Crowdfunding: Planetary Resources porträtiert Geldgeber im All
Planetary Resources: 150 Space Selfies am Tag (Bild: Planetary Resources)

Crowdfunding Planetary Resources porträtiert Geldgeber im All

Planetary Resources hat eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, um sein Weltraumteleskop ins All schießen und betreiben zu können. Es erkundet Asteroide, auf denen Rohstoffe abgebaut werden sollen. Spender können eine Teleskopnutzung für sich und die Wissenschaft erwerben.

Anzeige

In den Weltraum zu fliegen und von oben Bilder von der Erde zu machen, ist nur wenigen vergönnt. Aber ein Bild von sich mit der Erde im Hintergrund aufzunehmen - das geht. Das ist eine der Belohnungen, die das US-Unternehmen Planetary Resources Unterstützern seiner Crowdfunding-Kampagne anbietet.

Planetary Resources will künftig Rohstoffe auf Asteroiden abbauen. Um vielversprechende Asteroiden zu finden, will das Unternehmen Arkyd-100, ein eigenes Weltraumteleskop, ins All schießen.

Es ist im Einsatz etwa 20 Zentimeter hoch und 42 Zentimeter lang - für den Transport knapp 10 Zentimeter kürzer - und wiegt 15 Kilogramm. Es verfügt über eine optische Einheit mit einer Brennweite von 200 Millimetern und Blende f/4, um nach Asteroiden Ausschau zu halten. Der Bildsensor hat eine Auflösung von 5 Megapixeln. Weitere Sensoren sind an der Seite angebracht. Mit Energie wird das Weltraumteleskop von zwei Solarmodulen versorgt, die im Betrieb ausgeklappt werden. Schließlich sind außen noch ein Bildschirm und ein Kameraarm angebracht - letzterer dient dazu, dass das Weltraumteleskop Bilder von sich selbst aufnehmen kann.

Transport von Virgin Galactic

Um das Teleskop in den Weltraum zu bringen - den Transport wird übrigens Virgin Galactic, das Raumfahrtunternehmen von Virgin-Gründer Richard Branson, übernehmen - und um es zu betreiben, braucht Planetary Resources Geld. Das soll die Internetgemeinde beisteuern: Das Unternehmen hat eine Crowdfunding-Kampagne beim Portal Kickstarter initiiert.

  • Das Weltraumteleskop Arkyd soll nicht nur nach Asteroiden Ausschau halten, sondern auch Nutzer vor der Erde porträtieren. (Bild: Planetary Resources)
  • So soll ein Space Selfie aussehen. (Bild: Planetary Resources)
  • Zum Selfie gbt es en Zertifikat, (Bild: Planetary Resources)
  • Außerdem nimmt das Teleskop auch andere Himmelskörper auch - dafür muss der Spender aber tiefer in die Tasche greifen. (Bild: Planetary Resources)
Das Weltraumteleskop Arkyd soll nicht nur nach Asteroiden Ausschau halten, sondern auch Nutzer vor der Erde porträtieren. (Bild: Planetary Resources)

Eine Million US-Dollar will Planetary Resources bis zum 30. Juni einsammeln. Das Ziel wird das Weltraumbergbauunternehmen wohl erreichen: In nicht einmal zwei Stunden waren bereits die ersten 100.000 US-Dollar zusammengekommen. Nach nicht einmal 24 Stunden hat sich die Summe schon mehr als verdreifacht.

Attraktive Belohnungen

Die Belohnungen, die das Unternehmen ausgesetzt hat, sind recht attraktiv. Denn Arkyd soll nicht nur zur Asteroidenexploration eingesetzt werden, sondern auch als Bürgerteleskop: Wer spendet, kann ein Bild im Weltraum aufnehmen lassen. Für einen größeren Beitrag kann er ein Foto von einem Himmelskörper in Auftrag geben. Schließlich kann er auch Teleskopzeit für die Forschung spenden.

