Chipsätze: ST-Ericsson schließt und entlässt 1.600 Beschäftigte
Ericsson-Chef Hans Vestberg hält im Januar 2012 einen LTE-Chipsatz von ST-Ericsson. (Bild: Steve Marcus/Reuters)

Chipsätze ST-Ericsson schließt und entlässt 1.600 Beschäftigte

Der Chiphersteller für mobile Geräte ST-Ericsson wird aufgelöst und entlässt über ein Drittel der Belegschaft. In Deutschland sind 80 Arbeitsplätze betroffen.

Anzeige

ST-Ericsson schließt und entlässt 1.600 seiner 4.450 Mitarbeiter in Schweden, Deutschland, Indien und China. Das gab das Unternehmen bekannt. Grund sei die Konkurrenz aus Asien und der Einbruch bei dem Abnehmer Nokia. Der schwedische Netzwerkausrüster und der französische Chiphersteller STMicroelectronics lösen die Halbleiterfirma auf. Nokias Symbian-Geräte generierten rund 30 Prozent des Umsatzes von ST-Ericsson. Ein weiterer Abnehmer für Chips von ST-Ericsson ist Samsung.

ST-Ericsson ist Entwickler von Chips für mobile Endgeräte. Das Unternehmen beschäftigte im September 2009 noch rund 8.000 Menschen. ST-Ericsson wurde als Joint Venture von STMicroelectronics und Ericsson im Februar 2009 gegründet und hatte seinen Hauptsitz in Genf in der Schweiz. 400 bis 600 Arbeitsplätze werden in Schweden und 50 bis 80 in Deutschland wegfallen.

Die Auflösung des Joint Ventures ST-Ericsson soll bis zum Herbst 2013 abgeschlossen sein, teilte Ericsson mit. Ericsson übernehme das Geschäft mit LTE-Mobilfunkchipsätzen, STMicro einen Teil des übrigen Angebots sowie Entwicklungsbereiche und Testeinrichtungen. Zu Ericsson wechseln rund 1.800 Beschäftigte, STMicro übernimmt 950, die meisten davon in Frankreich und Italien.

Ericsson kostet der Ausstieg aus dem Gemeinschaftsunternehmen rund 400 Millionen Euro. STMicro hat Belastungen von 345 Millionen Euro.

ST-Ericsson hat in seinem Bestehen nie einen Gewinn erwirtschaftet. Versuche, das Unternehmen zu verkaufen, seien gescheitert, sagte STMicro-Chef Carlo Bozotti dem britischen Guardian. Die Produktion der Chips für bestehende Kunden gehe aber weiter.

Der Umsatz ist seit 2009 kontinuierlich gefallen, während die Verluste auf 2,72 Milliarden US-Dollar anwuchsen.


Kommentieren



Anzeige

  1. Projektleiter/in Software für mechatronische Fahrwerksysteme
    Schaeffler Technologies GmbH & Co. KG, Herzogenaurach
  2. Web-Entwickler (m/w) mit Schwerpunkt PHP
    LLG Media GmbH, Bonn
  3. Senior Entwickler / Consultant SAP BI (m/w)
    evosoft GmbH, Nürnberg
  4. IT Software Specialist (m/w) Patent Annuities Department
    Dennemeyer Group, Howald (Luxembourg)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Gratiseinwilligung für Google

    Verlage knicken beim Leistungsschutzrecht ein

  2. John Riccitiello

    Ex-EA-Chef ist neuer Boss von Unity Technologies

  3. Android Wear

    Moto 360 und G Watch erhalten Update

  4. Digitale Dividende II

    Bundesnetzagentur will DVB-T ab April 2015 beenden

  5. Security

    Gefährliche Schwachstellen im UEFI-Bios

  6. Broadcom

    Chips für Router mit G.Fast sind fertig

  7. Canon Filmkamera

    EOS C100 Mark II mit Dual-Pixel-AF und besserem Sucher

  8. Samsung

    Galaxy-Geräte mit Knox für US-Regierung zertifiziert

  9. Sammelkarten

    Hearthstone erst 2015 auf Smartphones

  10. Netzangriffe

    DDoS-Botnetz weitet sich ungebremst aus



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Schenker XMG P505 im Test: Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
Schenker XMG P505 im Test
Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
  1. Geforce GTX 980M und 970M Maxwell verdoppelt Spielgeschwindigkeit von Notebooks
  2. Toughbook CF-LX3 Panasonics leichtes Notebook mit der Lizenz zum Runterfallen
  3. Entwicklung vorerst eingestellt Notebooks mit Touch-Displays sind nicht gefragt

Legale Streaming-Anbieter im Test: Netflix allein macht auch nicht glücklich
Legale Streaming-Anbieter im Test
Netflix allein macht auch nicht glücklich
  1. Netflix-Statistik Die Schweiz streamt am schnellsten
  2. Deutsche Telekom Entertain ab dem 14. Oktober mit Netflix
  3. HTML5-Videostreaming Netflix bietet volle Linux-Unterstützung

Windows 10 Technical Preview ausprobiert: Die Sonne scheint aufs Startmenü
Windows 10 Technical Preview ausprobiert
Die Sonne scheint aufs Startmenü
  1. Build 9860 Windows 10 jetzt mit Info-Center für Benachrichtigungen
  2. Microsoft Neue Fensteranimationen für Windows 10
  3. Windows 10 Microsoft will nicht an das unbeliebte Windows 8 erinnern

    •  / 
    Zum Artikel