Abo
  • Services:
Anzeige
Microsoft bringt Apps jetzt fast überall hin. Die mögliche Cloud-Anbindung soll Entwicklern helfen.
Microsoft bringt Apps jetzt fast überall hin. Die mögliche Cloud-Anbindung soll Entwicklern helfen. (Bild: Microsoft)

Hilfe für die Cloud und für Mobile

Unterstützt wird Microsofts starker Fokus auf Cloud-Technik ausgerechnet von Google, das im Gegensatz zu dem scheinbar altbackenen und grauen Microsoft einigen als junges, buntes, modernes und damit besonders innovatives Unternehmen gilt. Im Enterprise-Markt geht es allerdings knallhart ums Geschäft, weshalb Google nun der von Microsoft gegründeten .Net-Foundation beigetreten ist.

Anzeige

Seit der Offenlegung seines hauseigenen Frameworks .Net arbeitet Microsoft auch mit Unterstützung von Linux-Distributoren wie Red Hat daran, dieses plattformunabhängig zu gestalten. Dem aktuellen IT-Trend folgend ziehen die Anwender von .Net mit ihren oftmals riesigen firmeninternen Softwareprojekten in Cloud-Umgebungen um. Microsoft kann hier mit Azure und seiner .Net-Expertise theoretisch Rundum-sorglos-Pakete für Kunden schnüren.

Damit Google mit seiner Cloud-Plattform dabei aber nicht zu sehr an Boden verliert, unterstützt das Unternehmen wohl zwangsweise eben die Sprache C# und das damit geschriebene .Net sowie typische Microsoft-Werkzeuge wie Visual Studio, die Powershell oder eben Windows-System in der Cloud. Mit der Mitgliedschaft in der .Net Foundation will Google demnach dafür sorgen, dass die große Offenheit von .Net, die Google Ambitionen ermöglicht, gewahrt bleibt.

Samsung unterstützt .Net für Tizen

Unterstützung für .Net bekommt Microsoft auch von Samsung. Letzteres engagiert sich bereits seit Juni in der .Net Foundation und plant nun, das .Net-Framework auf sein eigenes Linux-System Tizen zu portieren. Dafür eventuell notwendige Anpassungen sollen mit der Community geteilt werden, so dass davon eventuell auch andere Linux-Entwickler profitieren.

Samsung nutzt Tizen für Smartphones und -watches, aber auch für seine eigenen Smart TVs und weitere Geräte des sogenannten Internet of Things. Das Unternehmen verspricht sich von der Verwendung von .Net eine große App-Anzahl und damit eine stärkere Verbreitung und Akzeptanz seiner Geräte. Möglich werden soll dies aber nicht nur durch die Verwendung von .Net Core, sondern auch dank der Verwendung der darauf aufbauenden Xamarin.Forms, mit denen die Oberfläche von Android und iOS-Apps erstellt werden kann. Künftig dann wohl auch für Tizen. Wie zu erwarten, betont Microsoft seine Freude über die Neuzugänge bei .Net.

Werkzeuge und Cloud-Unterstützung für Mobile-Entwickler

Xamarin.Forms ebenso wie andere .Net-Technologien für mobile Systeme erwarb Microsoft durch die Übernahme von Xamarin, des Sponsors der freien .Net-Implementierung Mono. Dazu gehört zum Beispiel die IDE Xamarin Studio, die Microsoft inzwischen zu einem Visual Studio für Mac weiterentwickelt und bereits vor der Connect-Konferenz angekündigt hat.

Doch Microsoft beschränkt sich bei der neuen Produktpalette mit Visual Studio Code, Visual Studio für Mac und einem im erwartbaren Turnus aktualisierten Visual Studio 2017 nicht mehr nur auf einfache Desktop-Anwendungen, die Programmierern ein bisschen beim Entwickeln ihrer Software helfen.

Denn die Programmierwerkzeuge bieten künftig wie zu erwarten eine noch engere Verknüpfung zu Microsofts eigenem Cloud-Dienst Azure. Visual Studio 2017, das noch den Status eines Release Candidate hat, enthält etwa die Möglichkeit, Anwendungen per Mausklick in einen Docker-Container zu packen, über einen Registry-Dienst und in der Azure Cloud als gehostete App zu verteilen.

Microsoft hat aber außerdem noch sein Angebot für Mobile-Entwickler dank der Cloud deutlich erweitert. Während das Visual Studio 2015 schon extrem gut für die App-Entwicklung gerüstet ist, bietet das Visual Studio Mobile Center den Programmierern auch umfassende Test- und Evaluationsmöglichkeiten.

