Cispa Facebook verteidigt US-Cybergesetz

Während US-Bürgerrechtler gegen ein neues Gesetz zur Cybersicherheit protestieren, unterstützt Facebook dieses offen. Es schütze die Unternehmen, verpflichte sie aber nicht, Nutzerdaten an die Regierung weiterzugeben, erklärte Facebook.

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Anders als beim Stop Online Piracy Act (Sopa), dem umstrittenen Gesetzesentwurf zum Schutz des Urheberrechts, scheinen sich US-Unternehmen mit dem Cyber Intelligence Sharing and Protection Act (Cispa) eher anfreunden zu können: Facebook etwa unterstützt den Gesetzesentwurf des republikanischen Kongressabgeordneten Michael Rogers.

Cispa soll es Behörden ermöglichen, Daten an Unternehmen wie Facebook weiterzugeben. Damit nutze er ihnen, da er zu ihrem Schutz vor Bedrohungen aus dem Cyberspace beitrage, erklärte Facebook-Bereichsleiter Joel Kaplan, Facebook, in einem Blogeintrag.

Informationen schnell weitergeben

Um sich gegen Angriffe über das Internet verteidigen zu können, sei es für die Unternehmen wichtig, schnell Informationen darüber zu bekommen. "Wenn ein Unternehmen einen Angriff erkennt, kann eine schnelle Weitergabe von Daten darüber an andere Unternehmen, diese und deren Kunden davor schützen, ebenfalls ein Opfer davon zu werden", schreibt Kaplan. Wenn die Regierung Kenntnis über einen Einbruch oder einen anderen Angriff erhalte und Unternehmen davon möglichst schnell in Kenntnis darüber setze, könnten diese ihre Kunden und ihre Systeme entsprechend schützen.

Facebook und andere Unternehmen könnten Daten über Angriffe von der Regierung bekommen. Cispa beinhalte aber keine neuen Auflagen, dass sie ihrerseits Daten weitergeben müssten. Der Entwurf stelle sicher, dass "wenn wir Daten über eine bestimmte Cyberbedrohung weitergeben, wir weiterhin die privaten Daten unserer Nutzer schützen können - so wie wir es heute tun."

Keine Absicht zur Weitergabe von Nutzerdaten

Einige Bürgerrechtsgruppen hätten Bedenken gegen Cispa angemeldet, schreibt Kaplan, "vor allem über die Bestimmungen, die es privaten Unternehmen ermöglichen, freiwillig Daten über Bedrohungen aus dem Internet an die Regierung weiterzugeben." Sie befürchteten, dass die Unternehmen unter dem Deckmantel der Cybersicherheit personenbezogene Daten weitergeben würden. Facebook habe jedoch "nicht die Absicht, dies zu tun", versicherte er.

Facebook hoffe, dass dieser Kongress diesen und weitere Gesetzesentwürfe für das Internet vorantreibe und dass das Ergebnis eine Gesetzgebung sein werde, "die es Unternehmen wie dem unseren Mittel zur Verfügung stellt, die wir brauchen, um unsere Systeme und die Sicherheit unserer Nutzer zu schützen, und gleichzeitig diesen das Vertrauen geben, dass geeignete Schutzvorkehrungen getroffen sind", resümierte Kaplan.


Zimbi 18. Apr 2012

SceniX nochmal genau lesen, es geht dabei um eindeutige Identitäten zu bekommen von den...

SoniX 17. Apr 2012

.... und ne Kuh Sch***** ist so ziemlich das Gleiche. Wem interessierts was dieser...

evilchen 17. Apr 2012

Das ist richtig, jedoch kannst du ein Unternehmen dann nicht mehr belangen, wenn dieses...

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