Ubuntu Touch nutzt bislang noch viel Android.
Ubuntu Touch nutzt bislang noch viel Android. (Bild: Canonical)

Canonical Ubuntu Touch noch nicht ohne Android

Canonicals mobiles Betriebssystem Ubuntu Touch verwendet in der Entwicklerversion noch zahlreiche Funktionen aus Android. Wir haben uns das mobile Linux auf einem Galaxy Nexus genauer angesehen.

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Noch befindet sich Ubuntu Touch in einer frühen Entwicklungsphase. Canonical-Entwickler dokumentieren bereits fleißig, an welchen Einzelpaketen sie für das mobile Betriebssystem arbeiten. Wir wollten die Änderungen selbst entdecken und haben uns angesehen, welche Neuerungen an dem Linux-basierten Betriebssystem schon sichtbar sind.

  • Ubuntu Touch hat die klassische Unix-Verzeichnisstruktur samt Home-Verzeichnis.
  • Das von Ubuntu verwendete Android stammt vom Cyanogenmod-Projekt.
  • Aus Android werden Hardware-Treiber verwendet.
  • Neben dem Compositor Surfaceflinger nutzt Ubuntu Touch auch den Modem-Treiber Rild sowie den Mediaserver von Android.
  • Das Telephony-Framework stammt vom Ofono-Projekt.
  • Ubuntu Touch setzt auf Qt5.
  • Der von Canonical angepasst Linux-Kernel ist aus dem Cyanogenmod-Projekt.
  • Ubuntu Touch nutzt Androids Surfaceflinger statt Wayland, dessen Bibliotheken aber noch vorhanden sind.
Ubuntu Touch hat die klassische Unix-Verzeichnisstruktur samt Home-Verzeichnis.

Nach der Installation lässt sich Canonicals Ubuntu Touch nicht nur über Googles Android Debugging Bridge ansehen, sondern auch über SSH erreichen. Damit erhält der Anwender eine Linux-Shell, in der sich herkömmliche Linux-Befehle absetzen und nutzen lassen. So konnten wir den Unterbau von Ubuntu Touch recht gut analysieren.

Ganz ohne Android kommt Ubuntu Touch noch nicht aus. Spätestens beim Start des Smartphones fällt der Android-Anteil auf - auf dem Startbildschirm prangt der Google-Schriftzug.

Vom jüngst angekündigten Display Server Mir gibt es bislang keine Spur in den Daily Builds; von Wayland hingegen schon. Die in Ubuntu Touch enthaltenen Bibliotheken libwayland-client, libwayland-server und libwayland-cursor tragen allesamt das Erstellungsdatum 29. September 2012. Sie kommen allerdings nicht zum Einsatz. Zunächst meldet die Webseite Phoronix, dass Ubuntu Touch stattdessen den Compositing Manager Surfaceflinger von Android nutzt.

Cyanogenmod lässt grüßen 

anonymer1994 09. Mär 2013

Ah, vielen Dank, so geht es! :) Habe nun ssh und ein paar andere Dinge problemlos...

fratze123 08. Mär 2013

Kernanzahl beeinflusst nur die Performance parallel laufender Prozesse (und Threads...

fratze123 08. Mär 2013

Hat Android doch auch?! Android ist doch nicht vielmehr als Linux + JAVA.

dawidw 07. Mär 2013

Bekommt den Ubuntu Touch bald noch einen eigenen Bootloader oder wie jetzt? :D

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