Die derzeit noch kostenlose verfügbare Vorschau darauf bezeichnet Microsoft bereits als Missionskontrollsystem für die App-Entwicklung, was vor allem für die Zusammenarbeit im Team gelte. So werde neuer Code automatisch gebaut, die Apps lassen sich auf Tausenden verschiedenen Geräten testen und erfolgreich getestete Anwendungen können direkt an menschliche Tester verteilt werden.

Die App-Backends können direkt in der Cloud skaliert und um Cloud-Dienste wie Synchronisation oder einfach nur sehr viel Speicher erweitert werden. Insbesondere die schon jetzt verfügbaren Analysewerkzeuge sollen künftig noch deutlich erweitert werden.

Naheliegend ist hier eine Anbindung an die Big-Data-Plattform Azure Data Lake mit ihren Analysefähigkeiten, die nun offiziell zur Verfügung steht. Ebenso laufen die mit dem im März vorgestellten Chatbot-Framework erstellten Bots in der Azure-Cloud. Auch das sollte einigen App-Entwicklern eine wichtige Hilfestellung sein.

Bei all den Innovationen mit Hilfe der Cloud für Entwickler bleibt noch abzuwarten, was die Teams bei Microsoft selbst künftig damit anstellen werden. Das zeigt sich vielleicht schon im kommenden Frühjahr auf der nächsten Build-Konferenz von Microsoft.

 Connect 2016: Microsoft setzt alles auf die Cloud

eye home zur Startseite
yoyoyo 18. Nov 2016

Und schillernd ist i.d. R. kein Kompliment, wenn es um Inhalte geht.

Themenstart

Kommentieren



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Media-Saturn IT-Services GmbH, Ingolstadt
  2. Swyx Solutions AG, Dortmund
  3. Haufe Gruppe, Freiburg im Breisgau
  4. Schwarz IT Infrastructure & Operations Services GmbH & Co. KG, Neckarsulm


Anzeige
Top-Angebote
  1. 55,99€ inkl. Versand (alter Preis: 65,00€)
  2. 44,00€ inkl. Versand (alter Preis: 59,99€)
  3. 1169,00€

Folgen Sie uns
       


  1. Spielebranche

    Shadow Tactics gewinnt Deutschen Entwicklerpreis 2016

  2. Erotik-Abo-Falle

    Verdienen Mobilfunkbetreiber an WAP-Billing-Betrug mit?

  3. Final Fantasy 15

    Square Enix will die Story patchen

  4. TU Dresden

    5G-Forschung der Telekom geht in Entertain und Hybrid ein

  5. Petya-Variante

    Goldeneye-Ransomware verschickt überzeugende Bewerbungen

  6. Sony

    Mehr als 50 Millionen Playstation 4 verkauft

  7. Weltraumroboter

    Ein R2D2 für Satelliten

  8. 300 MBit/s

    Warum Super Vectoring bei der Telekom noch so lange dauert

  9. Verkehrssteuerung

    Audi vernetzt Autos mit Ampeln in Las Vegas

  10. Centriq 2400

    Qualcomm zeigt eigene Server-CPU mit 48 ARM-Kernen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Gigaset Mobile Dock im Test: Das Smartphone wird DECT-fähig
Gigaset Mobile Dock im Test
Das Smartphone wird DECT-fähig

Civilization: Das Spiel mit der Geschichte
Civilization
Das Spiel mit der Geschichte
  1. Civilization 6 Globale Strategie mit DirectX 12
  2. Take 2 GTA 5 saust über die 70-Millionen-Marke
  3. Civilization 6 im Test Nachhilfestunde(n) beim Städtebau

Oculus Touch im Test: Tolle Tracking-Controller für begrenzte Roomscale-Erfahrung
Oculus Touch im Test
Tolle Tracking-Controller für begrenzte Roomscale-Erfahrung
  1. Microsoft Oculus Rift bekommt Kinomodus für Xbox One
  2. Gestensteuerung Oculus Touch erscheint im Dezember für 200 Euro
  3. Facebook Oculus zeigt drahtloses VR-Headset mit integriertem Tracking

  1. Re: Sehr schwach von Apple.

    lear | 23:04

  2. Re: Einfache Lösung:

    Moe479 | 23:03

  3. Re: Dann halt wieder wie früher

    Moe479 | 23:01

  4. Re: Digitale Zähler und "Nachtarif" würden das...

    Snooozel | 22:57

  5. Re: Qualität Filme vs. Serien

    gasm | 22:54


  1. 22:00

  2. 18:47

  3. 17:47

  4. 17:34

  5. 17:04

  6. 16:33

  7. 16:10

  8. 15:54


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel