China Labor Watch 16-Stunden-Tag bei Samsung-Zulieferern

Samsung will mit eigenen Prüfern in seinen Werken in China für Ordnung gesorgt haben. Doch China Labor Watch kann keine echte Änderung der Arbeitsbedingungen feststellen.

Anzeige

Laut China Labor Watch werden bei Zulieferern von Samsung Electronics Beschäftigte bis zu 16 Stunden arbeiten. Das hat die Nichtregierungsorganisation am 26. November 2012 berichtet.

Samsung hatte zuvor berichtet, das Unternehmen habe nach früheren Enthüllungen von China Labor Watch eigene Prüfer in die Werke gesandt, deren Arbeitsbedingungen zuvor kritisiert wurden. Beweise für die Beschäftigung von Minderjährigen hätten die Samsung-Prüfer jedoch nicht gefunden. Samsung habe Prüfer in 105 Fabriken in China entsandt. Zusätzlich seien 144 weitere Hersteller kontrolliert worden.

Vom kommenden Jahr an würden alle Fabriken von unabhängigen Kontrolleuren geprüft, kündigte Samsung an. Mit Zulieferern, die Minderjährige beschäftigten, werde die Zusammenarbeit sofort beendet. Der südkoreanische Konzern würde zudem fordern, dass die Zulieferer die Arbeitsverträge ordentlich abfassen.

Doch laut der aktuellen Überprüfung von China Labor Watch im Oktober und November 2012 bei Samsung-Tochterunternehmen und abhängigen Zulieferern hat sich nicht viel an den früher kritisierten Bedingungen geändert. So würden in Samsung-Fabriken in Dongguan und Tianjin weiter unfertig ausgefüllte Arbeitsverträge verwandt. Es würden Arbeiter zum Stehen gezwungen, obwohl dies für die Tätigkeit nicht nötig ist. Neue Fälle von Minderjährigen in Betrieben benannte China Labor Watch aber nicht. Zuvor hatte die Organisation berichtet, dass Schulen in China unter 16-jährige Schüler zwängen, in Fabriken von Samsung zu arbeiten.

Samsung hatte auch zugesagt, das illegale Maß an Überstunden zu beenden. Doch weiter würde die gesetzliche Höchstzahl an Überstunden um das Drei- bis Sechsfache überschritten. Am schlimmsten sei die Situation bei dem Samsung-Zulieferer Chitwing Mould Industry (Dongguan), wo drei Arbeiter im Monat auf 220 Wochenstunden kamen. Arbeiter würden dort bis zu 16 Stunden am Tag beschäftigt.

Statt Audits durchzuführen, sollte Samsung lieber mit den Arbeitern selbst reden und anonyme Hotlines einrichten, so China Labor Watch.


chrulri 18. Dez 2012

220 / 3 / 5 -> 14h40m am Tag, fünf Tage die Woche, oder eben 220 / 3 / 7 -> ~10,5h. Mach...

Technikfreak 28. Nov 2012

Das hat damit gar nichts zu tun. Du lebst heute in einer Wegwerf-Welt und hast noch gar...

Maxiklin 28. Nov 2012

Naja, mit demselben Argument könnten die Chinesen auch Menschen aufm Marktplatz anzünden...

Endwickler 28. Nov 2012

Wenn ich dem Artikel mal glaube, dann ist folgendes passiert: 1. Die Arbeitsbedingungen...

Kommentieren




Anzeige
  1. Softwareentwickler/in Java / JEE
    BBF GmbH, München
  2. IT-Projektmitarbeiter (m/w) DB / Logistiksoftware
    transmed Transport GmbH, Regensburg
  3. Prüfer/-in für die IT-Revision
    Kreissparkasse Tübingen, Tübingen
  4. SAP Modulbetreuer mit dem Schwerpunkt Logistik (m/w) Betriebswirtschaftliche Systeme
    CQLT SaarGummi Deutschland GmbH, Wadern-Büschfeld

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Datennetz

    Bundesweite Störung beim mobilen Internet der Telekom

  2. Heavy Gear Assault

    Mech-Action auf Basis der Unreal Engine 4

  3. Superkondensator

    Neuer Energiespeicher mit kurzer Ladezeit

  4. Ruckus Wireless

    Telefonzellen werden zu Gratis-Hotspots

  5. Engine

    Unity-Basis kostenlos mit Mobile-Werkzeugen

  6. Drosselung

    Ein Drittel aller Filme wird als Video-on-Demand geliehen

  7. Wikileaks

    Wau-Holland-Stiftung kann nur noch die Server bezahlen

  8. Surface Pro im Test

    Microsofts Tablet überzeugt als Notebook

  9. Briefkastenfirmen

    Apple ist "einer der größten Steuervermeider" der USA

  10. Yahoo Japan

    Daten von 22 Millionen Nutzern kompromittiert



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Web Components: HTML-Elemente selber bauen
Web Components
HTML-Elemente selber bauen

Mit Web Components, die derzeit vom W3C standardisiert werden, kann sich jeder seine eigenen HTML-Elemente bauen - samt Aussehen und Logik - und sie wie Standardelemente in HTML-Dokumenten nutzen. Mit Googles neuer Bibliothek Polymer funktioniert das auch in den heute verfügbaren Browsern.

  1. Chrome 26 Beta Verbesserte Rechtschreibkorrektur und Template-Unterstützung

Yahoo: Flickr mit einem kostenlosen TByte für Fotos
Yahoo
Flickr mit einem kostenlosen TByte für Fotos

Yahoo hat seinen Fotosharingdienst Flickr überarbeitet und bietet nun jedem Nutzer kostenlos 1 TByte Speicher für seine Fotos und Videos an. Das soll für eine Viertelmillion Bilder mit 14 Megapixeln reichen. Auch die Android-App wurde erneuert.

  1. Instagram als Vorbild Flickr führt Hashtags ein

Sandisk und Toshiba: Flash-Speicher wird kleiner
Sandisk und Toshiba
Flash-Speicher wird kleiner

Sandisk und Toshiba kündigen die Einführung eines neuen Herstellungsprozesses für Flash-Speicher an. Der von Sandisk als 1Ynm bezeichnete Prozess bringt mehr Speicherkapazität auf weniger Raum unter.

  1. Flashsystem IBM steckt 1 Milliarde US-Dollar in Flash-Speicher
  2. Fusion-io 9,6 Millionen IOPS mit einem einzelnen ioDrive2

Zum Artikel