Canonical wird weiterhin Grub2 als Bootloader verwenden.
Canonical wird weiterhin Grub2 als Bootloader verwenden. (Bild: Canonical)

Canonical Ubuntu wechselt zurück zu Grub 2

In Ubuntu 12.10 wird Grub 2 wieder der Standard-Bootloader. Bedenken wegen der möglichen Offenlegung der Signaturschlüssel haben Canonical und die FSF ausgeräumt.

Anzeige

Canonical hat seine Pläne für den künftig einzusetzenden Bootloader nochmals umgeändert. Nun soll doch Grub2 für den Start des Linux-Betriebssystems Ubuntu sorgen. Grund für den erneuten Umschwung: In Gesprächen mit der Free Software Foundation (FSF) wurden Bedenken ausgeräumt, der für Secure Boot notwendige Schlüssel könnte wegen Lizenzproblemen veröffentlicht werden müssen.

Canonical will auf Rechnern mit Secure Boot seine eigenen Signaturschlüssel einsetzen, denn die Sicherheitsfunktion sei grundsätzlich nützlich. Mit einem eigenen Schlüssel im Bootloader müssen Anwender keine Änderungen im Bios vornehmen, um Ubuntu zu installieren.

Bedenken wegen GPLv3

Da Grub2 unter der GPLv3 steht, gab es bei Canonical Bedenken, dass unter bestimmten Umständen auch der Signaturschlüssel veröffentlicht werden müsste. Deshalb schwenkte Canonical auf den Bootloader Efilinux um, der von Intel unter einer liberaleren Lizenz veröffentlicht wird.

Nach Gesprächen mit der FSF, die die Lizenz zu Grub2 besitzt, wurden die Einwände wieder ausgeräumt, schreibt Canonical-Mitarbeiter Jon Melamut in einem Blogeintrag. Da auch Canonical viel Arbeit in den populären Bootloader gesteckt habe, soll Ubuntu 12.10 ihn weiterhin nutzen.

Installations-CD mit Schlüssel von Microsoft

Canonical will aber weder den Kernel noch die Treiber signieren. Damit können Anwender beispielsweise ihren eigenen Kernel einsetzen. Auf den bootfähigen Installations-CDs kommt hingegen ein Bootloader mit einem Schlüssel von Microsoft zum Einsatz, um die Kompatibilität zu möglichst vielen Hauptplatinen zu gewährleisten. Der wiederum soll dann Grub2 starten.

Canonical möchte, dass Hardwarehersteller Ubuntus Secure-Boot-Schlüssel in der UEFI-Firmware mitliefern. Außerdem sollen Nutzer einen physischen Zugang zu UEFI bekommen, damit sie auch eigene Schlüssel hinzufügen und letztlich auch Secure-Boot abschalten können.


Erdie 24. Sep 2012

Man könnte für den MBR einfach eine Bios Option einführen, die die Beschreibbarkeit im...

Casandro 23. Sep 2012

Was nutzt es mir wenn der Bootloader signiert ist? Das schließt nur eine hypothetische...

jt (Golem.de) 23. Sep 2012

Secure Boot ist eine Vorgabe von Windows 8 und Linux-Distributionen werden einen...

bstea 22. Sep 2012

Der Link ist ziemlich nebulös. Folgender Satz macht mich besonders stutzig: "In einem...

AnetteAlliteration 22. Sep 2012

Das abgebildete Logo entspricht nicht den Brand Guidlines (http://design.canonical.com...

Kommentieren



Anzeige

  1. Webdesigner / Frontend Webentwickler (m/w)
    Parts Europe GmbH, Wasserliesch bei Trier
  2. Storage Administratorin / Administrator
    IT.Niedersachsen, Hannover
  3. Mitarbeiter Third-Level-Support & Software Development (m/w)
    epay, Martinsried bei München
  4. Leiterin / Leiter des Fachbereichs Standard-Arbeitsplatz Service
    ITDZ Berlin, Berlin

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Sony

    Smartwatch mit Armband aus E-Paper geplant

  2. Samsung SDC

    Displays werden bunter, biegsamer und fast durchsichtig

  3. Mozilla

    Ein-Klick-Suche im Firefox

  4. EU-Richtlinien beschlossen

    Recht auf Vergessen soll weltweit gelten

  5. Rekord

    Apple kommt Börsenwert von einer Billion US-Dollar näher

  6. Systemd und Launchd

    FreeBSD-Gründer sieht Notwendigkeit für modernes Init-System

  7. Internet und Energie

    EU will 315 Milliarden Euro für Netze mobilisieren

  8. Mobile Bürosuite

    Dropbox mit Microsoft-Office-Anschluss

  9. High Bandwith Memory

    SK Hynix liefert schnelleren Grafikkartenspeicher aus

  10. Streaming

    Wuaki lockt mit 4K-Filmen für Smart-TVs



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Zbox Pico im Test: Der Taschenrechner, der fast alles kann
Zbox Pico im Test
Der Taschenrechner, der fast alles kann

Smarthome: Das intelligente Haus wird nie fertig
Smarthome
Das intelligente Haus wird nie fertig
  1. Smart Home Das vernetzte Zuhause hilft beim Energiesparen
  2. Leuchtmittel Die Leuchtdiode kommt aus dem 3D-Drucker
  3. Agora, Energy@home und EEBus Einheitliche Sprache für europäische Smart Homes

Spieleklassiker: Retrogolem spielt Star Wars X-Wing (DOS)
Spieleklassiker
Retrogolem spielt Star Wars X-Wing (DOS)

    •  / 
    Zum Artikel