Unternehmen, Bildung und soziale Projekte finanzieren

Anzeige

Statt in die Entwicklung eines neuen Produkts kann der Nutzer auch gleich in das Unternehmen investieren. In den USA wurde im Frühjahr mit dem Crowdfunding Act ein Gesetz verabschiedet, das die Bedingungen definiert, wie Crowdfunding-Plattformen Anteile an Unternehmen vermitteln dürfen.

Über Angebote wie Crowdfunder können US-Nutzer in Startups investieren. Das gilt auch für Investoren, die über ein normales Einkommen verfügen - im Gegensatz etwa zu der Plattform Second Market: Dort darf nur mitmachen, wer mindestens eine Million US-Dollar auf dem Konto hat. Allerdings werden dort auch nicht Anteile an Startups, sondern an Unternehmen wie Twitter, Dropbox, Foursquare oder Spotify gehandelt.

Dieses Verfahren ist keine US-Spezialität. Auch diesseits des Atlantiks gibt es Crowdfunding-Plattformen für Unternehmen, etwa Seedrs in Großbritannien oder Seedmatch und Bergfürst hierzulande. Dabei setzt das Startup einen Mindestbetrag fest, für den der Privatinvestor Anteile kaufen kann: Bei Seedmatch sind das beispielsweise 250 Euro. Die Obergrenze liegt bei 100.000 Euro.

Licht spenden

Auch für soziale Projekte werben Initiatoren um Unterstützung, darunter die beiden Londoner Martin Riddiford und Jim Reeves. Sie haben eine Elektrolampe entwickelt, die ähnlich wie eine Uhr aufgezogen wird. Ein Sack, der mit Sand oder etwas anderem gefüllt wird, dient als Gewicht. Er hängt an einem Seil, das über ein Werk einen Generator antreibt, der eine Lampe mit Strom versorgt. Eine halbe Stunde lang beleuchtet Gravitylight dann eine Hütte.

Riddiford und Reeves haben eine Crowdfunding-Kampagne bei Indiegogo gestartet, um 1.000 Gravitylights zu bauen und sie an Dorfbewohner in Afrika und Indien zu verteilen. Ihr Ziel, 55.000 US-Dollar, haben sie schon nach wenigen Tagen erreicht.

Die beiden wollen die Masse indes gleich doppelt einspannen. Die einen sollen finanzieren, die anderen testen: Die Nutzer, die Gravitylights erhalten, sollen Schwachstellen aufspüren, damit die Entwickler die Lampen verbessern können. Geplant ist nämlich, die Schwerkraftlampe eines Tages als ganz normales Produkt auf den Markt zu bringen.

Bildung in der Crowd

In Zeiten schwindender Etats für Kultur und Bildung werden auch für diese Bereiche Spender gesucht: Für eine Plattform, auf der Open-Source-E-Books für die Schule bereitgestellt werden können, wird an die Großzügigkeit der Internetnutzer appelliert, ebenso für die Produktion eines Films über Nikola Tesla und die Einrichtung eines Museums im ehemaligen Labor des Erfinders, Physikers und Elektroingenieurs Tesla. Beide Tesla-Projekte waren erfolgreich. Die Schulbuch-O-Mat-Kampagne läuft noch bis Mitte Januar 2013.

Selbst der notleidende Journalismus sucht in Zeiten des Zeitungssterbens sein Heil bei der Masse: Die Organisation Freedom of the Press Foundation sammelt Spenden für Organisationen, "die sich damit beschäftigen, Missmanagement, Misshandlungen, Korruption, Repression und Verbrechen in den zunehmend undurchsichtig werdenden Institutionen aufzudecken". Dazu zählt im Moment die Plattform Wikileaks. Im Januar 2013 soll hierzulande die Plattform Krautreporter an den Start gehen, über die Journalisten Geld für eine Recherche, die sich sonst nicht finanzieren ließe, sammeln können.

 Computerspiele und FeuerwaffenFalsche Drohne: Nicht ganz ehrliche Projekte 

xunglaublichx 26. Dez 2012

Nur so aus interesse, gibt es bereits fertige Produkte die aus Crowdfunding (egal ob...

coelna 25. Dez 2012

Ich weiß nicht wie es bei Kickstarter ist, aber bei Indiegogo ziehen die das Geld sofort...

Kommentieren



Anzeige

  1. Junior Fleet IT Systems Manager (m/w)
    TUI Cruises GmbH, Hamburg
  2. Quality Assurance Engineer / Rollout and System Integration (m/w)
    PAYBACK GmbH, München
  3. Java Entwickler (m/w)
    Siemens AG, Erfurt
  4. Business Analyst / Projekt Manager (m/w)
    Parts Europe GmbH, Wasserliesch bei Trier

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  2. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  3. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  4. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  5. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  6. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen

  7. Lulzsec

    FBI soll von Anonymous-Hacks profitiert haben

  8. Opera Coast 3.0

    Der Gesten-Browser fürs iPhone ist da

  9. Linux 3.13

    Canonical übernimmt erneut Kernel-Langzeitpflege

  10. Klötzchen

    Dänemark in Minecraft nachgebaut



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Energieversorgung: Forscher übertragen Strom drahtlos über 5 Meter
Energieversorgung
Forscher übertragen Strom drahtlos über 5 Meter

Südkoreanische Wissenschaftler haben einen Fernseher aus 5 Metern Entfernung ohne Kabel mit Strom versorgt. Sie träumen von öffentlichen Bereichen, in denen Nutzer ihre Geräte drahtlos laden können - vergleichbar mit heutigen öffentlichen WLANs.

  1. Genetik Forscher wollen Gesicht aus Genen rekonstruieren
  2. Leslie Lamport Turing-Award für LaTeX-Erfinder
  3. Bionik Pimp my Plant

LG LED Bulb ausprobiert: LED-Leuchtmittel als Ersatz für 100- und 150-Watt-Glühlampen
LG LED Bulb ausprobiert
LED-Leuchtmittel als Ersatz für 100- und 150-Watt-Glühlampen

Light + Building Zur vergangenen Lichtmesse in Frankfurt hat LG zwei LED-Lampen angekündigt, die vor allem Philips Konkurrenz machen werden. Mit 20 und 33 Watt zieht LG mit Philips gleich beziehungsweise überholt die Niederländer sogar. Wir konnten uns das 20-Watt-Exemplar bereits anschauen.

  1. Rückruf durch ESTI Schweizer Starkstrominspektorat warnt vor Billig-LED-Lampen
  2. Power over Ethernet Philips will Lichtsysteme mit Netzwerkkabeln versorgen
  3. Intelligentes Licht von Osram Lightify als Hue-Konkurrent

Test The Elder Scrolls Online: Skyrim meets Standard-MMORPG
Test The Elder Scrolls Online
Skyrim meets Standard-MMORPG

Es ist so groß wie mehrere Rollenspiele zusammen und bietet auch Soloabenteurern Unterhaltung für Wochen und Monate. Vieles in The Elder Scrolls Online erinnert an Skyrim - und leider noch mehr an das altbekannte Strickmuster gängiger MMORPGs.

  1. The Elder Scrolls Online Zenimax deaktiviert umstrittene Bezahlmethoden
  2. Abopflicht Verbraucherschützer mahnen The Elder Scrolls Online ab
  3. Zenimax Online The Elder Scrolls Online ohne Server-Schlangen gestartet

    •  / 
    Zum Artikel