Cleanspace One: Schweizer entwickeln Weltraumstaubsauger
Hab dich: Mit Cleanspace One wollen die Schweizer den Orbit aufräumen. (Bild: EPFL)

Cleanspace One Schweizer entwickeln Weltraumstaubsauger

Schweizer Wissenschaftler entwickeln einen Satelliten, der den Weltraum aufräumen soll. Cleanspace One soll im Orbit einen defekten Satelliten einfangen und mit diesem zusammen in der Erdatmosphäre verglühen.

Anzeige

Es gibt verschiedene Konzepte, wie Weltraumschrott beseitigt werden soll. Die Darpa etwa denkt an die Wiederverwertung noch brauchbarer Teile. Andere US-Wissenschaftler wollen die Satellitentrümmer, Meteoriten oder abgesprengte Teile von Raumfahrzeugen von der Erde aus mit einem Laser abschießen. Wissenschaftler aus der Schweiz entwickeln einen Reinigungssatelliten, der im Orbit aufräumen soll.

Cleanspace One heißt der sogenannte Rückholsatellit, den die Forscher an der Eidgenössischen Technischen Hochschule im schweizerischen Lausanne (EPFL) entwickeln. Der Satellit soll je 10 Zentimeter breit und hoch sowie 30 Zentimeter lang sein. Das Konzept sieht vor, dass er in eine Umlaufbahn in einer Höhe von 630 bis 750 Kilometern geschossen wird. Dort begibt er sich auf die Suche nach einem Zielobjekt.

Gemeinsamer Absturz

Der Reinigungssatellit soll den zu entsorgenden Satelliten ansteuern und ihn mit einem Greifer packen. Anschließend senkt Cleanspace One beide Satelliten ab, so dass sie in der Erdatmosphäre verglühen. Erstes Ziel der Schweizer soll ihr eigener Satellit Swisscube sein. Der 2009 ins All geschossene Picosatellit ist der erste künstliche Himmelskörper der Schweiz.

  • So soll der Einsatz des Cleanspace One aussehen. (Bild: EPFL)
  • Der Reinigungssatellit nähert sich dem Ziel mit etwa 28.000 km/h. (Bild: EPFL)
  • Er fährt den Greifer aus... (Bild: EPFL)
  • ... und packt den zu entsorgenden Satelliten. Anschließend geht es für beide abwärts (Bild: EPFL)
So soll der Einsatz des Cleanspace One aussehen. (Bild: EPFL)

Cleanspace One soll der erste einer ganzen Reihe solcher Reinigungssatelliten werden. Er soll 2015 oder 2016 startbereit sein. "Wir wollen eine ganze Reihe schlüsselfertiger und nachhaltiger Systeme anbieten und vertreiben, die für verschiedene zu entsorgende Satelliten geeignet sind", erklärt Volker Gass, Direktor des Swiss Space Center an der EPFL.

Objekte unter Dauerbeobachtung

In den verschiedenen Orbits kreisen Millionen von Teilen um die Erde. Die meisten sind kleiner als 1 Zentimeter und weitgehend harmlos. Rund eine halbe Million Objekte ist zwischen 1 und 10 Zentimeter groß und kann bei einem Aufprall ein Raumfahrzeug beschädigen. Die US-Weltraumbehörde Nasa beobachtet ständig über 20.000 Objekte, die größer als 10 Zentimeter sind. Die meisten von ihnen sind etwa 1 Kilogramm schwer. Es gibt aber auch 1.500 Objekte, die mehr als 100 Kilogramm wiegen.

"Die Raumfahrtagenturen müssen sich zunehmend mit der Entsorgung dessen befassen, was sie in den Weltraum schicken, und sich darauf vorbereiten", sagt Gass. Das Swiss Space Center wolle "dabei eine Vorreiterrolle übernehmen."


Breakstuff 19. Feb 2012

Es könnte ja auch ein Schubser wie beim Curling sein. Also im Prinzip den selben Plan...

Threat-Anzeiger 17. Feb 2012

und was machst du wenn der satellit a) mit einem anderen inaktiven kollidiert und...

Threat-Anzeiger 17. Feb 2012

das problem ist viel mehr, dass man einen solchen satelliten wenn er denn einfach...

nobs 17. Feb 2012

Das sieht so aus als könne das Teil nur Objekte in der eigenen Größenordnung handhaben...

Sharra 17. Feb 2012

Wenn ich mir US-Schützen anschaue... Die zerdellern uns eher den Mond mit ihrer Kanone...

Kommentieren



Anzeige

  1. Software Architect (m/w)
    evosoft GmbH, Nürnberg
  2. IT-Projektleiter/IT-Systempl- aner (m/w) für die Digitale Fabrik
    Daimler AG, Sindelfingen
  3. Java-Web-Entwickler - CMS & Portale (m/w)
    TFT TIE Kinetix GmbH, München
  4. (Junior) Softwareentwickler/-in .NET
    FORUM MEDIA GROUP GMBH, Merching

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Probleme mit der Haltbarkeit

    Wearables gehen zu schnell kaputt

  2. Nachfolger von Brendan Eich

    Chris Beard ist neuer Mozilla-Chef

  3. E-Plus

    Berliner U-Bahn bis Jahresende mit UMTS und LTE ausgerüstet

  4. 100 MBit/s

    Telekom will 38.000 Kabelverzweiger für Vectoring

  5. Regierungsrazzia

    Chinesische Büros von Microsoft durchsucht

  6. Sebastian Kügler

    Pläne für Wayland-Unterstützung in KDE Plasma 5

  7. Dieselstörmers

    Modemarke gegen Actionspiel

  8. Wearable

    Swatch will eigene Smartwatch bauen

  9. DPT Board

    Selbstbau-WLAN-Modul mit OpenWRT für 35 US-Dollar

  10. Telltale Games

    The Walking Dead geht in die dritte Adventure-Staffel



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
LG 34UM95 im Test: Ultra-Widescreen-Monitor für 3K-Gaming
LG 34UM95 im Test
Ultra-Widescreen-Monitor für 3K-Gaming
  1. Free-Form Display Sharp zeigt LCD mit kurvigem Rahmen
  2. Eizo Foris FS2434 IPS-Display mit schmalem Rahmen für Spieler
  3. Philips 19DP6QJNS Klappmonitor mit zwei IPS-Displays

Privacy: Unsichtbares Tracking mit Bildern statt Cookies
Privacy
Unsichtbares Tracking mit Bildern statt Cookies
  1. Passenger Name Record Journalist findet seine Kreditkartendaten beim US-Zoll
  2. Android Zurücksetzen löscht Daten nur unvollständig
  3. Privatsphäre Bundesminister verlangt Datenschutz beim vernetzten Auto

PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K: "Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K
"Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
  1. Transformers Ära des Untergangs - gefilmt mit Sensoren im Imax-Format
  2. Intel-Partnerschaft mit Samsung 4K-Monitore sollen unter 400 US-Dollar gedrückt werden
  3. Asus ROG Kleine Gaming-PCs im Konsolendesign mit Desktophardware

    •  / 
    Zum Artikel