Calligra Probleme mit QWidgets auf Android

Bei der Portierung der freien Büroanwendung Calligra auf Android ist Entwickler Marijn Kruisselbrink auf Probleme mit der QWidget-basierten Benutzeroberfläche gestoßen.

Anzeige

Bei der Portierung von Calligra auf Android hat Entwickler Kruisselbrink entdeckt, dass die mit Qwidget umgesetzte Benutzeroberfläche der freien Bürosoftware auf Googles mobilem Betriebssystem zu langsam ist. Er habe nicht mehr als ein bis zwei Frames pro Sekunde beim Scrollen durch ein Dokument erreicht, berichtet er. Auf einem N900 sei die Bürosoftware hingegen nutzbar.

  • Die Bürosoftware Calligra auf Android
  • Die Bürosoftware Calligra auf Android
  • Die Bürosoftware Calligra auf Android
Die Bürosoftware Calligra auf Android

Unter Android ist der Wrapper QGraphicsProxyWidget aber nicht leistungsfähig genug, um für eine schnelle und gleichmäßige Nutzung der Calligra-UI zu sorgen. Statt an der Geschwindigkeit des Wrappers zu arbeiten, hat sich Kruisselbrink entschieden, die QML-basierte Active-Oberfläche auf Android zu portieren. Calligra Active kann OpenGL-ES nutzen und sorgt damit für mehr Leistung, so dass Calligra auf Android durchaus nutzbar ist.

Dabei ist Kruisselbrink allerdings auf ein weiteres Problem gestoßen: Damit die Active-Oberfläche läuft, müssen zahlreiche KDE- und Plasma-Bibliotheken geladen werden, die er zunächst ebenfalls auf Android portiert hat.

Bibliotheksgrenze

Unter Android ist aber die Anzahl der nutzbaren Bibliotheken begrenzt. Unter Android 2.x alias Gingerbread dürfen nur 64 So-Dateien geladen werden. Mit Libplasma und seinen abhängigen Bibliotheksdateien habe er diese Grenze offenbar überschritten, schreibt Kruisselbrink.

Unter Android 3.x alias Honeycomb haben Google-Entwickler die Zahl auf 96 erhöht, inzwischen ist das Laden von 128 Bibliotheksdateien erlaubt. Deshalb könne er Calligra nur auf aktuellen Android-Versionen nutzen und testen. Außerdem schlägt Kruisselbrink vor, ein Widget-Set zu nutzen, das die Android-Benutzeroberfläche nachbildet, statt auf die Plasma-Widgets zu setzen.

Nach Windows kommt Android

Kruisselbrink hatte im Januar 2012 berichtet, dass die Portierung von Calligra auf Android bereits große Fortschritte mache. Der Entwickler ist Angestellter bei dem Unternehmen KO, das kürzlich Calligra auf Windows portiert hat.

Mit ein paar "hässlichen Hacks" habe er einige der Einschränkungen durch Android umgangen. Zunächst habe er sämtliche D-Bus-Abhängigkeiten im Quellcode entfernen müssen, da sie nur internen Android-Funktionen vorbehalten seien. Ob es ihm inzwischen gelungen ist, das Plugin-Framework Ksycoca auf Android zu portieren, ist indes noch unbekannt.

Für die Portierung von Calligra auf Android verwendet Kruisselbrink die Entwicklungsumgebung Necessitas. In einem Git-Repository stehen die Skripte zur Verfügung, die benötigt werden, um Calligra für Android zu kompilieren.


maple2 27. Mär 2012

QGraphicsProxyWidget ist, wie sein Name, ein Monster. Das ist schon lange bekannt und von...

Thaodan 27. Mär 2012

Naja ich finde schon das das nen etwas größerer Bug ist.

Thaodan 27. Mär 2012

Plasma Active nicht aber mit jeder neuen Qt Version werden Überflüsse Funktionen die in...

Kommentieren



Anzeige

  1. SAP-Prozessexperte für Master Data, EHS & Label Management (m/w)
    BASF Coatings GmbH, Münster
  2. IT-Projektleiter/in
    Landeshauptstadt München, München
  3. Senior Consultant Reporting (m/w)
    b.telligent, München und Zürich
  4. Mitarbeiter/-in Informationstechnologie, Produktdatenmanagement / Bill of Materials Support und Prozesse
    Daimler AG, Sindelfingen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. MPAA und RIAA

    Film- und Musikindustrie nutzte Megaupload intensiv

  2. F-Secure

    David Hasselhoff spricht auf der Re:publica in Berlin

  3. "Leicht zu verdauen"

    SAP bietet Ratenkauf und kündigt vereinfachte GUI an

  4. Test The Elder Scrolls Online

    Skyrim meets Standard-MMORPG

  5. AMD-Vize Lisa Su

    Geringe Chancen für 20-Nanometer-GPUs von AMD für 2014

  6. Bärbel Höhn

    Smartphone-Hersteller zu Diebstahl-Sperre zwingen

  7. Taxi-App

    Uber will trotz Verbot in weitere deutsche Städte

  8. First-Person-Walker

    Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?

  9. Finanzierungsrunde

    Startup Airbnb ist zehn Milliarden US-Dollar wert

  10. Spähaffäre

    Snowden erklärt seine Frage an Putin



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Robotik: Humanoide lassen sich mit dem Gehirn steuern
Robotik
Humanoide lassen sich mit dem Gehirn steuern

Der Roboter Geminoid soll bald nur durch Gedanken bewegt werden. Aber bei den Experimenten im Labor von Hiroshi Ishiguro geht es um mehr: Ishiguro will zeigen, dass Brain-Computer-Interfaces besser funktionieren, wenn das gesteuerte Objekt humanoid ist.

  1. Human Robots Roboter, menschengleich

Radeon R9 295X2 im Test: AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile
Radeon R9 295X2 im Test
AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile

Hybridkühlung, 50 Ampere auf der 12-Volt-Schiene - AMDs neue Dual-GPU-Grafikkarte ist ein kompromissloses Monster. In gut ausgestatteten High-End-PCs läuft sie dennoch problemlos und recht leise, und das so schnell, dass auch 4K-Auflösung mit allen Details spielbar wird.

  1. Schenker XMG P724 17-Zoll-Notebook mit Grafikleistung einer GTX 780 Ti
  2. Eurocom M4 13,3-Zoll-Notebook mit 3.200 x 1.800 Pixeln und i7-4940MX
  3. Nvidia Maxwell Geforce GTX 750 und GTX 750 Ti im Februar

Samsung Galaxy Note Pro 12.2 im Test: Groß, schwer, aber praktisch
Samsung Galaxy Note Pro 12.2 im Test
Groß, schwer, aber praktisch

Mit Stiftbedienung, viel Leistung und großem Display ist das Samsung Galaxy Note Pro 12.2 vor allem für den Business-Alltag entwickelt worden. Doch auch für Schüler und Studenten kann das Tablet interessant sein.

  1. Apple vs. Samsung 102 US-Dollar für die Autokorrektur
  2. Smartphones Die seltsame Demo des 30-Sekunden-Ladegeräts
  3. Apple vs. Samsung Apples Furcht vor großen Bildschirmen

    •  / 
    Zum Artikel