Abo
  • Services:
Anzeige
Komplizierte Eigenlösungen im Rechenzentrum sollen durch Hyperkonvergenz überwunden werden.
Komplizierte Eigenlösungen im Rechenzentrum sollen durch Hyperkonvergenz überwunden werden. (Bild: Dennis van Zuijlekom/Flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Ähnliche Hardware, unterschiedliche Strategien

Der Kerngedanke bei HCI ist, wie erwähnt, die einfache Einsetzbarkeit und Kompatibilität. Daher wird in der Regel keine spezialisierte Hardware wie ASIC- oder FPGA-Chips benötigt, sondern die x86-Architektur als Standard verwendet. Nahezu alle Anbieter im Hyperkonvergenz-Bereich nutzen aktuelle Intel-Xeon-E5-Prozessoren, je nach Mainboard-Konfiguration auch als Dual-CPU. Die tatsächliche Anzahl der Prozessorkerne, die Größe des Arbeitsspeichers oder der Speichermedien können je nach Hersteller individuell ausgewählt werden.

Anzeige

Dennoch gibt es große Unterschiede in der Produktpalette, die Rückschlüsse auf die Strategie des Herstellers zulässt. Nutanix' NX-Serie verfügt etwa über sechs verschiedene Modelle, die auf verschiedene Einsatzszenarien zugeschnitten sind, von kleineren Systemen als Server für Zweigniederlassungen (ROBO) oder leichte Desktopvirtualisierung bis zur komplett auf Flashspeicher basierenden High-End-Lösung für minimale Latenzen im gesamten Speicherumfeld. Als Partner von Dell liefert Nutanix auch die Softwarearchitektur für die Dell-XC-Server.

Ähnlich geht auch Simplivity mit seinen vier Omnicube-Modellen vor, die dem potenziellen Anwender ebenfalls bereits erste Hilfe bei der auf sein Umfeld angepassten Konfiguration bieten sollen. Zusätzlich dazu bietet Simplivity auch spezielle Varianten an, die sich mit den Cisco-UCS-C-Series- und Lenovo-System-x3650-M5-Serverracks kombinieren lassen und damit Hyperkonvergenz für diese Architekturen quasi als "Add-on" bieten sollen.

Cisco ist bisher einen etwas eigenwilligen Sonderweg gegangen. Bis vor kurzem bot das Unternehmen HCI-Lösungen auf Basis der UCS-Server in Kombination mit Erweiterungen von Anbietern wie VMware oder Simplivity an, um weiterhin das maximale Kapital aus seiner Serverplattform zu schlagen. Seit März hat das Unternehmen nun auch zwei vollständig hyperkonvergierte Modelle in der Hyperflex-HX-Reihe im Programm, die entweder als Standalone oder zusammen mit vorhandenen UCS-Racks betrieben werden können.

HPE greift ebenfalls auf Bewährtes zurück, die beiden Varianten der Hyper-Converged-Lösung unterscheiden sich vor allem durch die zugrundeliegende Basis, entweder HPE-Apollo-Server oder HPE-Proliant-Basis, und sollen als Blockbausteine für den Virtual-Machine-Einsatz oder speziell für die "Cloud in a Box"-Anwendung dienen.

Verwaltungssoftware kommt vom Hersteller

Entsprechend des Mantras der Vereinfachung und Automatisierung bietet jeder Hersteller seine eigenen Verwaltungswerkzeuge an. Ob Nutanix Prism, Simplivity Omniview oder HP Oneview, dem Administrator soll der Betrieb und die Überwachung der Server möglichst simpel und aus einer umfassenden Perspektive gestattet werden - auch im Rechnerverbund.

Hier zeigt sich eine der größten Differenzen zwischen den Anbietern, die entsprechend der von ihnen bevorzugten Verwaltungsstruktur verschieden große Clusterkonfigurationen zulassen. Etwas verwirrend ist dabei, dass es keine einheitliche Nomenklatur gibt und die logischen Einheiten daher entweder als Pool, Datacenter oder Federation bezeichnet werden. Es ist deshalb sinnvoll, sich eher an der maximalen Knotenzahl zu orientieren.

Allerdings gibt es auch dabei gravierende Abweichungen im Konzept. Sowohl Simplivity als auch Cisco sehen jedes Gerät als einzelnen Knoten an, während Nutanix bis zu vier Server pro Knoten definiert, HPE hingegen bis zu vier Knoten pro System oder Server.

Hardwareersatz auf Wunsch innerhalb von wenigen Stunden

Entsprechend ihrer Philosophie als umfassender Dienstleister bieten alle Hersteller umfangreichen Support in mehreren Servicestufen an. Bei HPE und Cisco handelt es sich hierbei mehr oder minder um eine Fortsetzung ihrer bisherigen Supportoptionen für Rechenzentren. Es gilt insofern zu beachten, dass bei einigen Anbietern die unteren Supportstufen allerdings auf die regulären Geschäftszeiten vor Ort beschränkt sind, Simplivity bietet etwa erst ab dem Business-Critical-Plan rund um die Uhr Hilfe bei Problemen.

