EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström
EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström (Bild: EU-Kommission)

Cecilia Malmström EU jagt Cyberkriminelle

Die EU errichtet ein Zentrum zur Bekämpfung der Cyberkriminalität. Schwerpunkte sind die Verhinderung von Identitätsdiebstahl bei Facebook und bandenmäßiger Onlinebetrug.

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EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström will ein Zentrum zur Bekämpfung der Cyberkriminalität aufbauen lassen. Die Europäische Kommission hat dazu am 28. März 2012 einen Vorschlag vorgelegt. Das Zentrum soll im Europäischen Polizeiamt (Europol) in Den Haag eingerichtet werden, als europäische Schaltstelle für die Bekämpfung von Cyberstraftaten dienen und vorrangig gegen organisierte kriminelle Vereinigungen vorgehen, die "hohe illegale Erträge abwerfen, darunter Onlinebetrug mit gestohlenen Kreditkarten und Bankkontendaten."

Jeden Tag würden aufgrund verschiedener Angriffe bis zu 600.000 Facebook-Konten gesperrt. Ein Schwerpunkt der Tätigkeit des Zentrums sei darum auch der Schutz der Nutzerprofile sozialer Netze vor Identitätsdiebstahl. Ein weiteres Feld ist die Verhinderung von über das Internet begangener sexueller Ausbeutung von Kindern sowie der Schutz vor Cyberangriffen auf wichtige Infrastrukturen und Informationssysteme in der EU.

"Wir dürfen nicht zulassen, dass Cyberkriminelle unser digitales Leben zerrütten", sagte Malmström. "Die Freiheit, die Offenheit und die Sicherheit des Internets" müssten gewahrt bleiben.

Das Zentrum soll die EU-Mitgliedstaaten vor großen Bedrohungen auf dem Gebiet der Cyberkriminalität warnen, sie auf Mängel ihres Onlineschutzes hinweisen, organisierte Netze von Cyberstraftätern und großangelegte Onlinedelikte aufdecken sowie konkrete Untersuchungen durch computerforensische Hilfe oder durch Mitwirkung bei der Zusammenstellung gemeinsamer Untersuchungsteams von Ermittlern, Richtern und Staatsanwälten sowie aus dem Privatsektor operativ unterstützen. Es soll auch Ansprechpartner für internationale Partner und Initiativen auf dem Gebiet der Bekämpfung der Cyberkriminalität werden.

Das Zentrum würde voraussichtlich im Januar nächsten Jahres seine Arbeit aufnehmen. 55 Ermittler der EU-Kommission, aus Mitgliedstaaten und von Europol sollen in dem Cyberzentrum zusammenarbeiten, sagte Malmström. Zunächst soll das Zentrum mit 30 Experten starten. Jährlich wird es mit 3,6 Millionen Euro ausgestattet.


bugmenot 29. Mär 2012

Danke, endlich mal jemand der was vernünftiges sagt. Man hört hier auf Golem, wenns um...

M 29. Mär 2012

"Jagen" ... das Stichwort schlechthin: Jeder jagt momentan irgendwas .. die Armis jagen...

Eheran 28. Mär 2012

Das soll wohl ein Witz sein? Haben die keine echten Probleme? Ein Beispiel: Ungültige AGB...

marvin42 28. Mär 2012

dann hätten wir auch was davon!

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