Christopher Lauer von der Piratenpartei Berlin
Christopher Lauer von der Piratenpartei Berlin (Bild: Piratenpartei)

Christopher Lauer Fraktionschef der Berliner Piraten kandidiert nicht mehr

Der Fraktion der Piratenpartei im Berliner Abgeordnetenhaus gehen die Kandidaten aus: Nach Ko-Fraktionschef Andreas Baum will nun auch Christopher Lauer den Vorsitz abgeben. Eine Fraktionssitzung am 11. Juni 2013 soll Klarheit bringen.

Anzeige

Wie der durch zahlreiche Talkshow-Auftritte auch bundesweit bekanntgewordene Christopher Lauer dem Tagesspiegel sagte, will er sein Amt als Fraktionschef der Piratenpartei im Berliner Abgeordnetenhaus aufgeben. Lauer nannte als Gründe, dass er sich mehr auf sein Privatleben konzentrieren und seine Arbeit in den Kultur- und Innenausschüssen des Parlaments vorantreiben wolle.

Da die Fraktion dazu noch keine Stellungnahme auf ihrer Webseite veröffentlicht hat und Lauer auch nur sporadisch twittert, musste eine Sprecherin der Partei gegenüber dem Handelsblatt die Nachricht nochmals ausdrücklich bestätigen. Die Sprecherin erklärte auch, dass es für die von den Piraten so vorgesehene Doppelspitze des Fraktionsvorsitzenden mit Oliver Höfinghoff nur noch einen Bewerber gebe. Bis zur Fraktionssitzung am 11. Juni 2013 sollen sich aber neue Bewerber finden, sagte die Sprecherin.

Damit stecken die Berliner Piraten, die bei der Wahl 2011 mit 8,9 Prozent das bisher beste Ergebnis erzielten, in einer veritablen Führungskrise. Neben Christopher Lauer hatte zuvor schon Ko-Fraktionschef Andreas Baum erklärt, für das Amt nicht mehr kandidieren zu wollen. Der einzig verbliebene Kandidat, Oliver Höfinghoff, ist zudem sowohl inner- als auch außerhalb der Partei umstritten.

Hönighoff werden Kontakte zu linksextremen Organisationen nachgesagt. Offen bekennt er sich zur Mitgliedschaft in der Gefangenenhilfsorganisation "Rote Hilfe", über seine Anfänge in der Antifa-Szene hat der Student auch bereits gebloggt. Die Bewertung insbesondere der Roten Hilfe fällt dabei laut Tagesspiegel bei Berliner Abgeordneten unterschiedlich aus. Obwohl die Organisation im Berliner Verfassungsschutzbericht erwähnt wird, sehen die Grünen keine verfassungsfeindlichen Bestrebungen. Die CDU hält Höfinghoff dagegen für nicht tragbar.

Klarheit wird es erst nach der nächsten Fraktionssitzung geben, welche die Piratenfraktion auch als Stream übertragen will.

Nachtrag vom 11. Juni 2013, 19:50 Uhr

Wie erwartet haben die Berliner Piraten Oliver Höfinghoff zum Fraktionsvorsitzenden gewählt. Sein Ko-Vorsitzender wird Alexander Spies, der sich spontan zur Wahl gestellt hatte. Spies ist mit 57 Jahren das älteste Mitglied der Fraktion. Der Mathematiker arbeitet neben seiner Abgeordnetentätigkeit als Softwareentwickler.


trust 11. Jun 2013

Druck dir aus was du da geschrieben hast und lies es in 10 Jahren nochmal. P.s...

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior Systemingenieur (m/w) Elektronischer Datenaustausch
    Diehl Informatik GmbH, Nürnberg
  2. Expert/-in AUTOSAR RTE und Communication Networks
    Robert Bosch GmbH, Abstatt
  3. Anwendungsentwickler Notes (m/w)
    Hornbach-Baumarkt-AG, Großraum Mannheim/Karlsruhe
  4. Webentwickler (m/w) für mobile Anwendungen
    ibau GmbH, Münster

 

Detailsuche


Hardware-Angebote
  1. PCGH-Supreme-PC GTX980-Edition
    (Core i7-4790K + Geforce GTX 980)
  2. NEU: Angebote der Woche bei Notebooksbilliger
    (u. a. Technaxx Fitness Armband 44,00€, Sony Blu-ray-Player 44,00€)
  3. TIPP: Amazon Fire TV
    84,00€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Prototyp

    Googles selbst fahrendes Auto ist fertig

  2. CIA-Dokumente

    Wie man als Spion durch Flughafenkontrollen kommt

  3. Game Over

    Kein Game One mehr auf MTV

  4. Z1

    Samsung veröffentlicht endlich sein Tizen-Smartphone

  5. Zehn Jahre Entwicklung

    Network Manager 1.0 ist erschienen

  6. Star Citizen

    Galaktisches Update mit Lobby, Raketen und Cockpits

  7. Smrtgrips

    Die intelligenten Griffe fürs Fahrrad

  8. Messenger

    Whatsapp richtet Spam-Sperre ein

  9. Sony-Hack

    Die dubiose IP-Spur nach Nordkorea

  10. FreeBSD-Entwickler

    Linux-Foundation sponsert NTPD-Alternative



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



1.200-MBit-Powerline im Test: "Schatz, mach das Licht aus, das Netz ist so langsam!"
1.200-MBit-Powerline im Test
"Schatz, mach das Licht aus, das Netz ist so langsam!"

O2 Car Connection im Test: Der Spion unterm Lenkrad
O2 Car Connection im Test
Der Spion unterm Lenkrad
  1. Sicherheitssystem Volvo will Fahrradfahrer mit der Cloud schützen
  2. Urteil Finger weg vom Handy beim Autofahren
  3. Urban Windshield Jaguar bringt Videospiel-Feeling ins Auto

Yotaphone 2 im Test: Das Smartphone neu gedacht - und endlich auch durchdacht
Yotaphone 2 im Test
Das Smartphone neu gedacht - und endlich auch durchdacht

    •  / 
    Zum Artikel