Anzeige
Bundeskriminalamt intern: Registrierungszwang von Prepaid-Mobilfunkkarten sinnlos
(Bild: Golem.de)

Bundeskriminalamt intern Registrierungszwang von Prepaid-Mobilfunkkarten sinnlos

Das Bundeskriminalamt hat überprüft, ob die erzwungenen Daten bei der Registrierung von Prepaid-Mobilfunkkarten die Ermittler weiterbringen. Mit einem offensichtlichen Ergebnis.

Anzeige

Dem Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung liegt ein interner Bericht (PDF) des Bundeskriminalamts vor, nachdem der Registrierungszwang von Prepaid-Mobilfunkkarten häufig sinnlos ist.

Laut BKA-Bericht wurden in einem Zeitraum von Dezember 2008 bis Februar 2009 eine Anzahl von 2.659 Fällen gemeldet, in denen die zu Prepaidkarten gespeicherten Kundendaten für die Ermittler nutzlos waren: Bei 82 Prozent waren falsche oder keine Kundendaten angegeben worden, in 18 Prozent der Fälle waren die Karten auf andere Personen registriert. Darin heißt es: "Letztendlich läuft die aktuell bestehende Form der Bestanddatenerhebungspflicht in einer nicht unerheblichen Anzahl von Fällen ohne eine entsprechende Verifikationspflicht leer."

"Der 2004 eingeführte Registrierungszwang für Prepaidkarten ist offensichtlich wirkungslos. Schlimmer noch bringt er teilweise sogar Unschuldige in Verdacht und muss deswegen dringend abgeschafft werden", forderte Michael Ebeling vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung. Die Verifikationspflicht führt bei den Anbietern dennoch zu zusätzlichen Kosten, die in der Regel an die Kunden weitergegeben werden.

Patrick Breyer vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung hatte im August 2012 vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Beschwerde gegen das Verbot anonymer Prepaid-Mobilfunkverträge in Deutschland eingereicht.

Der frühere Richter, der für die Piratenpartei im Landtag Schleswig-Holsteins sitzt, erklärte: "Die von SPD und Grünen 2004 eingeführte Zwangsidentifizierung aller Nutzer von Prepaidkarten muss gestoppt werden. Sie gefährdet die freie und unbefangene Kommunikation und Internetnutzung, die in unserer Gesellschaft unverzichtbar ist."

Anonymität sei essenziell für die Äußerung unliebsamer Meinungen im Internet, den vertraulichen Austausch von Geschäftsgeheimnissen, die Koordinierung politischer Proteste, psychologische, medizinische und juristische Beratung sowie für Selbsthilfegruppen.

Anonyme Kommunikation könne nicht grundsätzlich verboten oder unter Generalverdacht gestellt werden, so Ebeling.


__destruct() 30. Nov 2012

Wir wollen alles immer schnell auf Abruf und sowieso sofort dann, wenn wir es brauchen...

LibertaS 29. Nov 2012

Und ihr blubbert rum wegen Datenschutz....

Abseus 29. Nov 2012

Ach wenn ich so bedenke wie oft ich von allen möglichen Netzbetreibern schon Karten...

Andreas2k 29. Nov 2012

Die Impressumspflicht für private Personen viel schadhafter für die freie Meinungsäu...

Technikfreak 29. Nov 2012

Jetzt hast du's dir aber richtig schwer gemacht. Es hat keinen Sinn dass ich hier Wiki...

Kommentieren



Anzeige

  1. Scrum Master Application Integration (m/w)
    Media-Saturn IT-Services GmbH, Ingolstadt
  2. Linux-Administrator (m/w) mit Schwerpunkt Automation
    BG-Phoenics GmbH, München
  3. Software-Entwickler/in MES (Manufacturing Execution Systems)
    Robert Bosch GmbH, Crailsheim
  4. Algorithmenentwickler/in für Spurerkennung
    Robert Bosch GmbH, Abstatt

Detailsuche


Top-Angebote
  1. NUR HEUTE: Samsung Galaxy S6 edge+, 32 GB, 5.7 Zoll, Gold, 3G Unterstützung, LTE
    599,00€ inkl. Versand
  2. NUR HEUTE: Asus ROG GL551JW-CN193T 15,6 Zoll FHD-Notebook (i7 4720HQ, 8GB, 256GB SSD, GF 960M, Blu-ray, Win 10)
    999,00€ statt 1.399,00€
  3. FÜR KURZE ZEIT REDUZIERT: Kindle Paperwhite, 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display (300 ppi) mit integrierter Beleuchtung, WLAN - mit Spezialang
    99,99€ statt 119,99€ (ohne Spezialangebote für 119,99€ statt 139,99€)

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Descent of the Shroud

    Grey Goo erhält kostenlose DLC-Kampagne

  2. Tuxedo Infinitybook

    Das voll konfigurierbare Linux-Macbook

  3. Flash-Speicher

    Micron spricht über 768-GBit-Chip

  4. Daybreak Game Company

    Zombiespiel H1Z1 wird aufgeteilt

  5. Twitter

    Neue Sortierung der Timeline kommt

  6. Error 53

    Unautorisierte Ersatzteile sperren iPhone

  7. Escape Dynamics

    Firma für mikrowellenbetriebene Raumschiffe ist bankrott

  8. Deutsche Bahn

    Wlan für alle ICE-Fahrgäste möglicherweise erst 2017

  9. Die Woche im Video

    Raider heißt jetzt Twix ...

  10. Alpenföhn

    Der Olymp soll 340 Watt an Leistung abführen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Asteroidenbergbau: Verblendet vom Platinrausch
Asteroidenbergbau
Verblendet vom Platinrausch
  1. Raumfahrt SpaceX und Orbital bauen Triebwerke für das US-Militär
  2. Dream Chaser Mini-Shuttle darf zur ISS fliegen
  3. Raumfahrt Raumsonde Dawn findet Wasser auf Zwergplaneten Ceres

Künstliche Intelligenz: Alpha Go spielt wie ein Japaner
Künstliche Intelligenz
Alpha Go spielt wie ein Japaner
  1. Nachruf KI-Pionier Marvin Minsky mit 88 Jahren gestorben
  2. CNTK Microsoft gibt Deep-Learning-Toolkit frei
  3. OpenAI Elon Musk unterstützt Forschung an gemeinnütziger KI

Tails 2.0 angeschaut: Die Linux-Distribution zum sicheren Surfen neu aufgelegt
Tails 2.0 angeschaut
Die Linux-Distribution zum sicheren Surfen neu aufgelegt

  1. Re: Etwas OT: Notebook-Kauf/-Beratung

    GutesMann | 22:36

  2. Re: Wer sich der Apple-Diktatur unterwirft ist...

    DrWatson | 22:19

  3. Re: Linux Welle?

    motzerator | 22:18

  4. nicht wirklich Haft, aber auch nicht Freiheit

    evilk666 | 21:59

  5. Re: der Smartphone Trend und Apple zerstören den...

    picaschaf | 21:58


  1. 15:00

  2. 12:00

  3. 11:25

  4. 14:45

  5. 13:25

  6. 12:43

  7. 11:52

  8. 11:28


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel