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Artwork von Clash Royale
Artwork von Clash Royale (Bild: Suercell)

Clash Royale im Test: Die Clash-of-Clans-Macher laden zur Turmschlacht

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Artwork von Clash Royale (Bild: Suercell)

Nach dem gigantischen Erfolg von Clash of Clans hat das Entwicklerstudio Supercell nun Clash Royale für iOS und Android veröffentlicht. Trotz des ähnlichen Namens ist das Spieleprinzip anders - aber es hat erneut das Potenzial, schnell süchtig zu machen.

Wer ein iOS-Gerät besitzt, konnte der Veröffentlichung von Clash Royale kaum entgehen. Apple hat den App Store mit mehr Hinweisen und Bildern bepflastert als jemals einen anderen Titel zuvor. Das Erstürmen der Download-Charts war somit nur eine Frage der Zeit. Ob das Spiel ähnlich wie Clash of Clans dauerhaft eine obere Position bei den umsatzstärksten Spielen hält, wird die Zeit zeigen - immerhin ist das Grundprinzip erfolgversprechend.

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Clash Royale wirkt wie ein Mix aus Tower Defense und Kartenspiel. Es treten immer zwei Spieler auf einer Karte gegeneinander an. Beide verfügen über ein kleines Reich, das mit Türmen besetzt ist. Vor allem der große Turm in der Mitte entscheidet über Sieg oder Niederlage - ist er vernichtet, geht die Runde an den Kontrahenten.

Für die Attacken besitzt der Spieler ein Deck von Karten. Die zeigen jeweils an, was bei ihrem Einsatz passiert. So können Feuerbälle oder Pfeile auf die feindlichen Türme gerichtet werden. Oder es werden Charaktere wie der mächtige, aber langsame Riese, der nicht so kräftige - aber schnellere Bombenleger - oder ein Babydrache aufs Spielfeld verpflanzt. Dazu wird die Karte aufs Spielfeld an die gewünschte Position gezogen, ab diesem Moment geht der jeweilige Charakter alleine seinen Weg und prügelt sich mit gegnerischen Truppen oder beackert die gegnerischen Gebäude.

Für eine eingesetzte Karte erhält der Spieler sofort Nachschub vom Stapel, allerdings kostet der Einsatz der Karten Elixier, das nur begrenzt verfügbar ist und sich langsam regeneriert. Nach dem Einsatz jeder Karte muss man also immer einen Moment warten, bis die nächste Attacke gezückt werden kann. Die Länge der Kämpfe ist überschaubar, meist dauern die Partien nur drei Minuten. Wenn der zentrale Turm vorher fällt, ist auch schneller Schluss.

Schatztruhen und Mikropayment

Für Erfolge gibt es Pokale, Spielwährung und vor allem Schatztruhen, in denen dann neben Gold auch neue Karten warten. Die werden benötigt, um Angriffe hinzuzugewinnen, vor allem aber, um neue Level bei den Attacken zu erreichen. Allerdings kostet das Öffnen von Truhen Spielwährung - oder aber es muss lange gewartet werden. Schon früh im Spiel dauert eine Öffnung drei Stunden, später nimmt die Zeit noch zu, und es kann immer nur eine Truhe gleichzeitig geöffnet werden. Wer Geduld hat, sitzt die Wartezeiten aus, ungeduldige Spieler hingegen werden hier wohl zum kostenpflichtigen Kauf greifen.

Die ersten Spielrunden dienen als Tutorial gegen die KI, danach geht es dann in Onlinematches gegen echte Gegenspieler. Im Test zeigten sich hier noch einige Probleme, insbesondere bei Matchmaking und Balancing - immer wieder wurden viel zu starke Kontrahenten zugelost, so dass die Gefechte sehr einseitig verliefen. Auch beim Balancing der Einheiten gibt es noch Raum für Verbesserung.

Prinzipiell ist aber genügend Spielraum für Taktik gegeben. Erst die langsamen Karten und dann mit Verzögerung die schnellem Einheiten aufs Feld setzen, um gemeinsam loszuziehen, kleine Einheiten hinter den Riesen verstecken, gegnerische Attacken gekonnt kontern: Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, die mit der Zeit erlernt und ausprobiert werden können. Das tröstet dann auch etwas darüber hinweg, dass bei den Spielmodi und der Abwechslung außerhalb der Hauptkämpfe nicht viel geboten wird. Dafür ist es möglich, im TV-Modus innerhalb des Spiels anderen bei ihren Schlachten zuzusehen.

Clash Royale ist ab sofort bei iTunes und Google Play verfügbar und benötigt mindestens iOS 7.0 oder Android 4.0.3. Der Download ist kostenlos, die kaufbaren In-App-Pakete reichen von 0,99 bis 99,99 Euro.

Fazit

Das Konzept ist einfach, lässt aber trotzdem viel Raum für Tiefgang: Clash Royale motiviert mit dem Mix aus Sammeln und Taktik und lässt einen schnell süchtig nach neuen Belohnungen, Level-Aufstiegen und raren Karten werden. Noch trüben allerdings Matchmaking- und Balancing-Probleme das Erlebnis. Außerdem muss der Titel erst noch zeigen, ob er angesichts der eingeschränkten Modi-Vielfalt auf lange Sicht so motivieren kann wie ein Clash of Clans.


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surpriseurdead 11. Mär 2016

Ist schon sehr P2W. Das muss aber nicht unbedingt stören. Bin jetzt Level 6 und schwanke...



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