Chromebook mit ARM im Test: Plaste und Elaste mit Bauchtaste
Das Touchpad des Chromebooks lässt sich auch ohne Hände bedienen. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)

Viel CPU-Last, geringe Akkulaufzeit

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ARMs Cortex-A-15-CPUs sollen dank der 32-Nanometer-Fertigung energiesparend laufen. Da die Kerne eine größere Leistung bringen als die Kerne der A9-Serie, sind im Exynos 5250 auch nur zwei verbaut, was ebenfalls eine verlängerte Laufzeit bringen soll. Insgesamt soll das Chromebook mit seinem Lithium-Polymer-Akku auf 6,5 Stunden Laufzeit kommen. Der Akku soll zwei Zellen und eine Nennladung von 4.080 mAh haben und 30 Wattstunden liefern. Tatsächlich kamen wir auf einen Durchschnittswert von 4 bis 5 Stunden. Bei der Videowiedergabe eines lokal abgespeicherten 720p-Videos erreichten wir eine Laufzeit von etwa 4 Stunden. Aufgeladen war das Chromebook hingegen schnell, mit dem mitgelieferten Netzteil war der Akku nach 1,5 Stunden wieder voll einsatzbereit.

Schwacher Akku trotz ARM

Die Akkulaufzeit enttäuscht im Vergleich zu anderen Notebooks. Wir hatten erwartet, dass der ARM-Prozessor Laufzeiten ermöglicht, die mit Tablets vergleichbar sind. Selbst Notebooks mit sehr viel schnelleren Prozessoren arbeiten länger. Das deutlich teurere Macbook Air mit 11,6-Zoll-Display kommt trotz eines Core-i-Prozessors in ähnlichen Situationen auf Werte um die 7 Stunden. Auch andere Ultrabooks mit schnellem Prozessor oder Netbooks erreichen bessere Werte. Selbst das alte Chromebook mit Atom-Prozessor erreichte in unserem Test Werte zwischen 6 und 7 Stunden, hatte allerdings eine ältere Betriebssystemversion.

Die kurze Laufzeit des ARM-Chromebooks ist womöglich auch auf die hohe CPU-Last zurückzuführen, die Chrome, das Flash-Plugin und ein Prozess namens GPU-Verarbeitung verursachen. Sie alle zeigen laut Taskmanager regelmäßig Werte zwischen 5 und über 30 Prozent CPU-Last.

Ruckeliger Browser

Da der Exynos 5250 auch im Nexus 10 verbaut ist und dort mit hervorragender Bildqualität und ruckelfreier Darstellung auf einem Display mit 2.560 x 1.600 Pixeln glänzte, erhofften wir uns zumindest das Gleiche auf dem Chromebook. Leider vergeblich. Denn selbst bildarme Webseiten ruckelten beim Scrollen stark, von der Satellitenansicht in Google Maps ganz zu schweigen. Das über den Chrome Webstore installierte Angry Birds lief ebenfalls nicht flüssig.

Bei der Wiedergabe von lokal gespeicherten Videos oder solchen aus dem Streaming-Angebot ruckelt das Bild schubweise. Artefakte oder eine schlechte Bildqualität konnten wir jedoch nicht feststellen. Da es sich um die gleiche GPU handelt, die auf dem Nexus 10 einen Bildschirm mit noch höherer Auflösung antreibt, vermuten wir den Fehler bei Chrome OS und dessen Treiber. Das belegen auch die vergleichsweise hohen Ergebnisse im Octane-Benchmark, die bei durchschnittlich 3.480 Punkten liegen. Das Nexus 10 kam dabei auf 2.750 Punkte.

Chrome OS mit Desktop

Im Vergleich zur ersten Version von Chrome OS ist die aktuelle Version deutlich besser. Sie ähnelt mit Aura mehr einem Desktop. Auf dem lässt sich aber nichts ablegen, er dient lediglich als Hintergrund für die Taskleiste und macht die Verwaltung mehrerer Fenster überhaupt erst möglich. Denn Apps können nicht mehr nur im Browserfenster geöffnet werden, sondern auch in einem eigenen Fenster.

In der Taskleiste sind Icons zu den wichtigsten Apps abgelegt. Daneben gibt es ein Symbol für eine Art Startmenü, in dem weitere Starter abgelegt worden sind.

 Klicken mit dem BauchFast schon ein Betriebssystem 

Felix_Keyway 14. Jan 2013

Ich würde diesen Müll schlicht nicht kaufen, bin mit meinem PC (Windows 8 Pro) und...

LordSiesta 26. Nov 2012

Ich glaub kaum, dass die Golem-Redaktion so viel Pech hat, gleich zwei Montagsgeräte zu...

Telcrome 26. Nov 2012

Als wenn Apple den Bach runtergehen würde, die machen vielleicht weniger Gewinn, aber...

zonk 26. Nov 2012

Mir geht's auch so. Mein Fernseher hat Mikroruckler bei externen hdmi Geraeten, das...

tingelchen 26. Nov 2012

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