Bundesweite Messkampagne Kaum ein Internetprovider hält Versprechen zur Datenrate

Eine Studie der Bundesnetzagentur hat eine Viertelmillion Messungen bei Internetnutzern zur tatsächlichen Datenübertragungsrate ausgewertet. Das Ergebnis fällt bei LTE am negativsten aus. Doch über alle Technologien, Produkte und Anbieter hinweg sind die Ergebnisse enttäuschend.

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Die Bundesnetzagentur hat die Ergebnisse der im vergangenen Jahr durchgeführten Studie zur tatsächlichen Geschwindigkeit von Internetanschlüssen veröffentlicht. Die Messstudie (PDF) bestätigt die Vielzahl der Kundenbeschwerden über Abweichungen zwischen der vertraglich vereinbarten maximalen Bandbreite und der tatsächlichen Übertragungsrate, wie die Behörde am 11. April 2013 mitteilte. Über alle Technologien, Produkte und Anbieter hinweg haben die Teilnehmer oft nicht die Bandbreite gemessen, die ihnen als maximal mögliche Bandbreite von ihrem Anbieter in Aussicht gestellt wurde.

Bei den DSL-Anschlüssen hatten die Anschlüsse der untersten Bandbreitenklasse von unter 2 MBit/s und von 2 bis 8 MBit/s das beste Ergebnis. Hier erreichten 80,1 beziehungsweise 42,5 Prozent die vermarkteten Übertragungsraten, während es im Bereich 8 bis 18 MBit/s nur 63,4 Prozent beziehungsweise 4,5 Prozent waren.

TV-Kabelnetz mit relativ gutem Ergebnis

Die höchste reale Bandbreite für Kabelanschlüsse war mit 2 bis 8 MBit/s zu erhalten, wo 84,3 Prozent der Kunden die halbe und 50,5 Prozent die volle Übertragungsrate gemessen haben. In Bereich 50 bis 100 MBit/s waren es 70,5 Prozent beziehungsweise 36,3 Prozent.

Von den LTE-Anschlüssen mit 2 bis 8 MBit/s erhielten 67,5 Prozent die halbe und 33,1 Prozent die volle Datenübertragungsrate. In der Klasse 25 bis 50 MBit/s bekamen nur 1,6 Prozent die volle und 23,3 Prozent der Kunden die halbe Übertragungsrate.

Nach Angaben der Bundesnetzagentur verteilen sich die Breitbandanschlüsse in Deutschland zu 86,8 Prozent auf DSL und zu 13,2 Prozent auf Kabelanschlüsse. LTE machte nach ersten Erhebungen rund 1 Prozent der Breitbandanschlüsse in Deutschland aus, in dem Test kamen sie zu 3 Prozent vor.

In der bundesweiten Messkampagne konnten Internetnutzer über die initiative-netzqualitaet.de die Geschwindigkeit ihres Anschlusses messen. "Der Studie liegt mit knapp einer Viertelmillion ausgewerteter Messungen eine äußerst umfangreiche Datenbasis zugrunde. Dies war nur durch eine rege Teilnahme der Internetnutzer möglich, für die ich mich ausdrücklich bedanke", sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Zudem hat die Bundesnetzagentur die Standardverträge der Anbieter untersucht. Dabei hat sich gezeigt, dass fast alle Anbieter flexible Angaben zur verfügbaren Bandbreite machen. "Der Kunde weiß so nur vage, mit welcher Leistung er konkret rechnen kann." Auch nach Vertragsabschluss und erfolgter Schaltung gab es kein großes Bemühen, dem Kunden aktiv einen transparenten Überblick über die Leistungsfähigkeit des konkreten Anschlusses zu bieten, sagte Homann weiter.

Trotz neuer gesetzlicher Regelungen gibt es zudem Probleme beim Anbieterwechsel. Die Bundesnetzagentur hat seit der Novellierung des Telekommunikationsgesetzes im vergangenen Jahr mehrere Tausend Beschwerden erhalten.


Trollfeeder 15. Apr 2013

Und dann sagt der Verkäufer: "Hätten Sie mal richtig gelesen, da steht kann bis zu...

ofenrohr 14. Apr 2013

Inzwischen bin ich zumindest soweit, dass Vodafone mir wahlweise ein...

Konfuzius Peng 13. Apr 2013

Ja, stell dir vor, ich habe für einige Sekunden an einer messung teilgenommen und habe...

redmord 12. Apr 2013

Einloggen > Internet > DSL. Kann sein, dass du dafür die Experten-Ansicht benötigst.

forenuser 12. Apr 2013

Eben. Zumal es ja seinerzeit Tarife mit Bandbreitenstaffeln gab. Aber dann hat der...

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