Crowdfunding: Sciencestarter finanziert Wissenschaft
Sciencestarter: Start mit fünf Projekten (Bild: Wissenschaft im Dialog)

Crowdfunding Sciencestarter finanziert Wissenschaft

Sciencestarter ist die erste deutsche Crowdfunding-Plattform für die Wissenschaft. Die Angebote sollen nicht nur zum Geldsammeln dienen, sondern auch den Dialog zwischen Wissenschaftlern und Bürgern fördern.

Anzeige

Wenn Unternehmen oder Banken kein Geld für größere Projekte geben, wird gern die Internetgemeinde um Geld gebeten. Auf diese Weise wurden schon Produkte, aber auch Filme, Theateraufführungen oder Computerspiele finanziert. Auch die Wissenschaft hat inzwischen Crowdfunding entdeckt.

Dieser Tage ist mit Sciencestarter "die erste deutschsprachige Crowdfunding-Plattform für die Wissenschaft online" gegangen. Über das Portal sollen künftig kleinere Projekte "aus Wissenschaft, Forschung und Wissenschaftskommunikation" finanziert werden, schreibt Projektleiter Thorsten Witt im Blog des Angebots.

Finanzierung und Kommunikation

Die Initiatoren sehen Sciencestarter aber nicht nur als Portal zum Geldsammeln. Sie sei auch als "Open-Science-Plattform" gedacht: Über das Einstellen von Projekten auf der Plattform solle "der direkte Austausch zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit weiter gefördert werden": Die Bürger könnten die wissenschaftliche Entwicklung verfolgen und - durch ihre Spenden - mitbestimmen. Die Forscher hingegen könnten ihre Arbeit vorstellen und bekämen eine Rückmeldung darüber, wie diese aufgenommen werde.

Zu den Vorbildern gehört - auch beim Namen - die US-Crowdfunding-Plattform Kickstarter. In den USA gibt es aber auch mehrere wissenschaftliche Crowdfunding-Portale, darunter Petridish, Rockethub oder Sciflies. Hierzulande gibt es das Angebot Startnext, über das zwei Berliner Lehrer den Aufbau von Schulbuch-O-Mat, einer Plattform für digitale Open-Source-Schulbücher, finanzieren wollen.

Home und Ingamed

Das Angebot ist mit fünf Projekten gestartet. Zwei davon kommen von der Technischen Universität (TU) in Braunschweig. Eines ist das Projekt Home: Ziel ist ein soziales Netz "mit maximaler Barrierefreiheit" für Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen. Über die Plattform sollen sie sich austauschen sowie Medienkompetenz erlernen. Für den Aufbau wollen die Initiatoren 15.000 Euro sammeln. Ziel des zweiten Projekts, Ingamed, ist die Entwicklung eines drahtlosen Open-Source-Sensorknotens für die Medizin. Dafür werden 20.000 Euro gebraucht.

Betrieben wird Sciencestarter von Wissenschaft im Dialog (WiD). Das in Berlin ansässige Unternehmen befasst sich mit Wissenschaftskommunikation. WiD organisiert unter anderem Science Slams und schickt seit 2002 das Schiff MS Wissenschaft mit einer wissenschaftlichen Ausstellung auf die Reise. Sciencestarter wird vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gefördert.


Pwnie2012 25. Nov 2012

nein, ich meine http://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Energie_(Parawissenschaft) die...

AdrianPorger 23. Nov 2012

Ab sofort man nun auch erstmals in Deutschland über das Internet direkt in ein...

Kommentieren



Anzeige

  1. Project Engineer / Projekt Ingenieur (m/w) Broadcast / Sportanalyse
    ST SPORTSERVICE GmbH, Ismaning bei München
  2. Systemanalytikerin / Systemanalytiker
    Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., München
  3. Softwareentwickler / -innen .NET
    Dataport, Hamburg
  4. IT-Demand- und -Projektmanger für Business Units mit Fokus Logistik / SCM (m/w)
    SCHOTT AG, Mainz

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Ridesharing

    Taxidienst Uber in 200 Städten verfügbar

  2. Telefónica und E-Plus

    "Haben endgültige Freigabe von EU-Kommission bekommen"

  3. Intel Core i7-5960X im Test

    Die PC-Revolution beginnt mit Octacore und DDR4

  4. Nintendo

    Neuer 3DS mit NFC und zweitem Analogstick

  5. Onlinereiseplattform

    Opodo darf Nutzern keine Versicherungen unterschieben

  6. Galileo-Debakel

    Russischer Software-Fehler soll schuld sein

  7. Programmiersprache

    PHP 5.6 bringt interaktiven Debugger

  8. GTA 5

    Spekulationen über eingestellte PC-Version

  9. Test Assassin's Creed Memories

    Kartenspiel für Meuchelmörder

  10. Mozilla

    Werbe-Tiles in Firefox-Nightly verfügbar



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



IPv6: Der holprige Weg zu neuen IP-Adressen
IPv6
Der holprige Weg zu neuen IP-Adressen
  1. Containerverwaltung Docker 1.2 erlaubt Regelung von Containerneustarts
  2. Stellenanzeige Facebook will Linux-Netzwerkstack wie in FreeBSD
  3. Für Azure Microsoft gehen US-IPv4-Adressen aus

Formel E: Motorsport zum Zuhören
Formel E
Motorsport zum Zuhören

Raspberry B+ im Test: Sparsamer Nachfolger für mehr Bastelspaß
Raspberry B+ im Test
Sparsamer Nachfolger für mehr Bastelspaß
  1. Erweiterungsplatinen Der Raspberry Pi bekommt Hüte
  2. Odroid W Raspberry Pi-Klon für Fortgeschrittene
  3. Eric Anholt Langsamer Fortschritt bei Raspberry-Pi-Grafiktreiber

    •  / 
    Zum Artikel