Cinavia DRM Watermark stoppt Abspielen von Filmkopien auf der PS3

Die Filmbranche hat ein recht wirksames Mittel gefunden, um zumindest das Abspielen von Schwarzkopien auf Blu-ray-Playern und der PS3 zu behindern. Das System Cinavia arbeitet mit Software in den Geräten und ist nun verpflichtend für neue Abspieler mit Blu-ray-Logo.

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Seit dem 1. Februar 2012 müssen neue Geräte, die Blu-ray-Discs abspielen können und das Logo des Formats tragen sollen, das System Cinavia des US-Unternehmens Verance mitbringen. Cinavia ist ein Verfahren, das mittels digitaler Wasserzeichen in den Tonspuren von Filmen eine Authentifizierung des Materials mit dem Abspielgerät vornehmen kann.

Welche Effekte das haben kann, hat Anandtech mit zwei Kopien der Filme "The Losers" und "Battlefield LA" und einer Playstation 3 ausprobiert. Bei beiden Streifen wurde einige Zeit nach Beginn der Wiedergabe der Ton ausgeblendet, die Konsole gab dabei eine Meldung aus, dass der Inhalt von Cinavia als nicht für das Gerät autorisiert erkannt wurde.

Bei einer weiteren Schwarzkopie des Films "The Wolfman", die im Kino abgefilmt wurde, hielt die Konsole die Wiedergabe gleich komplett an. Das Verfahren ist also offenbar recht effektiv, weil es sich dabei nur um ein Sample von fünf Minuten Länge handelte.

Dieser Versuch zeigt auch, wie robust die Audiowasserzeichen inzwischen geworden sind, sie überstehen mehrfache Wandlungen vom analogen ins digitale Format und umgekehrt sowie die verlustbehaftete Kompression. Das muss bei der abgefilmten Version von "The Wolfman" schon bei der Erstellung der Schwarzkopie geschehen sein: Der Camcorder digitalisiert und komprimiert, bei der Wandlung zur endgültigen Datei kommt unter Umständen eine weitere Wandlung oder auch Kompression hinzu.

Wasserzeichen als effektive Einschüchterung

Auch die Musikbranche setzt, weil sie kaum zu entfernen sind, schon seit Jahren auf die digitalen Wasserzeichen. Sie werden beispielsweise bei Vorabkopien von CDs eingesetzt. Diese Muster werden in der Branche zur Beurteilung kommender Veröffentlichungen verteilt und manchmal auch Journalisten zur Verfügung gestellt. Dabei gibt es oft deutliche Hinweise, dass es sich um eine personalisierte Kopie handelt, die sich zurückverfolgen lässt.

Bereits Mitte 2011 gab der Cinavia-Herteller Verance bekannt, dass sein Verfahren Teil des Blu-ray-Schutzes AACS werden soll. Schon seit 2009 wird die Technik eingesetzt, was auch von einigen Youtube-Nutzern mit der PS3 dokumentiert wurde. Seit dem 1. Februar ist Cinavia verpflichtend für alle neuen Geräte vorgeschrieben, die Blu-ray-Discs abspielen können. Ältere Geräte müssen aber nicht umgerüstet werden, wie ein Vertreter des Herstellers Oppo gegenüber Slysoft sagte.

Betroffen können davon nicht nur die PS3 und Blu-ray-Player sein. Auch einige Streaming-Clients und HD-Abspieler ohne eigenes Laufwerk sind Blu-ray-zertifiziert. Anandtech nennt als Beispiele den Asus O!Play BDS-700 und den verbreiteten Player Popcorn Hour C300 von Syabas. Diese haben zwar ihre Zertifizierung schon vor dem Stichtag erhalten, lassen sich aber wohl durch Firmware-Updates immer noch aktualisieren.

Dabei kann die Abspielsperre nicht nur bei Filmen zuschlagen, die ursprünglich auf Blu-rays vorlagen, wie die Versuche von Anandtech belegen. Auch Filme aus gleich welcher Quelle, egal ob abgefilmt oder von einem Vorabmuster kopiert, können die Watermarks enthalten. Wird solches Material auf einem neuen oder aktualisierten Player wiedergegeben, kann Cinavia das erkennen.


Casandro 02. Apr 2012

Die werden jetzt wohl pro Player Geld bekommen, dafür dass die einmal gearbeitet haben...

Atalanttore 01. Apr 2012

Also ohne der illegalen Umgehung von Kopierschutzsystemen, wie sie bei Blu-rays-Discs zum...

flasherle 27. Mär 2012

dann scheint ihr eine der wenigen ausnahmen zu sein wo noch nicht erneurt wurde. außerdem...

anonfag 26. Mär 2012

Also ich weiß, das man auf jeder PS3, auf der sich eine CFW befindet, auch Cinavia...

anonfag 26. Mär 2012

Was für "Karten" meinst du denn ? Habe zwar kein Kabel, aber mich interessiert, wovon du...

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