Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (Bild: Tobias Schwarz/Reuters)

Bundesinnenministerium Weniger Straftaten im Internet

Auch ohne Vorratsdatenspeicherung gab es im Jahr 2011 weniger Straftaten über das Internet. Die Anzahl der Straftaten, die mit dem Internet begangen wurden, ging um 9,9 Prozent zurück, überwiegend waren es Betrugsdelikte.

Anzeige

Im Jahr 2011 wurden weniger Straftaten über das Internet begangen. Das geht aus der polizeilichen Kriminalstatistik für 2011 hervor, die Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) am 16. Mai 2012 vorgestellt hat (PDF). Der Rückgang betrug knapp zehn Prozent.

Im Jahr 2011 wurden 222.267 Straftaten erfasst, die über das Internet begangen wurden. Im Vorjahr 2010 gab es 246.607 Fälle. Das bedeutete einen Rückgang um 9,9 Prozent. Überwiegend handelte es sich dabei um Betrugsdelikte, deren Anteil bei 75,5 Prozent lag. Dazu zählt vor allem der Warenbetrug mit 28,3 Prozent (2010: 29,0 Prozent). Beim Warenbetrug wird vorgegeben, Waren zu liefern, die gar nicht vorhanden oder von minderwertiger Qualität sind.

9,5 Prozent der Taten waren Computerbetrug. Hier sind die Fallzahlen von 20.667 auf 21.174 gestiegen. Die Verbreitung pornographischer Schriften über das Internet ist von 5.278 Fällen auf 5.168 Fälle zurückgegangen (-2,1 Prozent). Um eine Straftat nach Paragraph 184 des Strafgesetzbuches handelt es sich, wenn pornografische Schriften in die Hände Minderjähriger gelangen können oder Erwachsene dem unaufgefordert ausgesetzt sind. Ein Teilbereich davon ist der Besitz und die Verschaffung von Kinderpornografie. Diese Verbrechen haben mit 23,3 Prozent auf 3.896 Fälle massiv zugenommen. Die Aufklärungsquote ist um 3,4 Prozentpunkte angestiegen.

Computersabotage nimmt massiv zu

Leicht gestiegen sind die Fallzahlen des Ausspähens und Abfangens von Daten. Bei einem Anteil von 5,5 Prozent gab es 12.197 Fälle, ein Zuwachs um 1,3 Prozent.

Der Bereich Computerkriminalität ist im Jahr 2011 um 0,7 Prozent auf 84.981 Fälle angestiegen. Diese Zunahme bezieht sich auf eine Steigerung der "Fälschung beweiserheblicher Daten und Täuschung im Rechtsverkehr bei Datenverarbeitung" um 12,1 Prozent auf 7.671 Fälle. Mit 84 Prozent nahm Datenveränderung und Computersabotage massiv zu. Hier wurden 4.644 Fälle gezählt.

Wie bereits im Vorjahr hat die Polizei 2011 insgesamt weniger als sechs Millionen Straftaten registriert. Die Kriminalität stieg damit gegenüber dem Vorjahr um einen Prozentpunkt an.


clulfdp 18. Mai 2012

Weil es gegen das Gesetz ist.

HerrMannelig 17. Mai 2012

Als ob man das auch nur irgendwie einschätzen könnte! Was macht eine Stadt, wenn es hei...

HerrMannelig 17. Mai 2012

Sorry, aber das, was du da geschrieben hast, das macht absolut keinen Sinn.

idmoa 16. Mai 2012

Das ist eh der Witz des Jahrhunderts. Das wird de facto nicht verfolgt, obwohl es höchst...

elgooG 16. Mai 2012

Demokratie zersetzen, Überwachung fördern, Grundrechte aufweichen,... und jetzt deutet er...

Kommentieren


Kay Mackes' Websudelbuch / 16. Mai 2012

"Strafdadden"



Anzeige

  1. IT Projektleiter (m/w)
    AVL DiTEST über M & P Leading Search Partners GmbH, Fürth
  2. Mitarbeiter / Mitarbeiterin für IT-Systemadministration
    Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V., Marburg
  3. Junior Consultant Finance Processes & Applications (m/w)
    Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg
  4. Analog Test / Product Engineer (m/w)
    TEXAS INSTRUMENTS Deutschland GmbH, Freising near Munich

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Panasonic Lumix DMC-LX100 im Test

    Kamera zum Begeistern und zum Verzweifeln

  2. Kanzlerhandy

    Bundesanwaltschaft will NSA-Ermittlungsverfahren einstellen

  3. Internetsuche

    EU-Parlamentarier erwägen Google-Aufspaltung

  4. 15 Jahre Unreal Tournament

    Spiel, Bot und Sieg

  5. Inmarsat und Alcatel Lucent

    Internetzugang im Flugzeug mit 75 MBit/s

  6. Managed Apps

    Unternehmen können App-Store von Windows 10 anpassen

  7. Elektronikdiscounter

    Wie Preisvergleichsdienste ausgehebelt werden

  8. Open Data

    Cern befreit LHC-Kollisionsdaten

  9. Multimediabibliothek

    FFmpeg dank Debian wieder in Ubuntu

  10. Valve Software

    Neue Richtlinien für Early Access



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Zwei Mac Mini mit Haswell im Test: Der eine lahm, der andere teuer
Zwei Mac Mini mit Haswell im Test
Der eine lahm, der andere teuer
  1. Festgelötetes RAM Apple verhindert Aufrüstung des Mac Mini
  2. Apple Mac Mini Server wird eingestellt
  3. Apple Mac Mini wird fixer und teurer

Smart Home: Das vernetzte Zuhause hilft beim Energiesparen
Smart Home
Das vernetzte Zuhause hilft beim Energiesparen
  1. Leuchtmittel Die Leuchtdiode kommt aus dem 3D-Drucker
  2. Agora, Energy@home und EEBus Einheitliche Sprache für europäische Smart Homes
  3. Beon Home Schlaue Leuchten sollen Einbrecher vertreiben

Canon PowerShot G7 X im Test: Canons Konkurrenz zu Sonys 1-Zoll-Kamera
Canon PowerShot G7 X im Test
Canons Konkurrenz zu Sonys 1-Zoll-Kamera
  1. Systemkamera Sony Alpha 7 II mit 5-Achsen-Bildstabilisierung
  2. Interne Dokumente Neuer Sony-Sensor könnte Kameras kraftvoller machen
  3. Drift Stealth 2 Winzige Actionkamera ohne Sucher

    •  / 
    Zum Artikel