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Wettbewerber des Kultur Hackathons Coding da Vinci nutzten öffentliche Daten verschiedener Institutionen.
Wettbewerber des Kultur Hackathons Coding da Vinci nutzten öffentliche Daten verschiedener Institutionen. (Bild: Coding da Vinci)

Coding da Vinci: Hackathon mit offenen Kulturdaten

Was tun mit offenen Daten? Beim Wettbewerb Coding da Vinci wurden 17 Projekte vorgestellt, teils mit ernsten, teils mit spielerischen Ansätzen. Der Wettbewerb sollte auch diejenigen überzeugen, die der Freigabe ihrer Daten skeptisch gegenüberstehen.

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Coding da Vinci nennt sich selbst Hackathon. Diese Bezeichnung habe zunächst einige Institutionen vom Mitmachen abgeschreckt, sagt Stephan Bartholmei von der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB), welche die von zahlreichen Institutionen freigegebenen Daten verwaltet und bereitstellt. Mit Hackern wolle man nicht zusammenarbeiten, habe es geheißen. Die Freigabe der Daten habe einige Überzeugungsarbeit gekostet.

  • Screenshot von der App "Alt-Berlin: Die historische Entwicklung Berlins" von Claus Höfele (Fotos und Screenshots: Golem.de)
  • Screenshot von der App "Alt-Berlin: Die historische Entwicklung Berlins" von Claus Höfele
  • Screenshot von der App "Alt-Berlin: Die historische Entwicklung Berlins" von Claus Höfele
  • Screenshot von der App "Alt-Berlin: Die historische Entwicklung Berlins" von Claus Höfele
  • Der Cyberbeetle vor seinem Heimkino
  • Die Webapp Ethnoband zeigt Instrumente aus dem Ethnologischen Museum Berlin...
  • ...und dazugehörige Informationen.
  • Außerdem lassen sich die Klangdateien der Instrumente abspielen.
  • Die Gewinner des Coding-da-Vinci-Wettbewerbs: v. l. Claus Höfele, Daniel Burckhardt, Thomas Fett, Kati und Tomi Hyyppä, Stepanie Weber
  • Die Webseite Verbrannt und Verbannt, die die Liste der, von den Nationalsozialisten verbotenen, Literatur aufarbeitet.
  • Zzzwitscherwecker weckt mit Soundbits des Naturkundemuseums.
  • Erst wenn der richtige Vogel seinem Zwitschern zugeordnet ist,...
  • ...verstummt der Wecker.
Die Gewinner des Coding-da-Vinci-Wettbewerbs: v. l. Claus Höfele, Daniel Burckhardt, Thomas Fett, Kati und Tomi Hyyppä, Stepanie Weber

150 Teilnehmer hatten zehn Wochen Zeit, um Ideen zu entwickeln, wie sie Kulturdaten von 16 verschiedenen Institutionen in Apps oder Webseiten nutzen könnten. Coding da Vinci wurde von der Deutschen Digitalen Bibliothek, der Servicestelle Digitalisierung, der Open Knowledge Foundation und Wikimedia veranstaltet.

Naturkunde und historisches

Für den Wettbewerb stand eine ungewöhnliche Bandbreite verschiedener Daten zur Verfügung. Aus dem Ethnologischen Museum Berlin kamen Fotos und Audiosamples zahlreicher Musikinstrumente aus aller Welt. Der Botanische Garten und das Botanische Museum in Berlin-Dahlem sowie das Museum für Naturkunde Berlin stifteten hochauflösende Bilder von Pflanzen und Vögeln sowie Soundbits mit Vogellauten.

Bilder zum historischen Berlin wurden von der Berlinischen Galerie und der Stiftung Stadtmuseum Berlin bereitgestellt. Vom Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte Essen stammen Fotografien von Grabsteinen, deren teils als Gedichte verfassten Grabinschriften aus dem Hebräischen übersetzt wurden. Vielfach verwendet wurde auch die Zusammenstellung der vom NS-Regime verbotenen und verbrannten Bücher. Die "Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums" wurde in vier Projekten verarbeitet. Fast alle Daten stehen auch weiterhin unter einer der vielen Creative-Common-Lizenzen oder sogar als Public Domain zur Verfügung, darunter auch 55 Grafiken des Berliner Zeichners Heinrich Zille.

APIs und Wrapper

Vor dem Hintergrund dieser anspruchsvollen Themengebiete entstanden 25 Projekte, von denen 17 auf der Abschlussveranstaltung im Jüdischen Museum Berlin gezeigt wurden. Aus den kurzen Vorträgen zu den einzelnen Projekten war herauszuhören, dass vor allem das Extrahieren relevanter Daten aus den bereitgestellten XML-Daten eine der großen Herausforderungen gewesen sei. Entsprechend gab es Projekte, die sich um die Bereitstellung der Daten kümmerten, etwa von Christian Bromann, der einen Javascript-Wrapper für das API der Deutschen Digitalen Bibliothek programmierte.

Und die Gewinner sind... 

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