Company of Heroes 2
Company of Heroes 2 (Bild: THQ)

Company of Heroes 2 & Co. THQ ist insolvent und steht zum Verkauf

Der Publisher THQ hat einen Schlussstrich unter jahrelange Probleme gezogen und Insolvenz angemeldet. Ein strategischer Investor hat für einen Käufer die vier Entwicklerstudios für 60 Millionen US-Dollar übernommen, der Geschäftsbetrieb geht weiter.

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Jahrelang schon kämpft der Publisher THQ aus dem kalifornischen Städtchen Agoura Hills mit finanziellen Schwierigkeiten. Jetzt hat das Management um den Vorsitzenden Brian Farrell zum einen Insolvenz angemeldet, zum anderen aber einen Käufer gefunden, mit dem der weitere Geschäftsbetrieb gesichert werden soll. Entlassungen sind nicht geplant, die deutsche Tochter ist von der Insolvenz nicht betroffen.

Zuerst soll eine private Investmentfirma namens Clearlake Capital Group unter anderem die vier Entwicklerstudios und alle Spiele von THQ für 60 Millionen US-Dollar übernehmen. Dann können potenziell interessierte Firmen ein Übernahmegebot abgeben, das aber deutlich über dem Gebot des eigentlich schon gefundenen, namentlich nicht genannten Käufers liegen müsste. Damit das Tagesgeschäft bis zum Abschluss dieses Prozesses weitergehen kann, steuern Clearlake Capital und Wells Fargo 37,5 Millionen Dollar bei.

In einem offenen Brief versichert Firmenchef Jason Rubin der Community, dass THQ auch weiterhin Spiele produzieren will. Er vergleicht die Lage mit dem Filmstudio MGM, das vor zwei Jahren ebenfalls Insolvenz angemeldet hatte, jetzt aber Leinwanderfolge wie 007 Skyfall und Der Hobbit vorweisen könne.

Dass Spieler durchaus an THQs Produkten interessiert sind, hat das kürzlich veröffentlichte Humble THQ Bundle gezeigt, das mit über 885.000 verkauften Einheiten einen Umsatz von mehr als 5 Millionen Dollar erzielt hat. Der Publisher hat derzeit unter anderem das Actionspiel Metro: Last Light, das Strategiespiel Company of Heroes 2 und das Rollenspiel South Park: The Stick of Truth in der Pipeline. Außerdem arbeitet das Frankfurter Entwicklerstudio Crytek an einer Fortsetzung des Ego-Shooters Homefront.

Nachtrag vom 21. Dezember 2012, 16:30 Uhr

Einem Bericht des britischen Fachmagazins MCV zufolge ist Ubisoft daran interessiert, die fünf Entwicklerstudis und einige der Spielemarken von THQ zu übernehmen, zu denen unter anderem Saints Row, Homefront, Red Faction und die Westlingreihe WWE gehören. Dem Bericht zufolge geht es Ubisoft vor allem darum, zu einem günstigen Preis zum Zuge zu kommen, und nicht unbedingt in jedem Fall den Zuschlag zu erhalten. Ubisoft hat sich bislang öffentlich genauso wenig zu der Meldung geäußert wie THQ.


Endwickler 27. Dez 2012

Ja, es ist für jeden viel Trash dabei aber doch das eine oder andere, was manche sehr...

derKlaus 23. Dez 2012

Was hat THQ denn anders gemacht als EA oder Ubisoft? Also der einzige Unterschied der mir...

blubberlutsch 21. Dez 2012

Ich geb lieber 100% an die Entwickler. Das mit der Charity find ich ein wenig komisch, wo...

Endwickler 21. Dez 2012

Willkommen auf der dunklen Seite der Nacht.

tomacco 21. Dez 2012

Hallo zusammen, ich hatte es ganz aus den Augen verloren: Metro 2033 sollte ja "später...

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