligt waren die US-Geheimdienste NSA und CIA und das israelische Militär, die sich auch Software wie Stuxnet bedienten. Das russische Computersicherheitsunternehmen Kaspersky hatte einen Zusammenhang zwischen den Schadprogrammen Flame und Stuxnet/Duqu entdeckt. Die Entwickler sollen ihre Schadsoftware zwar unabhängig voneinander entwickeln, aber in einem frühen Stadium Programmcodes ausgetauscht haben.

In den Ergebnissen des Summit hieß es dazu: "Eine sichere Informationsgesellschaft braucht eine wachsende Gemeinschaft (Community) von Ansprechpartnern in den Unternehmen, die als 'Cyber-Wehr' bei einem Sicherheitsvorfall die Lage einschätzen, den Informationsfluss sicherstellen und Verteidigungsmaßnahmen einleiten und führen können. Im öffentlichen Sektor müssen ebenfalls Ansprechpartner benannt sein, die die Informationen aus der Wirtschaft um Erkenntnisse der Regierungsstellen und Nachrichtendienste ergänzen."

Cyber-Wehr auch mit illegalen Methoden? 

Charles Marlow 13. Sep 2012

Brilliant! Das Böse wird einfach von selber aufhören, indem man es verbietet. Vielleicht...

Pfirsich_Maracuja 13. Sep 2012

Würd ich gar nicht mal überbewerten. Da Wurzeln der Veranstaltung eben in der Münchner...

Kommentieren



Anzeige

  1. R&D Project Manager (m/w)
    Advantest Europe GmbH, Amerang
  2. Software Ingenieur im Bereich Windenergie (m/w)
    Woodward Kempen GmbH, Kempen
  3. Software Entwickler (m/w) - SQL Datenbanken
    FÜR SIE Handelsgenossenschaft eG Food - Non Food, Köln
  4. Business Analyst (m/w)
    AVL List GmbH, Graz (Österreich)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Allview Viva H7

    7-Zoll-Tablet mit UMTS-Modem für 120 Euro

  2. Echtzeit-Überwachung

    BND prüft angeblich Einsatz von SAPs Hana-Datenbank

  3. Xiaomi

    Design des Mi4 von Apple "inspiriert"

  4. Terrorabwehr

    Kriterien für Aufnahme in US-Terrordatenbank enthüllt

  5. Open Name System

    DNS mit Namecoin-Blockchain

  6. In eigener Sache

    Computec Media veröffentlicht Spielevideo-App Games TV 24

  7. Google-Suchergebnisse

    EU-Datenschützer verlangen weltweite Löschung

  8. Dating

    Parship darf Widerruf nicht mit hoher Rechnung verhindern

  9. O2

    Neue Prepaid-Tarife erlauben Datenmitnahme in den Folgemonat

  10. Freie .Net-Implementierung

    Mono soll schneller werden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Let's Player: "Es gibt Spiele, für die man bezahlt wird"
Let's Player
"Es gibt Spiele, für die man bezahlt wird"
  1. Transocean Handelssimulation mit Ozeanriesen
  2. Dieselstörmers angespielt Diablo plus Diesel
  3. Quo Vadis Computec Media übernimmt Mehrheit an Aruba Events

Oneplus One im Test: Unerreichbar gut
Oneplus One im Test
Unerreichbar gut
  1. Oneplus One-Update macht verkürzte Akkulaufzeit rückgängig
  2. Oneplus One könnte ab dem dritten Quartal vorbestellbar sein
  3. Cyanogenmod-Smartphone Weitere Käufer erhalten das Oneplus One

Android Wear: Pimp my watch
Android Wear
Pimp my watch
  1. Android Wear API für Watch Faces soll bald kommen
  2. Google Camera App Kamera-Fernbedienung für Android Wear
  3. Android Wear Erstes Custom-ROM für LGs G Watch erschienen

    •  / 
    Zum Artikel