Crowdfunding: Makerplane fliegt quelloffen
Makerplane: CNC-Maschinen und 3D-Drucker (Bild: Makerplane)

Crowdfunding Makerplane fliegt quelloffen

Makerplane ist ein Flugzeug, dessen Pläne Open Source sein werden. Jedermann soll es mit Hilfe von Werkzeugen wie CNC-Fräsen nachbauen können. Um zwei Prototypen fertigzustellen, haben die Initiatoren des Projekts eine Crowdfunding-Kampagne gestartet.

Anzeige

John Nicol und Jeffrey Meyer bauen sich ein Flugzeug, eine kleine, zweisitzige Sportmaschine mit Propeller. Andere sollten das ebenfalls können, haben sie sich gedacht: Die beiden Flugzeugkonstrukteure stellen ihre Pläne unter eine freie Lizenz.

Makerplane nennt sich die Gruppe um Nicol und Meyer, die beide aus der Luftfahrt kommen: Ziel sei, ein Open-Source-Flugzeug zu entwerfen, das einfach und zu einem geringen Preis gebaut werden kann. Dabei sollen auch CNC-Maschinen und 3D-Drucker zum Einsatz kommen, sagt Projektleiter Nicol.

CNC-Maschinen und 3D-Drucker

Rumpf und Tragflächen des Flugzeugs werden aus einem Verbundwerkstoff gebaut. Der besteht aus einem Schaum zwischen Lagen aus Epoxidharz und Glasfasergewebe - einem gleichzeitig stabilen und leichten Material. Die Teile werden mit CNC-Maschinen geschnitten. Mit dem 3-Drucker werden Teile wie Gashebel oder Griffe hergestellt.

  • Das Open-Source-Flugzeug Makerplane...(Bild: Makerplane)
  • ... ist eine zweisitzige Sportmaschine mit Propellerantrieb. (Bild: Makerplane)
  • Rumpf und Tragflächen sollen aus einem Verbundwerkstoff bestehen, der mit CNC-Maschinen ausgeschnitten wird. (Bild: Makerplane)
  • Das Flugzeug soll einfach und für vergleichsweise wenig Geld nachgebaut werden können. (Bild: Makerplane)
Das Open-Source-Flugzeug Makerplane...(Bild: Makerplane)

Neben der Konstruktion wollen die Designer auch die Bordelektronik selbst bauen. Die wird konsequenterweise Open-Source-Hardware wie Raspberry Pi oder Arduino einsetzen.

Qualitätssicherung

Für ein Flugzeugprojekt gelten gewisse Sicherheitsanforderungen: Nicht jeder Beliebige soll an den Plänen Änderungen vornehmen können. Meyer, ein erfahrener Flugzeugingenieur, wird die Qualitätssicherung übernehmen und Änderungen an den Plänen überprüfen. Zudem müsse, so betonen die Entwickler, jedes einzelne Flugzeug individuell von der Luftfahrtbehörde abgenommen werden.

Meyer und Nicol haben die Internetgemeinde aufgerufen, das Projekt zu unterstützen: Die beiden haben eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Indiegogo eingerichtet, über die sie 75.000 US-Dollar sammeln wollen. Die Kampagne läuft noch bis zum 21. September 2013.

Flugunfähiger und fliegender Prototyp

Das Geld wollen die beiden dafür aufwenden, zunächst einen nicht flugfähigen Prototyp zu bauen. Daran wollen sie prüfen, ob ihr Design praktikabel ist, sowie die Stabilität der Konstruktion testen. Auf der Basis der Tests will die Gruppe dann ein zweites Flugzeug bauen, das dann fliegen soll. Ist es erfolgreich, werden die Pläne dafür im Internet veröffentlicht.

Der flugunfähige Prototyp ist bereits im Bau und soll in einem Jahr fertig sein. Die Konstrukteure wollen ihn im Juli 2014 auf der Luftfahrtmesse Airventure in Oshkosh im US-Bundesstaat Wisconsin vorstellen. Zur Airventure 2015 wollen sie dann mit dem nächsten, dem richtigen Flugzeug kommen und dieses im Flug präsentieren.


Subsessor 02. Aug 2013

"What is the Projected Cost to Build A MakerPlane v1.0 LSA? We are aiming for a total...

Charles Marlow 31. Jul 2013

Ach, ne, die Mehrheit könnte sich das gar nicht vorstellen, dass von so einem massenhaft...

angenehm 30. Jul 2013

Wird bestimmt bald verboten - Terroristen könnten damit ja Bomben (gebaut nach...

Bouncy 30. Jul 2013

Stimmt, ich seh jetzt auch keinen Unterschied zwischen einem Plan, wie man sich etwas...

Kommentieren



Anzeige

  1. Planungsingenieurin / Planungsingenieur
    Deutsche Welle, Bonn
  2. IT Customer Support Officer (m/w)
    FLO-CERT GmbH, Bonn
  3. IT-Mitarbeiter (m/w)
    SRH Dienstleistungen GmbH, Heidelberg
  4. SAP-System-Manager (m/w) SAP-Basis-Betreuung
    MBDA Deutschland, Schrobenhausen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Microsoft

    Enhanced Mitigation Experience Toolkit 5.0 freigegeben

  2. Turbofan

    Googles neuer V8-Compiler für Chrome

  3. Mobile Betriebssysteme

    Android läuft auf fast 85 Prozent aller Smartphones

  4. Ubiquiti Networks

    Mit Android-Telefonen gegen Cisco

  5. Nahrungsmittel

    Trinken statt Essen

  6. Mars 2020

    Curiosity-Zwilling soll unter die Mars-Oberfläche schauen

  7. Ubisoft

    Rayman-Erfinder Michel Ancel gründet neues Studio

  8. Recht auf Vergessen

    Bundesverfassungsrichter kritisiert EuGH-Urteil

  9. VDSL

    1&1 unterbietet Vectoring-Preis der Telekom

  10. Google Barge

    Google verschrottet einen seiner Schwimmpontons



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Bluetooth Low Energy und Websockets: Raspberry Pi als Schaltzentrale fürs Haus
Bluetooth Low Energy und Websockets
Raspberry Pi als Schaltzentrale fürs Haus
  1. Echtzeitkommunikation Socket.io 1.0 mit neuer Engine

PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K: "Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K
"Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
  1. Transformers Ära des Untergangs - gefilmt mit Sensoren im Imax-Format
  2. Intel-Partnerschaft mit Samsung 4K-Monitore sollen unter 400 US-Dollar gedrückt werden
  3. Asus ROG Kleine Gaming-PCs im Konsolendesign mit Desktophardware

Samsung Galaxy Tab S im Test: Flaches, poppig buntes Leichtgewicht
Samsung Galaxy Tab S im Test
Flaches, poppig buntes Leichtgewicht
  1. Samsung Neue Galaxy Tabs ab 200 Euro erhältlich

    •  / 
    Zum Artikel