Auch wer Hardware bei Ausfällen schnellstmöglich ersetzt haben will, kann einen entsprechenden Serviceplan wählen. Die Option, neue Geräte innerhalb von wenigen Stunden auszutauschen (Cisco bietet Ersatz in bis zu zwei Stunden an), ist bei allen Herstellern vorhanden. Natürlich gilt diese Angabe nur, wenn sich der Kunde innerhalb eines bestimmten Umkreises vom nächsten Servicepartner befindet.

 Cloud Computing: Hyperkonvergenz packt das ganze Rechenzentrum in eine KisteDie Kehrseite des Box-Konzeptes 

eye home zur Startseite
ratzeputz113 31. Okt 2016

Guten Morgen, Nein, und das habe ich auch nie gesagt. Was ich angeführt habe, ist, dass...

hayabusa 26. Okt 2016

Das wäre schön. Wird bestimmt spannend. Leider kam 2016 für uns zu spät. Wir aber...

ratzeputz113 21. Okt 2016

Lasst die Religionskriege beginnen. *popcornhol*

Runkelrübe1 20. Okt 2016

Im Audioartikel ist gleich das dritte Wort falsch: es wird "Hyperkonferenz" gesagt, wo...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. USU AG, Bonn
  2. Bundesnachrichtendienst, Berlin
  3. Bundesnachrichtendienst, Pullach bei München, Bad Aibling
  4. über Hays AG, Hannover


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (mehr als 2.500 reduzierte Titel)
  2. 29,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. (u. a. Der Marsianer, The Hateful 8, Interstellar, Django Unchained, London Has Fallen, Olympus Has...

Folgen Sie uns
       

  1. Spielebranche

    Goodgame Studios entlässt weitere 200 Mitarbeiter

  2. Project Scorpio

    Neue Xbox ohne ESRAM, aber mit Checkerboard

  3. DirectX 12

    Microsoft legt Shader-Compiler offen

  4. 3G-Abschaltung

    Telekom-Mobilfunkverträge nennen UMTS-Ende

  5. For Honor

    PC-Systemanforderungen für Schwertkämpfer

  6. Innogy

    Telekom will auch FTTH anmieten

  7. Tissue Engineering

    3D-Drucker produziert Haut

  8. IBM-Übernahme

    Agile 3 bringt Datenübersicht in die Chefetage

  9. Sicherheitsupdate

    Apple patcht Root-Exploits für fast alle Plattformen

  10. Aktionsbündnis Gigabit

    Nordrhein-Westfalen soll flächendeckend Glasfaser erhalten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Western Digital Pidrive im Test: Festplatte am Raspberry Pi leicht gemacht
Western Digital Pidrive im Test
Festplatte am Raspberry Pi leicht gemacht
  1. DACBerry One Soundkarte für Raspberry Pi liefert Töne digital und analog
  2. Sopine A64 Weiterer Bastelrechner im Speicherriegel-Format erscheint
  3. Bootcode Freie Firmware für Raspberry Pi startet Linux-Kernel

Nintendo Switch im Hands on: Die Rückkehr der Fuchtel-Ritter
Nintendo Switch im Hands on
Die Rückkehr der Fuchtel-Ritter
  1. Nintendo Vorerst keine Videostreaming-Apps auf Switch
  2. Arms angespielt Besser boxen ohne echte Arme
  3. Nintendo Switch Eltern bekommen totale Kontrolle per App

Intel Core i7-7700K im Test: Kaby Lake = Skylake + HEVC + Overclocking
Intel Core i7-7700K im Test
Kaby Lake = Skylake + HEVC + Overclocking
  1. Prozessoren Termin für Kaby Lake-X und Details zu den Kaby-Lake-Xeons
  2. Kaby Lake Intel macht den Pentium dank HT fast zum Core i3
  3. Kaby Lake Refresh Intel plant weitere 14-nm-CPU-Generation

  1. Re: Sitzabstand

    Koto | 19:59

  2. Re: Dauernd das gleiche Spiel mit anderen Artworks...

    Moe479 | 19:59

  3. Toll! Dieser neue Funk ist biologisch?

    Yian | 19:56

  4. Re: Warum nicht ein anderer Hersteller?

    bl | 19:55

  5. Hättest du einen Mac, würdest du die Antwort kennen.

    Stereo | 19:54


  1. 18:21

  2. 18:16

  3. 17:44

  4. 17:29

  5. 16:57

  6. 16:53

  7. 16:47

  8. 16:14


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel