Anzeige
Manning (vor der Verkündung des Strafmaßes am 21. August 2013): "Verfechterin von Transparenz"
Manning (vor der Verkündung des Strafmaßes am 21. August 2013): "Verfechterin von Transparenz" (Bild: Mark Wilson/Getty Images)

Chelsea Manning Es ging um Transparenz, nicht um Pazifismus

Chelsea Manning hat die geheimen US-Dokumente mehr aus Gründen der Transparenz als aus pazifistischen Beweggründen veröffentlicht. Das schreibt sie in einer Stellungnahme zu einem Friedenspreis, der der Wikileaks-Informantin kürzlich verliehen wurde.

Anzeige

Chelsea Manning, ehemals Bradley Manning, hat kürzlich einen Friedenspreis erhalten. Sie selbst sehe sich allerdings eher als "Verfechterin von Transparenz", schreibt Manning in einer Stellungnahme, die die britische Tageszeitung The Guardian veröffentlicht hat. Es sei die erste öffentliche Äußerung Mannings seit der Verkündung des Strafmaßes im August, berichtet der Guardian.

Das International Peace Bureau hatte Manning im September den Sean-MacBride-Friedenspreis 2013 verliehen. Sie sei davon geschmeichelt. Allerdings seien ihre Handlungen nicht unbedingt durch den Wunsch nach Frieden motiviert gewesen, schreibt sie. "Ich betrachte mich selbst nicht als 'pazifistisch', 'anti-Krieg' oder (besonders) als 'Kriegsdienstverweigerin'".

Pazifistische Interpretation

Es möge pazifistische Folgerungen in den Handlungen geben. Diese beruhten aber auf der Interpretation anderer. Ebenso gut könne die Veröffentlichung der Dokumente als das Gegenteil ausgelegt werden: Sie könnten als Rechtfertigung für den Krieg angesehen werden.

Genau da habe 2010 ihre Motivation gelegen, geheime Dokumente über die Kriege im Irak und in Afghanistan sowie diplomatische Depeschen an Wikileaks weiterzugeben. "Ich glaube, dass die Öffentlichkeit nicht entscheiden kann, welche Handlungen oder politische Maßnahmen gerechtfertigt sind, wenn sie nicht einmal ansatzweise Details darüber und über die Auswirkungen kennt", erklärt Manning.

Ein US-Militärgericht hatte Manning im Juli wegen der Weitergabe dieser Geheimdokumente unter anderem der Spionage, des Diebstahls und des Computereinbruchs für schuldig befunden. Im August war Manning deswegen zu 35 Jahren Haft verurteilt worden.

Gnadengesuch an Obama

Manning hat Anfang September ein Gnadengesuch bei US-Präsident Barack Obama eingereicht. Er kann das Strafmaß abmildern. Falls nicht, kann Manning erst in etwa zehn Jahren auf Bewährung entlassen werden. Manning ist derzeit im Militärgefängnis Fort Leavenworth im US-Bundesstaat Kansas inhaftiert.

Manning hat kurz nach der Verurteilung erklärt, sie wolle als Frau leben und habe den Vornamen Chelsea angenommen. Sie hat nach eigenen Angaben eine Behandlung ihrer Geschlechtsidentitätsstörung beantragt. Am Ende ihres Schreibens dankt sie allen, die ihre neue Identität und ihren neuen Vornamen Chelsea akzeptieren.


eye home zur Startseite
ap (Golem.de) 12. Okt 2013

Und auch dieser Thread wird geschlossen, bevor die beiden Kontrahenten die Grenze...

ap (Golem.de) 11. Okt 2013

Bevor es hier noch weiter abrutscht wird der Thread geschlossen.

manfred.degen86 10. Okt 2013

Baron Münchhausen, bitte informieren sie sich bevor sie kommentare verfassen!

Natchil 10. Okt 2013

Nur weil man es lächerlich findet, ist man nicht Christlich. Soll er doch machen...

teenriot 10. Okt 2013

Die kriegen das auch hin das private Gefängnisse sich selbst finanzieren.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. posterXXL GmbH, München
  2. Robert Bosch GmbH, Gerlingen-Schillerhöhe
  3. BavariaDirekt, München
  4. Deutsche Telekom Technischer Service GmbH, verschiedene Standorte


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 169,99€
  2. 24,99€
  3. 49,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Überwachung

    Google sammelt Telefonprotokolle von Android-Geräten

  2. Fritzbox

    AVM veröffentlicht FAQ zur Routerfreiheit

  3. Wertschöpfungslücke

    Musiker beschweren sich bei EU-Kommission über Youtube

  4. Vodafone und Ericsson

    Prototyp eines 5G-Netzes in Deutschland

  5. Slim

    Hinweise auf schlanke Playstation 4

  6. Wasserwaagen-App

    Android-Trojaner im Play Store installiert ungewollt Apps

  7. Datenrate

    Telekom und M-Net gewinnen Connect-Festnetztest

  8. Star Wars Lego im Test

    Das Erwachen der Lustigkeit

  9. Video-Streaming

    Sky Online kommt aufs aktuelle Apple TV

  10. Extreme/Ultra Micro-SD

    Sandisk will die schnellste µSD-Karte mit 256 GByte haben



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Neue Windows Server: Nano bedeutet viel mehr als nur klein
Neue Windows Server
Nano bedeutet viel mehr als nur klein
  1. Windows 10 Microsoft zahlt Entschädigung für nicht gewolltes Upgrade
  2. Betriebssystem Noch einen Monat Gratis-Upgrade auf Windows 10
  3. Microsoft Patchday Das Download-Center wird nicht mehr alle Patches bieten

Autotracker Tanktaler: Wen juckt der Datenschutz, wenn's Geld gibt?
Autotracker Tanktaler
Wen juckt der Datenschutz, wenn's Geld gibt?
  1. Ubeeqo Europcar-App vereint Mietwagen, Carsharing und Taxis
  2. Rearvision Ex-Apple-Ingenieure entwickeln Dualautokamera
  3. Tod von Anton Yelchin Verwirrender Automatikhebel führte bereits zu 41 Unfällen

Battlefield 1 angespielt: Zeppeline, Sperrfeuer und die Wiedergeburtsspritze
Battlefield 1 angespielt
Zeppeline, Sperrfeuer und die Wiedergeburtsspritze
  1. Electronic Arts Battlefield 1 mit Wetter und Titanfall 2 mit Kampagne
  2. Dice Battlefield 1 spielt im Ersten Weltkrieg

  1. Re: Kann man die wirklich verwenden?

    plutoniumsulfat | 17:40

  2. Re: Stuhl auf den Stromverbrauch!

    plutoniumsulfat | 17:38

  3. Re: Bitte was?

    Quantium40 | 17:38

  4. Re: Irre...

    Quantium40 | 17:37

  5. Re: Problem?

    Seitan-Sushi-Fan | 17:35


  1. 17:19

  2. 16:19

  3. 16:04

  4. 15:58

  5. 15:21

  6. 14:18

  7. 14:05

  8. 14:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel