Smartphone-Roboter Rom: 1,5 Millionen US-Dollar für den Haben-wollen-Effekt
Smartphone-Roboter Rom: 1,5 Millionen US-Dollar für den Haben-wollen-Effekt (Bild: Romotive)

Masse finanziert Wissenschaft

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Vorbild für die Plattform Sciencestarter sind unter anderem US-Angebote wie Petridish, Rockethub oder Sciflies. Dort werde die traditionelle Finanzierung von Wissenschaft durch Organisationen wie die National Science Foundation (NSF) und the National Institutes of Health (NIH) "zunehmend unerreichbar", kritisierte im Frühjahr das US-Wissenschaftsmagazin Scientific American.

Doch es geht um mehr als nur darum, Wissenschaft zu finanzieren. "Wir glauben, dass wir damit den Dialog zwischen Öffentlichkeit und Wissenschaft auf eine neue Stufe heben", sagte Projektleiter Thorsten Witt. Über das Crowdfunding könnten die Bürger "Wissenschaft als Prozess" erleben und "diesen unmittelbar mitgestalten."

Sexy Science

Dabei hätten es manche Disziplinen sicher leichter als andere, geben die Sciencestarter-Initiatoren zu - "man denke nur an die Astrophysik, die Luft- und Raumfahrt oder die Meereswissenschaften." Hat also nur Wissenschaft, die sexy ist, die Chance auf Finanzierung durch die Massen? - Roboter, Raketen oder Raumgleiter konstruieren, archäologische Ausgrabungen vorbereiten oder Wale belauschen, geht, ein Projekt aus der Musikwissenschaft, der Philosophie oder Mathematik nicht?

Nicht unbedingt, wie das Beispiel der Part Time Scientists zeigt. Nein, sagen auch die Wissenschafts-Crowdfunder: "Auch Grundlagenforschung kann spannend und unterhaltsam präsentiert und verbreitet werden, davon sind wir überzeugt." Mit anderen Worten: Der Wissenschaftler - und das gilt auch für jeden anderen Crowdfunder -, der sein Projekt am besten beschreibt, der es der Masse am besten verständlich und schmackhaft machen kann, hat die besten Chancen.

Vor Freude tanzen

Dass das durchaus gelingt, zeigt die Statistik von Kickstarter aus dem Jahr 2011: Die meisten erfolgreichen Projekte kamen aus dem Bereich Film und Video. Dafür wurde auch absolut das meiste Geld gespendet. Die Quote entsprach aber eher dem Durchschnitt. Die höchste Erfolgsquote erzielten nämlich nicht Filme, Spiele oder Gadgets, sondern: Tanzprojekte. Drei Viertel der Projekte in dieser Kategorie - insgesamt listet Kickstarter 13 - waren laut Pi erfolgreich. Es folgen Projekte aus dem Bereich Theater und Musik.

Und für manches Projekt, das durchfällt, mag auch gelten: Wenn die Masse sich dafür nicht erwärmen kann, ist es vielleicht wirklich eine Kopfgeburt.

 Flops: Asimov bekommt kein Testgelände

xunglaublichx 26. Dez 2012

Nur so aus interesse, gibt es bereits fertige Produkte die aus Crowdfunding (egal ob...

coelna 25. Dez 2012

Ich weiß nicht wie es bei Kickstarter ist, aber bei Indiegogo ziehen die das Geld sofort...

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