Curiosity: Fehlerhafter Marssatellit lässt Nasa wohl länger bangen
Rover Curiosity (Bild: Nasa)

Curiosity Fehlerhafter Marssatellit lässt Nasa wohl länger bangen

Ein technischer Fehler beim Marssatelliten Odyssey verursacht bei der Landung des Rover Curiosity zusätzlichen Stress: Odyssey wird wahrscheinlich nicht als Kommunikationsrelais zur Verfügung stehen, weshalb die Nasa erst vier Minuten später wissen wird, ob die Landung geglückt ist.

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In der Nacht vom 5. auf den 6. August 2012 (Ortszeit Ostküste der USA) werden die Nerven vieler Nasa-Mitarbeiter bis zum Zerreißen gespannt sein: Um 1:17 Uhr (7:17 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit) soll der Rover Curiosity auf dem Mars landen. Doch sie werden erst später wissen, ob die Landung geglückt ist: 14 Minuten sollte das Signal bis zur Erde unterwegs sein. Die Sonde Odyssey sorgt voraussichtlich für weitere bange Minuten.

Die Sonde Odyssey kreist seit einigen Jahren um den Nachbarplaneten. Sie soll die Curiosity-Landung beobachten sowie als Kommunikationssrelais dienen und die Daten vom Marsrover zur Erde weiterleiten. Möglicherweise stehe Odyssey dafür jedoch nicht zur Verfügung, berichtet das auf Weltraumthemen spezialisierte US-Angebot Space.com. Grund sei eine technische Störung.

Fehler im Navigationssystem

Im Juni sei es zu einer Fehlfunktion bei einem der Trägheitsräder gekommen, sagte Doug McCuistion, Leiter des Mars Exploration Program der Nasa, bei einer Pressekonferenz der US-Weltraumbehörde. Die Trägheitsräder werden zur Navigation von Satelliten benötigt. "Odyssey ist vielleicht nicht dort, wo wir es erwarten", sagte McCuistion.

Derzeit prüften die Nasa-Ingenieure, ob sie Odyssey rechtzeitig an den richtigen Ort bringen können. Falls der Satellit nicht zur Verfügung steht, werden die Nerven der Nasa-Mitarbeiter am 6. August voraussichtlich um weitere vier Minuten strapaziert. Um soviel verlängert sich die Signallaufzeit, falls Odyssey nicht einsatzbereit ist.

Zwei weitere Sonden beobachten

Die Landung von Curiosity wird zudem von den Sonden Mars Reconnaissance Orbiter der Nasa und Mars Express der Europäischen Raumfahrtagentur (Esa) überwacht. Anders als Odyssey wird keine von ihnen den ganzen Landevorgang beobachten können. Außerdem senden sie ihre Daten nicht sofort, sondern speichern sie und übertragen sie erst etwa drei bis vier Stunden später zur Erde. Es gehe darum, wie und wann die Daten zur ihnen gelangten, resümierte McCuistion.

Die Landung des Marsrovers Curiosity sei die schwierigste Robotermission, die die Nasa je unternommen habe, erklärtet John Grunsfeld, Leiter des Science Mission Directorate der Nasa. Wegen des Gewichts - der Rover ist etwa so groß wie Kleinwagen und wiegt rund 900 Kilogramm - reicht ein Airbag nicht aus, um Curiosity sicher auf dem Mars landen zu lassen.

Sieben schreckliche Minuten

Die Nasa hat stattdessen ein kompliziertes Manöver ersonnen, um die Transportkapsel, die mit einer Geschwindigkeit von knapp 21.000 Kilometern pro Stunde in die Marsatmosphäre eintritt, abzubremsen und das Fahrzeug sicher auf dem Planeten abzusetzen. "Sieben Minuten des Schreckens" nennen die Nasa-Techniker diese Zeit, in der sie keine Informationen über den Zustand von Curiosity haben.

Ziel der Curiosity-Mission ist herauszufinden, ob auf dem Mars einmal Bedingungen herrschten, die die Entwicklung von Leben ermöglichten und ob es noch Hinweise auf diese Bedingungen und Organismen gibt. Schließlich soll der Rover auch Wasser aufspüren. Die mit 2,5 Milliarden US-Dollar teuerste Marsmission ist auf ein Marsjahr, das sind 687 Erdtage, ausgelegt.


Chemo 18. Jul 2012

http://futurama.wikia.com/wiki/Robot_1-X ^^

fragro 17. Jul 2012

Sollen sie doch 10% des Miltiärhaushalt für die Welthungerhilfe stiften, wozu an...

JanZmus 17. Jul 2012

Ja, stimmt. Wobei ich auch diese bangen Minuten nicht ganz nachvollziehen kann, denn...

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