Anzeige
Die Länderkammer will Datenhehlerei unter Strafe stellen.
Die Länderkammer will Datenhehlerei unter Strafe stellen. (Bild: Maurizio Gambarini/AFP/GettyImages)

Bundesrat: Datenhehlerei soll strafbar werden

Der An- und Verkauf gestohlener Daten soll in Zukunft mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden können. Dies gilt allerdings nicht für Daten, von denen der Staat profitiert.

Anzeige

Der Handel mit gestohlenen Daten soll künftig als eigenständige Straftat gelten. Dies sieht eine Gesetzesinitiative vor, der der Bundesrat am Freitag in Berlin zustimmte und über die nun der Bundestag entscheiden muss. Der neu zu schaffende Paragraf 202d "Datenhehlerei" des Strafgesetzbuches soll dem Gesetzesentwurf zufolge lauten: "Wer Daten im Sinne von § 202a Absatz 2, die ein anderer ausgespäht oder sonst durch eine rechtswidrige Tat erlangt hat, sich oder einem anderen verschafft, einem anderen überlässt, verbreitet oder sonst zugänglich macht, um sich oder einen Dritten zu bereichern oder einen anderen zu schädigen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."

Ausgenommen von der Strafbarkeit sind ausdrücklich "Handlungen von Amtsträgern oder deren Beauftragten, um Daten ausschließlich der Verwertung in einem Besteuerungsverfahren, einem Strafverfahren oder einem Ordnungswidrigkeitenverfahren zuzuführen". In den vergangenen Jahren waren von deutschen Behörden zahlreiche CDs mit Bankdaten deutscher Bürger im Ausland aufgekauft worden.

Hackerparagraf wird nicht verändert

Zudem sieht der Gesetzentwurf vor, die maximale Freiheitsstrafe für das Ausspähen und Abfangen von Daten von drei auf fünf Jahre zu erhöhen (Paragrafen 202a und 202b), bei Bandenkriminalität sind sogar zehn Jahre Haft möglich. Der sogenannte Hackerparagraf 202c, der das "Vorbereiten des Ausspähens und Abfangens von Daten" unter Strafe stellt, soll jedoch nicht verändert werden.

Zur Begründung heißt es unter anderem, dass beim Handel mit gestohlenen Daten eine "Strafbarkeitslücke" bestehe. Diese rühre auch daher, dass die Datenhehler sich zum einen nicht selbst die Daten besorgten, zum anderen häufig nicht selbst die Opfer finanziell schädigten und daher derzeit nicht belangt werden könnten. "Qualifizierte Datensätze", die beispielsweise Kontodaten und Geburtsdaten von Personen enthielten, würden etwa zu Stückpreisen zwischen 5 bis 260 US-Dollar gehandelt. Zuletzt hatte der Fall einer Datei mit 16 Millionen Datensätzen deutscher Bürger für Aufsehen gesorgt.

Der Gesetzentwurf war bereits in der vergangenen Legislaturperiode eingebracht worden. Da er nicht mehr abschließend behandelt wurde, verfiel er nach dem Prinzip der Diskontinuität und musste wieder neu eingebracht werden.


eye home zur Startseite
Lala Satalin... 17. Mär 2014

Unsere verdammten Politiker sind ALLESAMT HEUCHLER! Alle in ein Sack und drauf. Man...

Anonymouse 16. Mär 2014

Wäre in meinen Augen völlig richtig. Jeder Haushalt zahlt schon dafür, die ÖR...

Sarowie 16. Mär 2014

Hab ich mir auch erst gedacht. Wenn also der Bankräuber im Anzug einen CD-Rohling von...

Sarowie 16. Mär 2014

Nein. Datenhelerei ist stand Heute nicht strafbar. Weder für mich, für dich noch für den...

Sarowie 16. Mär 2014

Würde ich nicht sagen. Datenhehlerei ist bisher "als solche" eben schlicht nicht...

Kommentieren



Anzeige

  1. SAP Inhouse Consultant / Leiter ERP Systeme (m/w)
    über Hanseatisches Personalkontor Ulm, Raum Geislingen an der Steige
  2. IT-Architekt (m/w) Security-Lösungen
    Zurich Gruppe Deutschland, Köln
  3. Applikationsdesigner und -architekt (m/w)
    T-Systems International GmbH, Trier, Saarbrücken, Darmstadt
  4. ITK-Administrator/in
    Stadt Soltau, Soltau

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       

  1. Vor dem Oneplus-Three-Start

    Oneplus senkt Preise seiner Smartphones

  2. Mobilfunk

    Vodafone führt Wi-Fi-Calling in Deutschland ein

  3. Xbox Scorpio

    Schneller als Playstation Neo und mit Rift-Unterstützung

  4. Android-Updates

    Google will säumige Gerätehersteller bloßstellen

  5. Elektroauto

    Teslas sind 160 Millionen Kilometer per Autopilot gefahren

  6. Parallels Access

    iPad Pro mit Windows- und Mac-Software verwenden

  7. Apple Car

    Apple führt Gespräche über Elektrozapfsäulen

  8. Kupferkabel

    M-net setzt im Kupfernetz schnelles G.fast ein

  9. Facebook

    EuGH könnte Datentransfer in die USA endgültig stoppen

  10. Prozessoren

    Intel soll in Deutschland Abbau von 350 Stellen planen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Xiaomi Mi5 im Test: Das fast perfekte Top-Smartphone
Xiaomi Mi5 im Test
Das fast perfekte Top-Smartphone
  1. YI 4K Xiaomi greift mit 4K-Actionkamera GoPro an

Hyperloop Global Challenge: Jeder will den Rohrpostzug
Hyperloop Global Challenge
Jeder will den Rohrpostzug
  1. Hyperloop One Der Hyperloop fährt - wenn auch nur kurz
  2. Inductrack Hyperloop schwebt ohne Strom
  3. Hyperloop Die Slowakei will den Rohrpostzug

Doom im Test: Die beste blöde Ballerorgie
Doom im Test
Die beste blöde Ballerorgie
  1. id Software Doom wird Vulkan unterstützen
  2. Id Software PC-Spieler müssen 45 GByte von Steam laden
  3. id Software Dauertod in Doom

  1. Re: Positivliste

    DetlevCM | 10:32

  2. Re: Ich sehe es schon kommen ...

    RicoBrassers | 10:31

  3. Re: Ob Apple einen proprietären Anschluss zum...

    Noro_Eisenheim | 10:31

  4. Re: Bin gespannt auf webOS

    cyberdynesystems | 10:27

  5. Re: hat der gekifft ?

    der_wahre_hannes | 10:27


  1. 10:39

  2. 10:35

  3. 09:31

  4. 09:18

  5. 07:52

  6. 07:31

  7. 07:20

  8. 18:48


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel