Bundesinnenminister "Provider sollen gegen Schadsoftware aktiv werden"

Hans-Peter Friedrich will Internetprovider verpflichten, über akute Gefahren durch Schadsoftware und eine mögliche Abwehr zu informieren. Warnungen durch das BSI reichten nicht mehr aus.

Anzeige

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) will Internet Service Provider verpflichten, für die Sicherheit der Netze zu sorgen. Das sagte Friedrich der Financial Times Deutschland. "Sie sind diejenigen, die im Internet und mit dem Internet Geld verdienen und von denen wir verlangen können, dass sie an der Sicherheit des Netzes und der Infrastruktur mitwirken".

Die Provider sollten aktiv werden, wenn zehntausende Rechner mit "Schadsoftware infiziert sind", forderte Friedrich. Es reiche in solchen Fällen nicht mehr aus, die Nutzer aufzufordern, sich an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zu wenden.

Friedrich will Provider verpflichten, ihre Kunden über akute Gefahren und eine mögliche Abwehr zu informieren. Er erwarte keine Begeisterung von den betroffenen Unternehmen, wolle aber auch nicht in Aktionismus verfallen. "Wir machen nur, was notwendig ist", versicherte er.

Beim deutschen Providerverband Eco war gegenwärtig niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Der Verband steht hinter dem Anti-Botnet Beratungszentrum, das Internetnutzern hilft, die Computer von Schadprogrammen zu befreien und zu schützen.

Friedrich war bereits Ende März 2012 für mehr Zentralisierung in der IT-Sicherheit eingetreten. Er appellierte an die Wirtschaft und ihre Verbände, bei Einbrüchen in ihre Netze endlich einen Single Point of Contact zu schaffen, um schnell reagieren zu können. Zu den spektakulären Sicherheitsproblemen der vergangenen Zeit zählten laut Friedrich DNS-Changer, die Sony-Hacks und Stuxnet, sagte er im März in Berlin.

Nachtrag vom 5. Juli 2012, 15:25 Uhr

Eco-Chef Michael Rotert sagte Golem.de: "Wir können die Forderung des Bundesinnenministers nicht nachvollziehen. Gerade in der Bekämpfung von Schadsoftware arbeiten die Internet Service Provider effizient, schnell und zielgerichtet zusammen. Im Anti-Botnet-Beratungszentrum engagieren sich die Provider in einem Projekt, das Internetnutzern hilft, ihre Computer von Schadprogrammen zu befreien und nachhaltig zu schützen. Etliche Provider informieren betroffene Kunden, wenn deren Rechner mit einem Schadprogramm infiziert sind. Der Austausch zwischen den Providern funktioniert auch im gegenseitigen Reporting von Attacken sehr gut."


Youssarian 06. Jul 2012

Die (hierzulande gerichtlich ad acta gelegte und laut EU wieder einzuführende...

detructor15 06. Jul 2012

das Klimaanlagenhersteller verpflichtet sind die durgeschleuste Luft so zu filtern, dass...

Uzzi 05. Jul 2012

Das machen die Provider und auch die Telekom schon seitdem sie Internet anbieten, zumal...

Uzzi 05. Jul 2012

Auch wenn Ihr Verständnis, Ausdruck und öffentliches Auftreten nichts Gutes versprechen...

Alexej 05. Jul 2012

Das wird darin ausarten dass die Homeuser die Hotline stürmen würden mit allen möglichen...

Kommentieren




Anzeige
  1. ERP-Systembetreuer (m/w)
    LMC Caravan GmbH & Co. KG, Sassenberg
  2. Projektmanager für Webapplikationen (m/w)
    Information Factory Deutschland GmbH, Nürnberg
  3. Prüfer/-in für die IT-Revision
    Kreissparkasse Tübingen, Tübingen
  4. Solution Architect (m/w)
    Loyalty Partner Solutions GmbH, Frankfurt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Electronic Arts

    Leitender EA-Entwickler bezeichnet Wii U als "Mist"

  2. Apple-Zulieferer

    Wieder drei Suizide bei Foxconn

  3. Cast AR

    Gefeuerte Valve-Entwickler zeigen Räumliche-Objekte-Brille

  4. Ventus

    Mit der Netzgemeinde gegen den Klimawandel

  5. Offline-Karten-App für Android

    Maps With Me Pro gratis in Amazons App-Shop

  6. Linux-Kernel

    P-States verringern Leistungsaufnahme auf Intel-CPUs

  7. Adobe

    Photoshop Express jetzt auch für Windows 8

  8. Browser

    Firefox blinkt nicht mehr

  9. Tallinn-Manual

    Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern

  10. Clark Asay

    Defensive Patente mit freier Software nicht vereinbar?



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Quantum Artificial Intelligence Lab: Google quantencomputert mit der Nasa
Quantum Artificial Intelligence Lab
Google quantencomputert mit der Nasa

Google und die Nasa haben gemeinsam eine Forschungseinrichtung für künstliche Intelligenz gegründet. Mit Hilfe eines Quantencomputers wollen sie unter anderem bessere Vorhersagemodelle entwickeln.

  1. DNNresearch Google-Suche engagiert Wissenschaftler für neuronale Netze

Smartphones: Windows Phone erstmals vor Blackberry auf Platz drei
Smartphones
Windows Phone erstmals vor Blackberry auf Platz drei

Im ersten Quartal 2013 wurden erstmals mehr Smartphones mit Windows Phone als mit der Blackberry-Plattform verkauft, berichten die Marktforscher von IDC. Damit widersprechen sie den Analysen von Gartner, die Blackberry weiter auf dem dritten Platz sehen.

  1. Snapzoom Mit dem Smartphone durchs Fernglas gucken
  2. Handymarkt Über ein Viertel aller verkauften Handys sind von Samsung
  3. Smartphones Apple büßt Marktanteile ein

Mikroblogging: Yahoo will Tumblr für 1 Milliarde US-Dollar kaufen
Mikroblogging
Yahoo will Tumblr für 1 Milliarde US-Dollar kaufen

Yahoo möchte wieder cool sein und will junge Nutzer gewinnen. Das Internetunternehmen verhandelt offenbar über den Kauf der Mikroblogging-Plattform Tumblr.

  1. Gimmick Neue Forbes-Printausgabe kommt mit WLAN-Router
  2. Microsoft Deutschland "Neue Mitarbeiter fragen nach Homeoffice-Möglichkeiten"
  3. Marissa Mayer Yahoo verbietet Homeoffice wegen sinkender Arbeitsmoral

Zum Artikel