Für 25 US-Dollar erhält der Nutzer ein Foto von sich im Weltraum: Er sendet ein Bild von sich ein, das auf dem Bildschirm angezeigt wird. Die Kamera auf dem Arm fotografiert die Ansicht mit der Erde im Hintergrund. Für knapp 40 US-Dollar gibt es das Foto nicht nur digital, sondern auch noch zwei 10 x 15 Zentimeter große Abzüge. Soll das Foto hochaufgelöst sein, müssen 65 US-Dollar aufgewandt werden. 150 dieser sogenannten Space Selfies nimmt Arkyd auf.

Teleskopzeit für die Wissenschaft

Allerdings nimmt das Teleskop nicht nur Bilder von Nutzern auf, es dient auch der Erkundung des Weltraums: Für knapp 100 US-Dollar kann ein Nutzer Studenten oder Wissenschaftlern fünf Minuten Beobachtungszeit spenden, ein HD-Selbstporträt inbegriffen. Wer lieber selbst ins All schauen will, muss tiefer in die Tasche greifen: Für 200 US-Dollar kann er ein Bild von einem Himmelskörper seiner Wahl in Auftrag geben, für 450 US-Dollar gibt es drei Bilder. Wer noch 200 US-Dollar drauflegt, bekommt eines der Bilder noch als Riesenposter.

Die Crowdfunder müssen allerdings Geduld aufbringen: Bis Arkyd im Orbit einsatzbereit ist, dauert es noch etwas. Der Start ist für das kommende Jahr geplant. Die ersten Space Selfies will Planetary Resources im August 2015 ausliefern.


Tannenzapfen 30. Mai 2013

Unterstütze ich! :-)

lemrez 30. Mai 2013

Doch, Stretchgoals gibt es: mehr Bodenstationen für eine Verlängerung der möglichen...

Kommentieren



Anzeige

  1. Web Designer (m/w)
    PRODINGER|GFB Tourismusmarketing, München
  2. Projektmanager IT ERP Microsoft Dynamics Navision (m/w)
    über KÖNIGSTEINER AGENTUR GmbH, München
  3. Web Developer (m/w)
    Publicis München, München
  4. Mitarbeiter (m/w) Anwendungsbetreuung Data Warehouse
    Aareon Deutschland GmbH, Mainz

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Epic Games

    Techdemo Zen Garden verfügbar

  2. Digitale Agenda

    Koalition wertet Internetausschuss ein bisschen auf

  3. World of Tanks

    Schnelle Wettrennen mit schweren Panzern

  4. Alcatel Onetouch Fire E im Kurztest

    Gutes Gehäuse, träges Betriebssystem

  5. Rosetta Stone

    Langenscheidt gehört die Farbe Gelb

  6. Treasure Map

    Wie die NSA das Netz kartographiert

  7. iOS 8

    Apple entfernt Zugriff auf Daten durch Dritte

  8. Streaming-Box im Kurztest

    Fire TV läuft jetzt mit deutschen Amazon-Konten

  9. Apple

    Update auf iOS 8 macht das iPhone 4S träger

  10. Zoobotics

    Vier- und sechsbeinige Pappkameraden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Physik: Zeitreisen ohne Paradoxon
Physik
Zeitreisen ohne Paradoxon
  1. Gehirnforschung Licht programmiert Gedächtnis um
  2. Neues Instrument Holometer Ist unser Universum zweidimensional?
  3. Sofia Der fliegende Blick durch den Staub

Doppelmayr-Seilbahn: Boliviens U-Bahn der Lüfte
Doppelmayr-Seilbahn
Boliviens U-Bahn der Lüfte

Intel Core i7-5960X im Test: Die PC-Revolution beginnt mit Octacore und DDR4
Intel Core i7-5960X im Test
Die PC-Revolution beginnt mit Octacore und DDR4
  1. Rory Read AMDs neue x86-Architektur Zen kommt 2015
  2. Intels Desktop-Chefin im Interview "Wir hatten unsere loyalsten Kunden frustriert"
  3. Intel Core i7-5960X X99-Mainboards angebrannt

    •  / 
    Zum Artikel