Abo
  • Services:
Anzeige
Platine mit GPU und vier HBM-Stacks
Platine mit GPU und vier HBM-Stacks (Bild: AMD)

Codename Fiji: AMD erklärt High Bandwidth Memory der neuen Grafikkarte

Platine mit GPU und vier HBM-Stacks
Platine mit GPU und vier HBM-Stacks (Bild: AMD)

Eine höhere Datentransfer-Rate und dennoch sparsamer: Golem.de hat mit AMDs Technik-Chef über Details zum High Bandwidth Memory, der für die kommende Fiji-Grafikkarte statt GDDR5 als Videospeicher verwendet wird, gesprochen. Einziger vermeintlicher Nachteil ist die derzeit verfügbare Kapazität.

Anzeige

AMDs nächste High-End-Grafikkarte, Codename Fiji, wird die erste mit High Bandwidth Memory (HBM). Dieser Stapelspeicher ist für Golem.de-Leser nicht neu, schon im Dezember 2014 berichteten wir ausführlich über High Bandwidth Memory und andere Speicher-Technologien. AMD hatte den Einsatz von HBM für eine mit dem Fiji-Chip ausgerüstete Grafikkarte auf dem Financial Analyst Day angekündigt, in einem Briefing ging der Hersteller auf Details ein. Wir sprachen direkt mit AMDs Technik-Chef Joe Macri über den High Bandwidth Memory und dessen Implementierung in künftigen Produkten.

Vorab ein paar Hintergrundinformationen: Der seit vielen Jahren bei Grafikkarten übliche Videospeicher ist GDDR5; einzig sehr günstige Modelle nutzen DDR3-Speicher. Um mit GDDR5 die für heutige Grafikkarte notwendige Datentransfer-Rate zu erzielen und 4 oder mehr GByte zu verbauen, ist eine aufwendige Platine notwendig. AMDs Radeon R9 290X etwa nutzt ein 512 Bit breites Speicher-Interface, und an jedem 32-Bit-Kanal hängt ein Speicherchip. Alle 16 zusammen ergeben 4 oder 8 GByte, Workstation-Karten wie Fire Pro W9100 erreichen 16 GByte mit 32 Speicherbausteinen.

  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
Details zu HBM (Bild: AMD)

High Bandwidth Memory löst die Problematik vergleichsweise elegant: Statt eine Vielzahl an Speicherpackages samt Leitungen auf die Platine zu packen, werden DRAM-Dies gestapelt und als sogenannte Stacks direkt neben dem Grafikchip platziert - die GPU darf also nicht zu groß sein. Beide Bausteine sind durch einen Interposer verbunden, dieser wird bei UMC hergestellt. Der Interposer ist eine spezielle Silizium-Schicht, durch diese wird das Interface gelegt. Auch wenn keine aktiven Bauteile im Interposer stecken, macht dies die Grafikkarte teurer. Das Interface fällt dafür beim Grafikchip etwas kleiner aus als mit GDDR5 und spart somit Energie und wichtige Die-Fläche.

Auch Stacks nehmen weniger elektrische Leistung auf als GDDR5-Speicher, AMD selbst nennt die Hälfte bei gleicher Geschwindigkeit. Interessant ist die angegebene Spannung von 1,3 Volt bei 1 GHz - bisherige Dokumente sprechen von 1,2 Volt. Jeder Stack taktet mit 1 GHz und ist per 1.024-Bit-Interface an den Grafikchip angebunden, insgesamt ergibt dies 512 GByte pro Sekunde. Das ist mehr als heutige GDDR5-Speichersysteme schaffen, wohlgemerkt bei niedrigerer Leistungsaufnahme. Das freiwerdende Energie-Budget steckt AMD in mehr Shader-Einheiten, die TDP von Fiji soll der Radeon R9 290X nicht übersteigen.

  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
Details zu HBM (Bild: AMD)

4 GByte Videospeicher noch nicht offiziell

Der neue Speicherstandard wurde vom Jedec-Konsortium spezifiziert, einziger Fertiger ist derzeit Hynix. Offiziell verfügbar sind Stacks mit vier DRAM-Dies mit je 2 GBit. Ein solcher 4-Hi-Stack bietet also 1 GByte Speicher und zumindest AMDs - von Macri als Cartoons bezeichneten - Schaubildern zufolge ist rund um die GPU nur Platz für vier davon. Das würde 4 GByte Videospeicher für die im Juni erscheinende Fiji-Grafikkarte bedeuten, theoretisch sind aber auch mehr Kapazität pro Die, mehr Dies pro Stack oder mehr Stapel denkbar. Die Fiji-Karte soll unseren Informationen nach eine neue Namensgebung erhalten.

