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Microsofts Lumia 950 XL mit Display-Dock
Microsofts Lumia 950 XL mit Display-Dock (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Continuum im Test: Das Smartphone wird zum Desktop

Microsofts Lumia 950 XL mit Display-Dock
Microsofts Lumia 950 XL mit Display-Dock (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Man nehme ein Lumia und ein Display-Dock, und das Smartphone verwandelt sich in einen Minirechner mit Windows 10 Mobile. Wir haben damit gearbeitet - und sind positiv überrascht.

Zu den spannendsten Neuerungen des Lumia 950 XL zählt eine Implementierung von Continuum: Apps unterstützen neben einem Notebook-Modus auch einen für den Tablet-Betrieb. Diese Funktion war bisher Detachables vorbehalten, mittlerweile hat Microsoft sie auf zwei Lumia-Smartphones übertragen, die in Kombination mit dem Display-Dock zum Minirechner werden. Wir haben Continuum mehrere Tage getestet und sind angetan.

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Voraussetzung sind ein Lumia 950 oder Lumia 950 XL und das Display-Dock. Die kleine Box dient als eine Art Break-out-Board. Sie führt also die Anschlüsse nach außen, die in den Lumias schlummern, bedingt durch deren Abmessungen aber nicht am Smartphone vorhanden sind. Konkret wird das Lumia über ein USB-C-Kabel mit dem Display-Dock verbunden. Diese Schnittstelle transportiert Audio-, Bild- und Touch-Informationen per Displayport-Protokoll, zudem können Daten übertragen und Peripherie angeschlossen werden.

Am Display-Dock befinden sich ein Netzteilanschluss, der die Box und das Lumia mit Energie versorgt, drei USB-Typ-A-Schnittstellen, ein Displayport und ein HDMI-Ausgang. Die maximal unterstützte Auflösung beträgt 1.920 x 1.200 Pixel bei 60 Hz. Alternativ kann ein Bildschirm per Miracast drahtlos verbunden werden. Mehr als ein Lumia und ein (Miracast-)Monitor oder das Display-Dock sind prinzipiell nicht notwendig, da alle Eingaben mit den Fingern erfolgen können. Hierzu werden auf dem Smartphone-Display ein Touchpad, das Gesten wie Pinchen unterstützt, und bei Texteingaben eine kleine Tastatur eingeblendet.

Ergonomischer sind dedizierte Eingabegeräte, die per Bluetooth oder USB angeschlossen werden, was wir für diesen Test getan haben. Das Display-Dock misst 64 x 64 x 36 mm, die Grundfläche ist also etwa halb so groß wie die eines Lumia 950 XL. Auch wenn 230 Gramm Gewicht leicht klingen, wirkt die gut verarbeitete Box massiv und liegt überraschend schwer in der Hand. Die gummierte Unterseite hält sie fest an ihrem Platz - unserem Arbeitsplatz.

  • Ein Lumia 950 XL mit Display-Dock und Peripherie (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Microsofts Lumia 950 XL mit Display-Dock (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Display-Dock mit dem vorderen USB-C-Abschluss (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Hinten gibt es dreimal USB-A, Displayport, HDMI und USB-C fürs Netzteil. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Continuum funktioniert drahtlos oder per Kabel. (Screenshot: Golem.de)
  • Ohne Maus und Tastatur steuern wir per Touchpad. (Screenshot: Golem.de)
  • Bei Texteingaben wird automatisch die Tastatur eingeblendet. (Screenshot: Golem.de)
  • Im Optionsmenü passen wir etwa die Skalierung an. (Screenshot: Golem.de)
  • Praktisch ist die Funktion, den Inhalt des Smartphone-Displays zu spiegeln. (Screenshot: Golem.de)
  • Der Desktop von Windows 10 Mobile unter Continuum (Screenshot: Golem.de)
  • Der Homescreen wird zum Startmenü. (Screenshot: Golem.de)
  • Ausgegraute Apps laufen parallel auf dem Smartphone. (Screenshot: Golem.de)
  • Ein Workaround für Netflix ist die Webversion im Edge-Browser. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Karten-App läuft nativ unter Continuum. (Screenshot: Golem.de)
  • Das gilt auch für Outlook-Mail. (Screenshot: Golem.de)
  • Per Steuerung und Tab wechseln wir zwischen Apps. (Screenshot: Golem.de)
  • Über USB-Datenträger können wir externe Inhalte einbinden. (Screenshot: Golem.de)
  • Beispielsweise Excel-Dokumente, ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... Powerpoint-Präsentationen ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... oder PDFs. (Screenshot: Golem.de)
Ein Lumia 950 XL mit Display-Dock und Peripherie (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Ist das Lumia entsperrt, erscheint ein Windows-Desktop mit dem typisch blauen Hintergrund samt Logo. Unten links befinden sich der Startknopf, ein Zurück-Button, die Suche und die Task-Ansicht. Rechts unten sitzt das Info-Center-Symbol, oben rechts die Uhr und oben links werden die Mobilfunk- sowie WLAN-Verbindungsdaten angezeigt. Der Startknopf öffnet das Startmenü, was bei Windows 10 Mobile dem Homescreen des Nutzers entspricht.

Dabei fällt sofort auf: Diverse Apps sind ausgegraut. Continuum funktioniert nur mit Universal-, nicht aber mit reinen Smartphone-Apps. Das wird beispielsweise bei Netflix deutlich, was kürzlich für Desktops, Notebooks und Tablets aktualisiert wurde. Eine echte Universal-App ist Netflix allerdings noch nicht. Unterstützt werden unter anderem fast alle Microsoft-Apps inklusive Cortana, Kalender, Karten, Mail, dem Office-Paket und Skype. Zudem laufen beispielsweise Audible, Facebook, Sky Go und Sky Online sowie Xing.

Es mangelt noch etwas an Apps 

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msdong71 22. Dez 2015

In jeder Umgebung die nicht gerade ein Büro ist, sind Thinclients immer eine gute Wahl...

Sybok 21. Dez 2015

Nein, war nicht der Fall - der Startscreen war einfach nur im Vollbildmodus (aber nicht...

dasquiddi 21. Dez 2015

Nun ich denke ganz ohne kabel wirds nicht gehen, aber es gibt ja bereits Touchdisplays...

elox 21. Dez 2015

Ah ja, und Continuum braucht ein Kabel? Artikel nicht gelesen, Continuum nicht...

Sybok 21. Dez 2015

Du hast das Prinzip nicht verstanden - das ist ja eben KEIN schnödes TV-Out. Wenn Du nur...

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