Chipsätze ST-Ericsson schließt und entlässt 1.600 Beschäftigte

Der Chiphersteller für mobile Geräte ST-Ericsson wird aufgelöst und entlässt über ein Drittel der Belegschaft. In Deutschland sind 80 Arbeitsplätze betroffen.

Anzeige

ST-Ericsson schließt und entlässt 1.600 seiner 4.450 Mitarbeiter in Schweden, Deutschland, Indien und China. Das gab das Unternehmen bekannt. Grund sei die Konkurrenz aus Asien und der Einbruch bei dem Abnehmer Nokia. Der schwedische Netzwerkausrüster und der französische Chiphersteller STMicroelectronics lösen die Halbleiterfirma auf. Nokias Symbian-Geräte generierten rund 30 Prozent des Umsatzes von ST-Ericsson. Ein weiterer Abnehmer für Chips von ST-Ericsson ist Samsung.

ST-Ericsson ist Entwickler von Chips für mobile Endgeräte. Das Unternehmen beschäftigte im September 2009 noch rund 8.000 Menschen. ST-Ericsson wurde als Joint Venture von STMicroelectronics und Ericsson im Februar 2009 gegründet und hatte seinen Hauptsitz in Genf in der Schweiz. 400 bis 600 Arbeitsplätze werden in Schweden und 50 bis 80 in Deutschland wegfallen.

Die Auflösung des Joint Ventures ST-Ericsson soll bis zum Herbst 2013 abgeschlossen sein, teilte Ericsson mit. Ericsson übernehme das Geschäft mit LTE-Mobilfunkchipsätzen, STMicro einen Teil des übrigen Angebots sowie Entwicklungsbereiche und Testeinrichtungen. Zu Ericsson wechseln rund 1.800 Beschäftigte, STMicro übernimmt 950, die meisten davon in Frankreich und Italien.

Ericsson kostet der Ausstieg aus dem Gemeinschaftsunternehmen rund 400 Millionen Euro. STMicro hat Belastungen von 345 Millionen Euro.

ST-Ericsson hat in seinem Bestehen nie einen Gewinn erwirtschaftet. Versuche, das Unternehmen zu verkaufen, seien gescheitert, sagte STMicro-Chef Carlo Bozotti dem britischen Guardian. Die Produktion der Chips für bestehende Kunden gehe aber weiter.

Der Umsatz ist seit 2009 kontinuierlich gefallen, während die Verluste auf 2,72 Milliarden US-Dollar anwuchsen.


Kommentieren



Anzeige

  1. Softwareentwickler Microsoft C# / .NET (m/w)
    HABA - Erfinder für Kinder, Habermaaß GmbH, Bad Rodach
  2. Web Developer / Frontend Developer (m/w)
    Affinitas GmbH, Berlin
  3. IT-Quality Consultant (m/w)
    gempex GmbH, Mannheim
  4. Mitarbeiter/in Informationstechnologie mit Teilprojektleitung
    Daimler AG, Sindelfingen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Bitcoin-Börse

    Mtgox soll verkauft oder aufgelöst werden

  2. Samsung

    Topsmartphone mit Tizen kommt im Sommer

  3. Axel-Springer-Chef

    "Wir haben Angst vor Google"

  4. WLAN

    Quantenna plant 10 Gigabit pro Sekunde für 2015

  5. All-in-One Media Keyboard

    Microsofts erste drahtlose Tastatur mit Touchpad

  6. Sicherheitslücke

    Manipulation der Icons im Android-Launcher möglich

  7. Test Fifa Fußball-WM Brasilien 2014

    Unkomplizierter Kick ins WM-Finale

  8. Cortana im Test

    Gebt Windows Phone eine Stimme

  9. Megaupload

    Kim Dotcom bekommt sein Vermögen zurück

  10. Wolfenstein The New Order

    "Als Ein-Mann-Armee gegen eine Übermacht"



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
A Maze 2014: Tanzen mit der Perfect Woman
A Maze 2014
Tanzen mit der Perfect Woman

Viele Spiele auf dem Indiegames-Festival A Maze 2014 wirkten auf den ersten Blick abwegig. Doch die kuriosen Konzepte ergeben Sinn. Denn hinter Storydruckern, Schlafsäcken und virtuellen Fingerfallen versteckten sich erstaunlich plausible Spielideen.

  1. Festival A Maze Ist das noch Indie?
  2. Test Cut The Rope 2 für Android Grün, knuddlig und hungrig nach Geld
  3. Indie-Game NaissanceE Wenn der Ton das Spiel macht

Videospiele: Inkompetenz macht Spieler wütend
Videospiele
Inkompetenz macht Spieler wütend

Gegner von Videospielen behaupten gerne, gewalttätige Spiele machten aggressiv. Eine Studie aber besagt: Nicht nur der Inhalt, sondern auch die Spielmechanik ist schuld.


Smart Highway: Leuchtende Mittelstreifen und Straßenbäume
Smart Highway
Leuchtende Mittelstreifen und Straßenbäume

Auf einer Straße in den Niederlanden ist die Fahrbahnmarkierung mit einer luminiszenten Farbe aufgemalt worden. Die Straßenbemalung ist Teil eines Projekts zu einer intelligenten Straße.

  1. Facebook und Nasa Internetzugang mit Drohnen, Satelliten und Laser
  2. Abwehrsystem Music Israelische Flugzeuge erhalten Laserabwehr gegen Raketen
  3. Internet.org Facebook soll Übernahme von Drohnenhersteller planen

    •  / 
    Zum Artikel