AMD wollte die 4 GByte nicht bestätigen, Joe Macri sagte Golem.de aber, AMD arbeite daran, den Videospeicher möglichst effizient zu nutzen. Heutige Architekturen würden dies nicht machen, da ein breiteres Interface bisher nahezu durchgehend mit mehr Speicher einherging. Auch Nvidia forscht an neuen Techniken um den Footprint zu veringern, etwa an ACAA, einer Kantenglättungsmethode für Forward-Renderer. Die wenigsten Spiele nutzen jedoch mehr als 4 GByte Videospeicher, selbst in 4K.

  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
  • Details zu HBM (Bild: AMD)
Details zu HBM (Bild: AMD)

Die Platine wird Macri zufolge vergleichsweise kurz, der Grafikchip wie auch die HBM-Stacks sind auf gleicher Höhe angeordnet und werden gemeinsam von einer Wasserkühlung abgedeckt. Die früher genannte 8-GByte-Karte könnte erst in einigen Monaten erscheinen, wenn 8-Hi-Stacks mit halbiertem Interface pro DRAM-Die und verdoppelter Kapazität fertig sind.

Eine künftige FirePro-Karte könnte gleich auf eine überarbeitete HBM-Version mit 4 GByte pro Stack - also 16 GByte - setzen. Ähnlich geht Nvidia vor, deren Pascal-Chip verfügt über bis zu 32 GByte. AMD arbeitet zudem an einem HPC-Chip mit Zen-Prozessorkernen, einer integrierten Grafikeinheit und High Bandwidth Memory.


eye home zur Startseite
CochainComplex 15. Jun 2015

Das Problem von Hochgeschwindigkeitstechniken sind in erster Linie die Leitungen und...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Ditzingen, Stuttgart-Weilimdorf
  2. Dataport, Hamburg
  3. Bosch Software Innovations GmbH, Waiblingen
  4. Radeberger Gruppe KG, Frankfurt am Main


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Der Hobbit 3, Der Polarexpress, Ice Age, Pan, Life of Pi)
  2. (u. a. Apollo 13, Insidious, Horns, King Kong, E.T. The Untouchables, Der Sternwanderer)
  3. 122,97€

Folgen Sie uns
       


  1. Zero G

    Schwerelos im Quadrocopter

  2. Streaming

    Youtube hat 1 Milliarde US-Dollar an Musikindustrie gezahlt

  3. US-Wahl 2016

    Nein, Big Data erklärt Donald Trumps Wahlsieg nicht

  4. Online-Hundefutter

    150.000 Euro Strafe wegen unerlaubter Telefonwerbung

  5. Huawei

    Vectoring mit 300 MBit/s wird in Deutschland angewandt

  6. The Dash

    Bragi bekommt Bluetooth-Probleme nicht in den Griff

  7. Bugs in Encase

    Mit dem Forensik-Tool die Polizei hacken

  8. Autonomes Fahren

    Verbraucherschützer fordern "Algorithmen-TÜV"

  9. The Last Guardian im Test

    Gassi gehen mit einem computergesteuerten Riesenbiest

  10. E-Sport

    Cheats und Bots in Südkorea offenbar gesetzlich verboten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Named Data Networking: NDN soll das Internet revolutionieren
Named Data Networking
NDN soll das Internet revolutionieren
  1. Geheime Überwachung Der Kanarienvogel von Riseup singt nicht mehr
  2. Bundesförderung Bundesländer lassen beim Breitbandausbau Milliarden liegen
  3. Internet Protocol Der Adresskollaps von IPv4 kann verzögert werden

Travelers Box: Münzgeld am Flughafen tauschen
Travelers Box
Münzgeld am Flughafen tauschen
  1. Apple Siri überweist Geld per Paypal mit einem Sprachbefehl
  2. Soziales Netzwerk Paypal-Zahlungen bei Facebook und im Messenger möglich
  3. Zahlungsabwickler Paypal Deutschland bietet kostenlose Rücksendungen an

Nach Angriff auf Telekom: Mit dem Strafrecht Router ins Terrorcamp schicken oder so
Nach Angriff auf Telekom
Mit dem Strafrecht Router ins Terrorcamp schicken oder so
  1. Red Star OS Sicherheitslücke in Nordkoreas Staats-Linux
  2. 0-Day Tor und Firefox patchen ausgenutzten Javascript-Exploit
  3. Pornoseite Xhamster spricht von Fake-Leak

  1. Re: was lange währt...

    css_profit | 18:50

  2. Re: Der Grund fuer Trumps Wahlsieg

    EWCH | 18:50

  3. Re: Und die Künstler...

    zampata | 18:49

  4. Re: Bei uns lag neulich eine Karte im...

    znorf | 18:49

  5. Re: Es ist einzig das hirnrissige ....

    deefens | 18:48


  1. 18:49

  2. 17:38

  3. 17:20

  4. 16:42

  5. 15:05

  6. 14:54

  7. 14:50

  8. 14:14


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel