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Auf Kickstarter nur noch schwierig zu bekommen: ein Vermögen
Auf Kickstarter nur noch schwierig zu bekommen: ein Vermögen (Bild: David Paul Morris/Getty Images)

Große Projekte motivieren die Backer

Genau auf solche Projekte hat sich Brian Fargo spezialisiert. Der Branchenveteran mit über dreißig Jahren Erfahrung ist einer der Stars der Kickstarter-Szene und einer ihrer lautstärksten Unterstützer. Sein Studio InXile Entertainment hat mit Wasteland 2 und Torment: Tides of Numenera gleich zwei altmodische PC-Rollenspiele finanziert.

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Wasteland 2 hat 2,9 Millionen US-Dollar bekommen, ist bereits erschienen und gut angekommen. Torment hat gar beachtliche 4,2 Millionen US-Dollar eingenommen. Im Interview zeigt sich schnell, dass Fargo die Crowdfunding-Szene immer noch genau verfolgt. Er hat sogar ein Erklärungsmodell für die sinkenden Zahlen: "Die gesunkenen Finanzierungssummen stützen offenbar die Halo-Effekt-Theorie, laut der große Projekte auch den kleineren mehr Geld einbringen." Große Projekte haben demnach Backer motiviert, auch kleineren Geld zu geben. Den Rückgang hält Fargo für ganz natürlich: "Der Kickstarter-Hype von 2012 ist schwer zu schlagen."

Fargo sieht ein Wahrnehmungsproblem. Schlechte Schlagzeilen bestimmen seiner Ansicht nach die Diskussion, aber nicht die Realität: "Wenn ein großes Kickstarter-Projekt scheitert, ist das immer ein Problem, vor allem weil das viel eher eine Nachricht wert ist, als ein erfolgreiches. Ich habe keine Zweifel, dass die schlechte Nachricht zehnmal mehr Klicks bekommt als die gute." Das Problem betrifft allerdings nur den Teil der Öffentlichkeit, der sich noch keine Meinung gebildet hat. "Ich habe den Eindruck, dass Freunde des Crowdfunding-Konzepts von schlechten Nachrichten nicht so stark beeinflusst werden, weil die Quote finanzierter, aber gescheiterter Projekte nicht sehr hoch ist." Und wer von vornherein Gründe suche, Crowdfunding abzuschreiben, der habe eben einen weiteren.

Fargos Erfahrung hilft ihm auch, die vermeintlich schlechten Chancen einer Kampagne anders einzuschätzen. "Ich habe schon Wehklagen gehört, weil nur 25 Prozent der Spieleprojekte auf Kickstarter auch finanziert werden. Aber vergleich das mal mit dem Investoren- und Publisher-Modell. Da liegt die Erfolgsquote unter 1 Prozent."

Größere Spiele sind auf Kickstarter immer noch am besten aufgehoben

Er persönlich bleibt überzeugt von der Plattform. Auch sein Studio werde weiter auf Kickstarter setzen, stellt er klar. "Wir wollen nun mal bestimmte Spiele auf eine gewisse Weise machen, und das geht nur mit Crowdfunding. Auf keinen Fall hätte Wasteland 2 ohne diesen Prozess existieren können. Und wenn wir es anders finanziert hätten, wäre es heute kaum das Spiel, das es ist." Fargo weist aber auch einem neuen Finanzierungsmodell eine wichtige Rolle zu: "Early Access hat wohl auch Spiele finanziert, die sonst auf Kickstarter gelandet wären."

Größere Spiele mögen es auf Kickstarter also schwer haben - aber immer noch besser als anderswo. Auf die Perspektive kommt es an. Fargo ist ein Entwickler, der sich über eine Erfolgsquote von 25 Prozent freut. Er freut sich aber auch über Nebeneffekte einer Crowdfunding-Kampagne - sie erzeugt so viel Aufmerksamkeit, dass Inxile sich das Marketingbudget für seine Spiele spart.

Aber Inxile beweist höchstens, dass erfahrene Entwickler viel Geld einnehmen können, wenn sie den Bedarf für bestimmte Nischengenres richtig einschätzen und klug bedienen. Wie es schlechter laufen kann, erleben viele andere Projekte.

 Große Flops und kleine ErfolgeAuch gut gemachte Projekte scheitern 

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Wary 01. Dez 2014

Das ist aber super für die Leute die Crowdfunding kennen! Den Projektgründern dort kann...

Trollfeeder 01. Dez 2014

Ich finde es Klasse das ich nicht der einzige bin, der lange die Übersicht verloren hat...

Wary 01. Dez 2014

Gibt auch da genug Betrug! Ein Beispiel z.B.: Nachdem erfolgreich ein 9$ Arduino...

vulkman 27. Nov 2014

Berechtigter Einwand.

theonlyone 27. Nov 2014

Wie bei jeder "Entwicklung" muss das Produkt eben erstmal finanziert werden bevor es...



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