Abo
  • Services:
Anzeige
Chromium bekommt wohl keine hardwarebeschleunigten Videos unter Linux.
Chromium bekommt wohl keine hardwarebeschleunigten Videos unter Linux. (Bild: Google)

Chromium: Linux-Variabilität verhindert Hardwarebeschleunigung

Der Chromium-Code zur Hardwarebeschleunigung des Video-Decoders solle verschoben werden, was die experimentelle Nutzung vereinfachen könnte. Beteiligte protestieren aber mit Verweis auf den schlechten Linux-Code und den Grafik-Stack, der sehr viele Optionen zulasse.

Anzeige

Derzeit steht die Hardwarebeschleunigung zur Videodecodierung in Chromium zwar für Chrome OS, aber nicht standardmäßig für andere Linux-Distributionen zur Verfügung. Ein Patch soll die Funktion nun in den Bereich der GPU-Blacklist verschieben. Diese Blacklist lässt sich aber leicht über eine Option in chrome://flags oder über die Kommandozeile überschreiben. Einige beteiligte Entwickler vermuten, das könnte die Stabilität des Browsers erheblich gefährden, und widersprechen sehr vehement.

Kein schlechter Code in Chromium

So vermutet etwa Ami Fischman, dass viele Nutzer oder gar Distributionen bestimmte oder auch alle Teile auf der Blacklist deaktivieren, nur um eine Funktion zu erhalten. Darüber hinaus werden wohl früher oder später auch Anleitungen auftauchen, die leicht verständlich erklären, wie die Hardwarebeschleunigung zu nutzen sei, vermutet Fischman. Das mache den Browser unter Linux aber wohl deutlich schlechter.

Auch der Verweis darauf, dass die Aktivierung experimenteller Funktionen und damit einhergehender Probleme nicht in der Verantwortung der Chromium-Entwickler liege, lässt Fischman nicht gelten. Das Projekt veröffentliche nur Code, der irgendwann stabil genug sein werde, aufgenommen zu werden. Die Hardwarebeschleunigung unter Linux sei aber "meistens kaputt".

Linux-Grafik-Stack ein Alptraum

Der Entwickler Jorge Lucangeli Obes bezeichnet die Unterstützung von GPU-Funktionen unter Linux sogar als Alptraum. Auch das Team, das die Hardwaredecodierung unter Chrome OS pflegt, müsse diese Probleme lösen. Allerdings wird in diesem Fall die Hardware von Google kontrolliert und ist entsprechend klar abgegrenzt.

Demgegenüber stehen die vielen verschiedenen Treiber, die die Bibliothek Libva zur Beschleunigung einsetzen. Ebenso variabel seien die tatsächlich eingesetzte Hardware, die Kernelversionen, die Treiberhersteller, verschiedene X-Server sowie Adapter für Libva, wie etwa der VDPAU-Treiber. Dieses Zusammenspiel sinnvoll zu pflegen, erfordere wohl einen Vollzeitentwickler, legt Fischman in einer anderen Diskussion dar.

Bei der aktuell verfügbaren Software unter Linux, die das Chromium-Projekt nutzen könnte, ist der Pflegeaufwand einfach zu hoch, als dass der Browser stabil laufen könnte. So wird es wohl auch zukünftig nicht einfach sein, Videos unter Linux in dem Browser hardwarebeschleunigt darzustellen.

Erfahrene Nutzer, die die Funktion dennoch ausprobieren wollen, können Chromium mit den notwendigen Optionen selbst kompilieren. Eine Anleitung dazu findet sich im Projekt-Wiki.


eye home zur Startseite
nille02 08. Mär 2014

Den User interessiert es auch nicht. Die Hardwarehersteller aber schon. Wenn ich ein...

Seitan-Sushi-Fan 07. Mär 2014

VA-API ist die Insellösung.

smurfy 06. Mär 2014

Falls bei dir Android wirklich "immer" abgestürzt ist, dann liegt das vermutlich eher an...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Kaufland Dienstleistung GmbH & Co. KG, Heilbronn
  2. cbb-Software GmbH, Lüneburg, Lübeck
  3. Arbeits- und Servicestelle für Internationale Studienbewerbungen (uni-assist) e.V., Berlin
  4. BRUNATA Wärmemesser GmbH & Co. KG, München


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 189,00€ im PCGH-Preisvergleich

Folgen Sie uns
       


  1. DACBerry One

    Soundkarte für Raspberry Pi liefert Töne digital und analog

  2. Samsungs Bixby

    Galaxy S8 kann sehen und erkennen

  3. Schweizer Polizei

    Drohnenabwehr beim Weltwirtschaftsforum in Davos

  4. Crashuntersuchung

    Teslas Autopilot reduziert Unfallquote um 40 Prozent

  5. Delid Die Mate 2

    Prozessoren köpfen leichter gemacht

  6. Rückzieher

    Assange will nun doch nicht in die USA

  7. Oracle

    Critical-Patch-Update schließt 270 Sicherheitslücken

  8. Android 7.0

    Samsung verteilt Nougat-Update für S7-Modelle

  9. Forcepoint

    Carbanak nutzt Google-Dienste für Malware-Hosting

  10. Fabric

    Google kauft Twitters App-Werkzeuge mit Milliarden Nutzern



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Taps im Test: Aufsatz versagt bei den meisten Fingerabdrucksensoren
Taps im Test
Aufsatz versagt bei den meisten Fingerabdrucksensoren
  1. Glas Der Wunderwerkstoff
  2. Smartphone-Prognosen Das Scheitern der Marktforscher
  3. Studie Smartphones und Tablets können den Körper belasten

Bundestagswahl 2017: Verschont uns mit Digitalisierungs-Blabla 4.0!
Bundestagswahl 2017
Verschont uns mit Digitalisierungs-Blabla 4.0!
  1. Verfassungsbeschwerde Journalisten klagen gegen Datenhehlerei-Paragrafen
  2. Bundestagswahlkampf 2017 Die große Angst vor dem Internet
  3. Digitale Agenda Verkehrsminister Dobrindt fordert Digitalministerium

Macbook Pro 13 mit Touch Bar im Test: Schöne Enttäuschung!
Macbook Pro 13 mit Touch Bar im Test
Schöne Enttäuschung!
  1. Schwankende Laufzeiten Warentester ändern Akku-Bewertung des Macbook Pro
  2. Consumer Reports Safari-Bug verursachte schwankende Macbook-Pro-Laufzeiten
  3. Notebook Apple will Akkuprobleme beim Macbook Pro nochmal untersuchen

  1. Re: Nicht das erste Mal

    timo.w.strauss | 08:35

  2. Re: 5 Ports pro Arbeitsplatz

    Arsenal | 08:34

  3. Re: Intel...

    My1 | 08:33

  4. Re: Eigene Kabelrouter

    mgutt | 08:33

  5. Re: From hero to zero

    WoainiLustig | 08:29


  1. 08:50

  2. 08:33

  3. 07:34

  4. 07:18

  5. 18:28

  6. 18:07

  7. 17:51

  8. 16:55


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel