Abo
  • Services:
Anzeige
Wenn das Kernel-Update fehlschlägt - ein Erfahrungsbericht.
Wenn das Kernel-Update fehlschlägt - ein Erfahrungsbericht. (Bild: Screenshot / Hanno Böck)

Bug im Linux-Kernel: Keine Panik!

Wenn der frische Kernel gleich nach dem Start das System zum Absturz bringt, werden Admins nervös. Denn oft beginnt nun die langwierige Suche nach dem Bug. Ein Erfahrungsbericht.

Es gibt einige Gründe für Admins, ein Kernel-Update durchzuführen. Meist handelt es sich um Sicherheitsupdates, manchmal verspricht ein neuer Kernel auch aktuelle Treiber, die mehr leisten als der Vorgänger. So oder so gilt: Der Vorgang ist eine Standardprozedur, und Admins erwarten, dass alles funktioniert. Entsprechend unruhig werden sie, wenn etwas danebengeht. Wenn zum Beispiel wegen eines Fehlers einzelne - womöglich zentrale - Bauteile des Systems den Dienst verweigern.

Anzeige

Ist der Fehler in einem wichtigen Teil des Kernels, etwa in der Speicherverwaltung, lässt sich unter Umständen das System gezielt zum Absturz bringen. Selbst ein Fehler in einer exotischen Komponente, die nur auf wenigen Systemen aktiv ist, kann so zum Sicherheitsproblem werden: Durch sie lässt sich womöglich eine große Zahl an Systemen gezielt angreifen. Dieser Text berichtet von der Suche nach einem solchen Bug, die sich über mehrere Monate hinzog und nur durch das Zusammenspiel mehrerer Entwickler erfolgreich war.

Die Ausgangssituation

Das Setting ist schnell erklärt: Mehrere aktuelle, sehr leistungsfähige HP-Maschinen (DL380 Gen. 9) und Ubuntu 14.04 bilden die Basis. Openstack betreibt auf ihnen virtuelle Maschinen, im Hintergrund wird die verteilte Speicherlösung Quobyte eingesetzt. Sie ist auf allen beteiligten Hosts als Server wie als Client aktiv. Die Server-Komponente macht aus den einzelnen Festplatten der einzelnen Hosts einen großen, logischen Datenspeicher, der per zentraler Schnittstelle ansprechbar ist. Obendrein steuert Quobyte für die Daten des Netzwerkspeichers automatisch Redundanz bei. Per Treiber für Fuse (Filesystem in Userland) binden die Hosts das Dateisystem aus der Ferne ein. Die virtuellen Festplatten der Openstack-Systeme liegen auf jenem Fuse-Mount.

Weil die genannten HP-Server viel aktuelle Hardware nutzen, fiel schon anfangs die Wahl auf die LTS-Kernel (LTS steht für Long Term Support) von Canonical. Anders als Red Hat und SUSE bietet Canonical einen Weg, um auch auf Systemen mit Langzeit-Unterstützung aktuelle Kernels zu verwenden.

Der Deal ist simpel: Canonical portiert die Kernel der aktuellen Releases auf die jeweils letzte LTS-Version zurück. Für Ubuntu 14.04, die bei Erscheinen dieses Artikels aktuelle LTS-Version von Ubuntu, stehen etwa die Kernels von Ubuntu 14.10, 15.04 und 15.10 als LTS-Kernel zur Verfügung. Beim Erscheinen der nächsten LTS-Version von Ubuntu, also 16.04, fängt das Spiel von vorne an. Für 16.04 wird es dann die Kernel späterer Ubuntu-Versionen geben und für Ubuntu 14.04 wird wenigstens der Kernel von Ubuntu 16.04 als Backport zur Verfügung stehen. Der Support für ältere Kernel auf Ubuntu 14.04 läuft allerdings bald nach der Veröffentlichung von 16.04 aus. Wer sich für die LTS-Kernels auf Ubuntu 14.04 entscheidet, muss zumindest dann zwangsläufig ein Update einspielen.

Insgesamt erscheint die Lösung deutlich eleganter als die anderer Hersteller, die Kernel-Version auf dem Stand von vor mehreren Jahren zu belassen und den Kernel selbst mit schier unendlich vielen Patches aufzupolstern. Beim Erscheinen des LTS-Kernel 4.2 im Februar 2016 fiel die Entscheidung, auf diesen zu setzen. Denn viele Updates versprachen bessere Performance auf mehreren Ebenen des Systems.

Das Problem 

eye home zur Startseite
madkiss 15. Apr 2016

Ich halte die Aussage, 4 Monate seien "zu lang", in dieser Pauschalität für irrig...

grumpfel 15. Apr 2016

Weil ich kein Freund von Benchmark bin, weil die wenig den Echtzeit Betrieb wieder...

Mr Miyagi 14. Apr 2016

Das System war nicht lange gestört... Die Problematische Software ist zeitnah...

Phreeze 13. Apr 2016

der Fehler wurde also binnen 1h repariert, und dazu schreibt man dann einen 4 Seiten...

RønnySchmatzler 13. Apr 2016

WD hatte ja auch mal IntelliPark eingeführt, was die Lebensdauer auf wenige Wochen bis...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. T-Systems International GmbH, München, Frankfurt, Hamburg, Bonn, Berlin
  2. über Ratbacher GmbH, Raum Bayreuth
  3. T-Systems International GmbH, Berlin, Bonn, Kaiserslautern
  4. OSRAM GmbH, München


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Django, Elysium, The Equalizer, White House Down, Ghostbusters 2)
  2. (u. a. Die Unfassbaren, Ghostbusters I & II, Jurassic World, Fast & Furious 7 Extended Version)
  3. (u. a. Der Hobbit 3 für 9,99€ u. Predator für 12,49€)

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Potenzialanalyse für eine effiziente DMS- und ECM-Strategie
  2. Kritische Bereiche der IT-Sicherheit in Unternehmen
  3. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing


  1. Javascript und Node.js

    NPM ist weltweit größtes Paketarchiv

  2. Verdacht der Bestechung

    Staatsanwalt beantragt Haftbefehl gegen Samsung-Chef

  3. Nintendo Switch im Hands on

    Die Rückkehr der Fuchtel-Ritter

  4. Raspberry Pi

    Compute Module 3 ist verfügbar

  5. Microsoft

    Hyper-V bekommt Schnellassistenten und Speicherfragmente

  6. Airbus-Chef

    Fliegen ohne Piloten rückt näher

  7. Cartapping

    Autos werden seit 15 Jahren digital verwanzt

  8. Auto

    Die Kopfstütze des Fahrersitzes erkennt Sekundenschlaf

  9. World of Warcraft

    Fans der Classic-Version bereuen "Piraten-Server"

  10. BMW

    Autonome Autos sollen mehr miteinander quatschen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Glasfaser: Nun hängt die Kabel doch endlich auf!
Glasfaser
Nun hängt die Kabel doch endlich auf!
  1. Fake News Für Facebook wird es hässlich
  2. Nach Angriff auf Telekom Mit dem Strafrecht Router ins Terrorcamp schicken oder so
  3. Soziales Netzwerk Facebook wird auch Instagram kaputt machen

Western Digital Pidrive im Test: Festplatte am Raspberry Pi leicht gemacht
Western Digital Pidrive im Test
Festplatte am Raspberry Pi leicht gemacht
  1. Audio Injector Octo Raspberry Pi spielt Surround-Sound
  2. Raspberry Pi Pixel-Desktop erscheint auch für große Rechner
  3. Raspberry Pi Schutz gegen Übernahme durch Hacker und Botnetze verbessert

Autonomes Fahren: Wenn die Strecke dem Zug ein Telegramm schickt
Autonomes Fahren
Wenn die Strecke dem Zug ein Telegramm schickt
  1. Fahrgastverband "WLAN im Zug funktioniert ordentlich"
  2. Deutsche Bahn WLAN im ICE wird kostenlos
  3. Mobilfunk Telekom baut LTE an Regionalbahnstrecken aus

  1. Re: Ich sehe da kein Glas...

    Horsty | 13:44

  2. Re: Also ich würd's nur zur gezielten Tötung...

    Guitarhero | 13:44

  3. Nach dem Ablauf des Monats verfällt der Zugriff...

    Thug | 13:43

  4. Re: Da werden Helikoptereltern....

    blauerninja | 13:43

  5. Re: Es wird schwer für Nintendo

    jajaja | 13:42


  1. 13:21

  2. 12:30

  3. 12:08

  4. 12:01

  5. 11:58

  6. 11:48

  7. 11:47

  8. 11:18


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel