Canonical: Ubuntu-Apps sollen eigenes Paketformat bekommen
Ubuntu-Touch-Apps bald mit eigenem Paketformat (Bild: Canonical)

Canonical Ubuntu-Apps sollen eigenes Paketformat bekommen

Um die Installation von Ubuntu-Apps auf Touch-Geräten zu vereinfachen, plant das Team ein neues Paketformat. Eine erste Idee ist ein abgespecktes Deb-Paket, andere Lösungen sind aber möglich.

Anzeige

Der Ubuntu-Entwickler Colin Watson beschreibt auf einer Mailing-Liste häufige Probleme der Ubuntu-App-Entwicklung. So müsse es einfacher werden, die Apps zu überprüfen und in einer Sandbox laufenzulassen. Außerdem müsse die Installation beschleunigt werden. Watson zufolge soll ein "vereinfachtes Paketformat" einen wichtigen Beitrag zur Lösung dieser Probleme beitragen.

Bekannte Ideen in neuem Format

Die neuen App-Pakete sollen so wenig Abhängigkeiten wie möglich aufweisen - lediglich ein Basissystem, welches im Fall von Ubuntu-Touch die Laufzeitumgebung des Ubuntu-SDK wäre. Darüber hinaus plant Watson, das Paketformat künftig auf andere System-Profile erweitern zu können.

Derzeit erlaubt das Format keine Abhängigkeiten zwischen Anwendungen und verbietet das Ausführen von Skripten. Zudem werden verschiedene Apps in getrennten Ordner installiert. Ebenso soll eine Installation ohne Administratorenrechte möglich sein. Einige geplante Funktionen fehlen aber noch ganz. Die für Entwickler wohl wichtigste ist die Integration des Formats in das Ubuntu-SDK.

Deb-Pakete, Gnome-Apps und Vergleichbares

Wie in vergleichbaren Konzepten auch, soll das neue Paketformat das System aus Deb-Paketen und dem Werkzeug Apt nicht ersetzen. Denn diese sollen weiterhin wegen ihrer umfangreichen Fähigkeiten für das Betriebssystem selbst verwendet werden. Die Apps samt Paketformat sollen lediglich darauf aufsetzen.

Die Konzeption und Idee des Paketformats ist vergleichbar mit Androids APKs, den geplanten Gnome-Apps oder dem KDE Plasmapackage. Diese passen aber nicht in das Ubuntu-Modell, da die Entwickler eine starke Integration in das System mit dem Unity-Desktop planen.

Auch die bereits für Linux-Distributionen existierenden Projekte Listaller und Appstream, Nix sowie Zeroinstall scheinen nicht komplett den Bedürfnissen des Ubuntu-Teams zu entsprechen. Watson weist aber daraufhin, dass einerseits noch keine endgültige Entscheidung gefallen sei, andererseits die Ubuntu-Apps, für die das System gedacht ist, auch noch nicht existierten. Er mache sich deshalb keine Sorgen um eine mögliche Fragmentierung.


Schnarchnase 12. Mai 2013

Schwachsinn. Auf dem N9 läuft Harmattan, das kann man nicht wirklich als Meego...

Tzven 11. Mai 2013

Was heißt quasi. ist es nicht genau das? Das ist mMn auch das was die Pandora so klasse...

ubuntu_user 11. Mai 2013

und ich würde mich mal informieren was AKTUELL von Red Hat verwendet wird. IST bei red...

ubuntu_user 11. Mai 2013

ändert nichts daran, dass: - gtk+/cairo/glib libs trotzdem installiert werden müssen...

ubuntu_user 10. Mai 2013

und worin unterscheidet sich das vom jetztigen weg? da ubuntu phone ja auch als desktop...

Kommentieren



Anzeige

  1. Software-Entwickler Java / JavaScript (m/w)
    TONBELLER AG, Bensheim
  2. Manager (m/w) Softwareentwicklung
    WTS Group AG Steuerberatungsgesellschaft, Erlangen (Raum Nürnberg)
  3. Abteilungsleiter/in
    Robert Bosch GmbH, Renningen
  4. Produktmanager für digitales Entertainment / Product Owner (m/w)
    Media-Saturn Deutschland GmbH, Ingolstadt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Toybox Turbos

    Codemasters veranstaltet Rennen auf dem Frühstückstisch

  2. Xamarin

    C# dank Mono für die Unreal Engine 4

  3. Tor-Router

    Invizbox will besser sein als die Anonabox

  4. Moore's Law

    Totgesagte schrumpfen länger

  5. Agents of Storm

    Free-to-Play-Strategie von den Max-Payne-Machern

  6. Sipgate

    Dienste nach DDoS-Angriff wiederhergestellt

  7. Rockstar Games

    GTA San Andreas erscheint neu für die Xbox 360

  8. G3 Screen

    LGs erstes Smartphone mit eigenem Nuclun-Prozessor

  9. Apple Watch

    Apples Saphirglas-Hersteller stellt Produktion ein

  10. LG G Watch R

    Runde Smartwatch von LG kommt nach Deutschland



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



IT-Gipfel 2014: De Maizière nennt De-Mail "nicht ganz zufriedenstellend"
IT-Gipfel 2014
De Maizière nennt De-Mail "nicht ganz zufriedenstellend"
  1. Digitale Agenda 38 Seiten Angst vor festen Zusagen
  2. E-Mail Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Yahoo Mail

Retro-Netzwerk: Der Tilde.Club erstellt Webseiten wie in den Neunzigern
Retro-Netzwerk
Der Tilde.Club erstellt Webseiten wie in den Neunzigern

Data Management: Wie Hauptspeicherdatenbanken arbeiten
Data Management
Wie Hauptspeicherdatenbanken arbeiten

    •  / 
    Zum Artikel